Aktuelle Inflationsraten weltweites Problem
Die höheren Inflationsraten der vergangenen Monate sollten "nicht dem Euro angelastet werden", rät auch die Chefvolkswirtin der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), Gertrud Traud. Vielmehr handele es sich um ein weltweites Phänomen beziehungsweise die Folge politischer Entscheidungen. "So wird sich unter anderem mehr Klimaschutz auch in steigenden Verbraucherpreisen zeigen. Nicht nur steigende CO2-Steuern, sondern auch neue Verfahren dürften zumindest temporär Konsumgüter verteuern."
Zusätzlich seien die preisdämpfenden Effekte der Globalisierung in den vergangenen Jahren kleiner geworden, führt Traud aus. Denn viele Staaten schotten die heimische Volkswirtschaft zunehmend gegen ausländische Konkurrenz ab, zum Beispiel durch Zölle.
Der ehemalige Chefvolkswirt von Bundesbank und EZB, Otmar Issing, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Ich gehe davon aus, dass wir in eine neue Phase eintreten, in der nicht zuletzt vom internationalen Umfeld eher Preissteigerungstendenzen ausgehen als dämpfende Wirkungen." Die Globalisierung werde ihr Tempo verlangsamen. "In dieser neuen Situation ist zu erwarten, dass wir eher wieder mit höheren Inflationsraten rechnen müssen. Entscheidend kommt es auf die Notenbanken an, dass diese rechtzeitig einen Preisanstieg bekämpfen und nicht aus den Ufern geraten lassen", betonte Issing.
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Schlauer durch Aua