exakt. Dabei wäre mittels digitaler Währungen sehr viel möglich. Wir könnten unsere Tauschmittel endlich so programmieren, dass sie unsere Schwächen ausgleichen (Gier, Emmotionalität, Mangelnde Empathie in Großgruppen etc), statt sie zu verstärken.
Damit ließe sich dieses kranke Experiment immerwährendem Wachstums bei endlichen Ressourcen stoppen, Verteilungsdisparitäten ließen sich deckeln, kooperative und pro-soziale Verhaltensweisen stärker belohnen (BigData Analyse gepaart mit Blockchain Vergütung), etc pp.
Der BTC aber löst noch nicht mal das Machtproblem, weil der Zugang nur aus bestehenden Machtstrukturen heraus möglich ist – nämlich durch FIAT. Die Utopie, dass durch dezentrale STRUKTUREN auch dezentraler FLOW/Verhalten/Nutzung entsteht, ist vielfach widerlegt. Zuletzt am Beispiel von Facebook als großem sozialen Netzwerk. Und damit ist der Satoshi nichts anderes als ein neues Spekulationsasset, das, genau wie andere disruptive Technologien, zwar viel Staub auf Bänker-Schreibtischen aufwirbelt, aber die Kerndynamiken des Finanzsystems natürlich nicht verändert. Im Gegenteil. Ich befürchte, dass durch den Deflationären Charakter der Netzwerkeffekt sogar noch viel schlimmer ausfällt. Intelligente Komplementärwährungen aus weniger wachstums-fanatischen Zeitaltern glänzten ja aus guten Gründen eher durch Wertverfall.