jetzt ok ?
nix für ungut will dich auch nicht beleidigen und du hast ja auch recht !!
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https://blogs.sciencemag.org/pipeline/archives/...l-vaccine-candidate
In den Kommentaren berichtet der/die eine oder andere von eigener Erfahrung als Testkandidat. Bislang offenbar alles im grünen Bereich. Scheint auch so, daß die aufgeklärten Testfreiwilligen, um die es sich bei der Blog-Leserschaft sicherlich handelt, sich bewusst für den BT/Pfizer statt den Moderna-Impfstoff entschieden haben, Moderna soll wohl Probleme haben, genügend Freiwillige zusammen zu bekommen, warum auch immer.
Auch interessant, aus dem Reuters-Link oben: Pfizer berichtet von z.Z. 19% Schwarzen/Latinos unter den Freiwilligen.Die Quote ist kritisch, da die FDA für die Zulassung einen angemessenen Anteil an "minorities" an den Testkandidaten verlangt. V.a. Afroamerikaner gelten diesbezüglich als extrem zurückhaltend, da gab es wohl letztes Jahrzehnt ein paar Phase3-Studien, die ziemlich schiefgegangen sind. Die 19% sind zwar noch nicht repräsentativ (und offenbar auch unter der von Pfizer angestrebten Quote), aber schon mal besser als gar nichts. Ich denke, hier zahlt sich die PR/ Marketing-Erfahrung von Pfizer aus. Kann noch ein ganz entscheidender Vorteil gegenüber Moderna und CureVac werden.
Im übrigen sucht sich Pfizer offenbar auch ganz bewusst Testregionen mit hohem Minderheitenanteil aus, wie zuletzt Nashville (28% Afroamerikaner), oder vorher schon Austin
https://www.trialsitenews.com/...son-county-public-health-department/
https://www.trialsitenews.com/...ead-the-way-with-covid-19-hospitals/
Über 4.000 Erstgeimpfte schon in Argentinien - der move war zweifellos auch clever. Die alleine müssten - so nichts gravierendes schiefgeht - schon reichen, um die gut 3.500 Testkandidaten zusammen zu bekommen, die für außergewöhliche Zulassung in der EU erforderlich sind. Braucht jetzt noch maximal 5 Wochen bis zur letzten Blutabnahme, plus 1-2 Wochen zur Datenaufbereitung / Präsentation. Ich denke mal, am Mo., 12.10., liegt Biontechs Zulassungsantrag bei der EMA auf dem Tisch..
Bin mir nicht sicher.
Grundsätzlich funktioniert die Immunreaktion ja auf zwei Ebenen:
1. Kurzfristig werden verschiedene Antikörper im Blut, den Muskeln und entlang der Atemwege gebildet; die verschwinden aber relativ schnell (3 -5 Monate) wieder (übrigens nicht nur bei CoViD19, auch bei Grippe etc.)
2. Das langfristige "Immungedächtnis" funktioniert über die T-Zellen (Untergruppen der weissen Blutkörperchen), die, soweit vorhanden, bei Feststellung einer Neuinfektion erneut die Bildung von Antikörpern anregen.
Wie lange die T-Zellen-Immunität für CoViD19 anhält, ist derzeit noch unbekannt, und mag auch Impfstoff-abhängig sein. Da gibt es ganz ermutigende Signale aus der Langzeitbeobachtung von SARS1 und MERS, und auch aus neuen Studien (s.u.), aber endgültige Klarheit werden wir erst in 10 Jahren haben.
https://blogs.sciencemag.org/pipeline/archives/...oronavirus-immunity
https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/...-Masken-et-al-410212.html (u.a. Beitrag v. 30.7.)
Je "spezifischer" ein Impfstoff ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die gebildeten Antikörper zwischenzeitliche Mutationen des Virus nicht erfassen, was letztlich sogar kontraproduktiv sein könnte. SARS-Cov2 mutiert zwar relativ langsam, weit langsamer als z.B. Grippe-Viren, aber er mutiert. Und von Katzen-Corona ist bekannt, dass solche Mutationen auch den Spike betreffen können.
Wieweit dies aber letztlich überhaupt zum Tragen kommt, hängt davon ab, (a) wie robust die T-Zellen-Reaktion des Impfstoffs ist, und (b) wieweit diese T-Zellen dann auch neue Mutationen erfassen. Und gerade zu letzterem stimmen die oben zitierten Studien, nach denen zwischen 28% (Schweden) und 34% (Charite) der Blutspender aus 2019 (vor CoViD2!) bereits aus älteren Erkrankungen mit anderen Corona-Viren gegen SARS-CoV2 immunisiert waren, hoffnungsvoll.
Kann aus ethischen Gründen am Menschen nicht direkt getestet werden, d.h. durch gezielte CoViD-Infektion von Geimpften. Der Nachweis muss indirekt erfolgen, durch Vergleich der Erkrangkungsrate bzw. der Schwere der Erkrankungen von Geimpften zu Nichtgeimpften. Daher erfolgen die Phase-3-Studien auch weitgehend in Ländern mit derzeit hoher Infektionsdynamik (USA, BRA, ARG, SA etc.), und eben nicht in D, UK, China etc.
Ob ein solcher Nachweis tatsächlich auf statistisch signifikantem Niveau geliefert werden kann, bleibt abzuwarten. Falls nicht, kommt trotzdem "außergewöhnliche Zulassung" in Frage. Dazu gibt es Präzedenzfälle (Ebola-Impfstoffe), bei denen letztlich nur eine Abwägung zwischen Nebenwirkungen und potentiellem Nutzen (Labor, Tierversuche) erfolgte.
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