Biotechkorrektur beendet ...........

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NOVEMBER AG .
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Reinyboy:

Biotechkorrektur beendet ...........

 
23.11.00 20:55
oder kommt das dicke Ende noch ????

Das ist die Frage.

Einerseits müssen die Biotech-Fonds bis Jahresende noch Performence bringen, andererseits halte ich die Korrektur für zu kurz, auch wenn die heftig war.

z.t. bis 50% Verlust bei Einzelwerten in USA.



Was meint ihr ??




Mfg         Reinyboy

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Expropriateur:

Baisse macht auch vor Biotech-Titeln nicht halt

 
23.11.00 21:26
Handelsblatt zu diesem Thema mit einigen Aspekten
Gruß
EXPRO

Deutsche Werte nach Ansicht von Analysten im Vergleich zur US-Branche überbewertet

Baisse macht auch vor Biotech-Titeln nicht halt

Bisher konnten sie sich der Baisse noch einigermaßen entziehen. Doch in den letzten Tagen gerieten auch die Aktien der deutschen Biotechnologie-Unternehmen stärker unter Druck. Manche Experten sehen darin auch eine Reaktion auf die relative Überbewertung im Vergleich zur US-Branche.

SIEGFRIED HOFMANN
HANDELSBLATT, 23.11.2000
FRANKFURT/M. Mit Kursrückgängen zwischen einem Prozent bei Rhein Biotech und 17 Prozent bei der November AG gehörten deutsche Biotech-Unternehmen gestern zu den Vorreitern für den Kursverfall am Neuen Markt. Die Branche kann sich der allgemeinen Unsicherheit damit nicht mehr entziehen. In der längerfristigen Betrachtung schneidet sie indes immer noch deutlich besser ab als der Gesamtmarkt. So hat der Neue Markt-Biotech-Index gegenüber seinem Spitzenwert von Mitte März inzwischen zwar die Hälfte eingebüßt, er liegt gegenüber Jahresbeginn aber immer noch mit knapp 50 % im Plus. Und auf Jahresbasis können sich Biotech-Investoren am Neuen Markt noch über fast 80 % Kursgewinn freuen.

Vor diesem Hintergrund bleibt es schwierig zu beurteilen, ob die jüngsten Kursverluste den allgemeinen Turbulenzen anzulasten sind, oder einer branchenspezifischen Neubewertung. Für eine Sonderbewegung bei Biotech spricht vor allem die Tatsache, dass der Sektor am Neuen Markt aus Sicht vieler Experten relativ höher bewertet ist als vergleichbare Biotechwerte in Großbritannien und den USA. „Es besteht bei einigen Unternehmen eine Bewertungsdiskrepanz zum Ausland“, räumt zum Beispiel Christiane Dienhart von der Hypovereinsbank ein.

Als Kapitalmarkt- und Finanz-Experten auf der Tagung Bio Europe 2000 in Berlin vor wenigen Tagen die deutsche Biotechnologie-Branche diskutierten, war vor allem aus den Stimmen von Fondsmanagern und Vertretern der Venture-Capital-Firmen Unbehagen über eine vergleichsweise hohe Bewertung deutscher Biotech-Werte herauszuhören. „Wir könnten kanadische Unternehmen für 100 Mill.  $ kaufen, die am Neuen Markt eine Milliarde wert sind“, beschrieb Asset-Manager Kevin Devine von Value Management Research die Situation.

Indiz für das bisher ausgesprochen attraktive Preisniveau ist nicht zuletzt der verstärkte Drang ausländischer Biotech- und Pharmaunternehmen an den Neuen Markt (NM), darunter die Firmen Macropore, Genmab und Eurofins. Tatsächlich hat sich der NM-Biotech-Index seit Ende 1999 spürbar besser entwickelt und gehalten als das Biotech-Barometer der Nasdaq (siehe Grafik). Erst mit der Baisse in den vergangenen drei Wochen begann dieser Vorsprung zu schrumpfen. Dass damit auch hierzulande das Klima für Bio- und Medizintechnik -Emission rauer geworden ist, zeigen unter anderem der misslungene Börsenauftritt des Laser-Spezialisten Biolitec und die gestern bekannt gegeben Absage für den Börsengang von Royalty Pharma.

Ob sich die deutschen Biotechwerte damit endgültig in den globalen Branchentrend einordnen, bleibt indessen abzuwarten. Zu den Sonderfaktoren, die dem Markt künftig wieder überproportionalen Auftrieb geben könnten, gehört die allgemeine Biotech-Begeisterung und ein hoher Mittelzufluss in entsprechende Fonds. Relativ dazu besteht aus Analystensicht weiterhin eine gewisse Knappheit an Biotech-Titeln.

Als indirekten Vorteil der deutschen Biotech-Werte betrachten Branchenexperten paradoxerweise auch die Tatsache, dass sich die Unternehmen überwiegend noch in einem relativ frühen Entwicklungsstadium befinden. Sie konnten damit bisher noch gar nicht in die Verlegenheit geraten, große Enttäuschungen zu produzieren, wie sie etwa bei gescheiterten klinischen Versuchen auftreten. „Der Markt wurde noch gar nicht richtig getestet“, warnt Ansbert Gaedicke von der Venture-Capital-Gruppe MPM. Allerdings räumen selbst Skeptiker ein, dass der Feuertest für die Branche - die erfolgreiche Entwicklung neuer Medikamente - mittelfristig auch positive Überraschungen hervorbringen kann.




Antworten
Reila:

Hi, Ihr Biotech-Ignoranten,

 
23.11.00 23:44
da predige ich hier seit Wochen Biotech und keiner hört auf mich.
Mal ein paar Zahlen aus "Der Aktionär": "Vergessen sie nicht, daß die Marktkapitalisierung der gesamten US-Biotechnologie lediglich 360 Milliarden Dollar beträgt. Allein die US-High-Techs Cisco, Microsoft und Intel bringen zusammen 1,04 Billionen dollar auf die Waage - ..."

Nun, vielleicht erwartet ihr ja von Microsoft oder Intel sagenhafte Blackbuster mit irrsinnigen Gewinnsteigerungen.

Vielleicht erwartet ihr vor Einführung neuer Medikamente aus einer völlig revolutionären Technologie bei Biotechs schon ein KGV wie bei einem Witwen- und Waisen-Papier. Dann kauft doch Witwen- und Waisen-Papiere.

Ich kaufe Biotechs nach. Gerade jetzt. Wolln doch mal sehen, wer da gewinnt.

R.
Antworten
ecki:

Ich hab am Zeitschriftenstand auch kurz rumgeblätt

 
23.11.00 23:49
ert im Aktionär:
Weiterhin war zu lesen: Kundenpotential im Internet zur Zeit einige 100 Millionen, bei Medikamenten 6 Mrd! Wobei ein Großteil natürlich die Hightexchpräparate niemals bezahlen können wird.
Wer hat damit das Potential auf Steigerungsraten? IT oder Biotech?
Da ich aber die Einzelaktien fundamental nicht analysieren kann, hoffe ich auf den Sachverstand von Fondmanagern im Biotechbereich.
Antworten
Reila:

Ein Wort zum Sachverstand, ecki.

 
24.11.00 00:10
Ob junge, betriebswirtschaftlich ausgebildete Fonsmanager Sachverstand im Biotech-Sektor haben, darf man getrost bezweifeln. Auch ich habe keinen medizinischen Sachverstand. Auch die Befragung Deines Hausarztes zu diesem Thema wird nicht mehr erbringen als die Auskunft Deines Automechanikers zur künftigen Kursentwicklung von Ford, Daimler-Crysler oder Hyundai.

Aber eines weiß ich ganz genau: Bei jedem neuen Computer, den ich kaufen will, werde ich vorher genau überlegen, ob ich ihn wirklich brauche. Und ich werde um den Preis feilschen. Änliches gilt für fast alle Waren.
Wird mir aber ein lebensverlängerndes Medikament angeboten, werde ich mein letztes Hemd dafür geben.

Mit ein wenig Streuung in Aktien von Firmen, die mehrere Medikamente in dert Pipeline haben (Dazu findet man Nachrichten), kann man wohl nicht viel falsch machen.

Macht doch alle, was ihr wollt. Zu Biotechs ist inzwischen alles gesagt. Die meisten werden es erst glauben, wenn die Kurse explodiert sind. Dann wird es aber schon Zeit zum Verkaufen sein. Schlaft weiter.

Gute Nacht.

R.
Antworten
zit1:

hallo Reila!

 
24.11.00 00:15
biotechs ok, aber welche, wann, zu welchen preisen?
viele sind fundamental 'n bisschen teuer und sehen auch charttechnisch nicht so dolle aus.

a. zu welchen preisen würdest du folgendes kaufen:
medimmune/genentech/qiagen/aviron/lion bioscience

b. was sind deine favouriten?

gruß + prost
Zit
Antworten
Reila:

Hi, Zit,

 
24.11.00 00:49
wieso sind denn Biotechs fundamental teuer? Biotechs sind aus o.g. Gründen spottbillig. Ich rede hier nicht von Analyse, sondern von Spekulation.
Sie kann in einigen Fällen schief gehen. (Ich habe z.B. nach dem Kurssturz wegen der Nichtzulassung eines Medikamentes vor einigen Wochen Cell Pathways gekauft und noch inzwischen ca 1 1/2 Jahre Zeit bis zum Burn Out.) Diese Aktie würde ich wegen des Risikos niemandem empfehlen.)
Viele Fallstricke liegen auf dem Weg einiger Biotechs. Keiner kann sie alle kennen. Man brauch etwas Mut und Risikobewußtsein und Glauben an die Richtigkeit der eigenen Ideen.
Heute wissen wir alle, was wir für Geld gemacht hätten, wenn wir nach den Fernsehspots von Cisco ein paar Aktien gekauft hätten. Selbst eine Investition zu je 50 % in Gigabell und Cisco wäre langfristig keine dumme Idee gewesen. Dummerweise ist es heute etwas spät für uns zögerliche.
Ich werde in den nächsten Tagen das letzte von mir zusammengekratzte Geld in Biotechs anlegen, ca. DM 50.000. Ich werde die Käufe hier posten.

R.

PS: Die genauen Kaufkurse sind bei den starken Schwankungen für mich weniger wichtig als die Auswahl der Aktien.

PS2: Die Biotechs haben charttechnisch nur wegen der Meinung eines namhaften Anlegermagazins gelitten. "Die spinnen, die Römer." hätte ein Gallier gesagt. Für mich haben sie aber traumhafte Einstiegskurse geschaffen.
Antworten
zit1:

sorry Reila,

 
24.11.00 01:37
deine strategie ist nicht mein ding.
ich habe übrigens bereits seit 95' biotechs gekauft und meine gewinne in den letzten monaten zum großen teil realisiert.
jetzt schaue ich erstmal zu wie die zocker ins offene messer rennen und steige um einiges billiger bei den echten biotech-investments wieder ein.
bedenke:
in der biotechbranche werden, ebenso wie immer, viele krauterbuden gar keine daseinsberechtigung erlangen, veschwinden, pleite gehen, dich vorher abzocken, etc. (siehe internet.....).
zu deinem schwachen beispiel:
du hättest ca. 50 giga - und konsorten- aktien (wasfürneabgefucktescheißeistdasüberhaupt? ;-D) kaufen müssen um überhaupt eine cisco dabeizuhaben.
zu ps2: natürlich verkaufen milliarden schwere market-maker wegen dieses anlegermagazins ihre aktien. glaubst du das etwa wirklich?
"aufwachen" kann ich nur empfehlen.
was ich aber wirklich toll finde ist die tatsache, daß du kaum auf die kaufkurse schaust. großes lob - scheiß preisbewußtsein. es müßte z.z. noch mehr menschen deines schlages geben ..... ;-).

byebye und viele traumhafte einstiegskurse,
Zit
Antworten
karo:

@Zit

 
24.11.00 07:59
da der mensch nicht in der lage ist sein gesammtes potenzial an phantasie einzusetzen um etwas vernünftiges mit dem net zumachen,denke ich,dass es nur auf geld machen rausläuft.eine wichtige sache,das sammeln u. verwalten von wissen der menschheit,bringt nix,ergo brauchen wir es nicht.daher wird es nur noch wenige firmen in diesem bereich geben,die sehr gut laufen.
bei den bios stehen wir ganz am anfang.durch das net sind diese firmen nun in der lage das wissen voll einzusetzen.ohne der entwicklung der pc,des net
u. der dem entsprechenden software wäre dies nie möglich gewesen.nur ist hier der fall auf den kopf gestellt,erst das wissen,dann der profit.von dem
standpunkt aus,sage auch ich,dass die bios besser laufen.aber wie immer,holzauge sei wachsam.
meine favoriten sind:MILLENIUM- der bio,der es als erster schafft medikamente selbst zu vermarkten.VERTEX- alle in der entwicklung befindliche präparate sind schon verkauft.dadurch gibt es lizenseinnahmen für weitere forschungen u. neue präparate.
desweiteren:protein design labs,sephracor,myriad,supergen,mologen,medigene.
zum spekulieren:antisoma,id biomedia,onyx.
von den analytikern wie:morphosys,lion,informax würde ichdie finger lassen,da die bios bald eigene programme haben o. diese aufkaufen.
wie du ja weisst,erwischt man nie den richtigen zeitpunkt zum einstieg.der bericht von barrons hat aber einen sehr guten geliefert,da ich ihn als kontraindikator werte.den herren von barrons sei dank!
wenn also jemand in bios investiert kann ich ihm nur folgendes(aus eigener erfahrung)sagen:die aktie laufen lassen u. mit engen sl absichern.wenn ein medikament nicht zugelassen wird,fallen die ruck zuck 30% u. mehr.dieses risiko ist da,da nur etwa jede 10te entwicklung auf den markt kommt.
somit vermeidet man ein hohes risiko,die gewinne werden mitgenommen,u. man kann nach der bodenbildung wieder billiger rein.
ich hoffe,du bist mit der ausführung zufrieden.
gruss karo

p.s.:es gilt aber wie immer;selbst gedanken machen,recherchieren u. handeln.
    denn es ist nicht ausgeschlossen,das es nochmals knallt.

Antworten
zit1:

hallo karo!

 
24.11.00 11:43
thanx für die interessanten anregungen.
millenium und vertex habe ich ebenfalls schon in betracht gezogen -
das sind echte blue-chips in der branche.
es wird allerdings noch weiter knallen - die übertriebenen bewertungen müssen erstmal weiter abgebaut werden.
ich nutze tage wie heute zum abbau von positionen.
die baisse wird sich noch weiter fortsetzen.
so long,
Zit
Antworten
Reila:

Hi, Zit,

 
24.11.00 13:05
Da haben wir uns aber gründlich mißverstanden. Was ich meinte ist, hätte ich Cisco früh gekauft, hätte ich Verluste mit beliebigen anderen Aktien locker überkompensieren können.
Du erwähnst Internetwerte als Basis für Abzockerei. Quatsch. Internet WAR ein Megatrend. Wer das rechtzeitig erkannt hatte und nicht vergessen hatte, auf dem Höhepunkt der Euphorie wieder zu verkaufen, konnte ein Vermögen machen.
Ich möchte den nächsten gewaltigen Trend nicht verpassen. Der heißt für mich Biotechnologie. Außer Quiagen sehe ich hier überwiedgend amerikanische Werte, da ich eben nicht in kleine Klitschen investieren möchte, auch, wenn sie noch so hoffnungsvolle Meldungen bringen wie z.B. November.

Beste Grüße

R.
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