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Zahl der Neuinfektionen steigt weiter – Millionen Impfdosen ungenutzt
7.21 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen steigt weiter leicht an. Landesweit lag die Inzidenz am Dienstag bei 25,4 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche, wie das Robert Koch-Institut (RKI) meldete. Am Montag hatte der Wert bei 24,5 gelegen. Registriert wurden den Angaben zufolge innerhalb eines Tages 610 neue Fälle, zudem vier Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus.
Am höchsten fiel die Inzidenz in Solingen mit 50,2 aus – gefolgt vom Rhein-Erft-Kreis (43,8), von Düsseldorf (41,3) sowie von der größten NRW-Stadt Köln mit 39,8. Auf den niedrigsten Wert landesweit kamen dagegen der Kreis Euskirchen (7,7), der Kreis Olpe (9,7) sowie Bottrop mit einer Inzidenz von 10,2.
Während die Zahl der Neuinfektionen weiter steigt, liegen im nordrhein-westfälischen Zentrallager für Corona-Impfstoffe einem Medienbericht zufolge 2.308.780 Impfdosen, für die es in NRW aktuell keine Interessenten gebe. Das habe eine Inventur im Auftrag des Düsseldorfer Gesundheitsministeriums ergeben, berichtete das „Westfalen-Blatt“ (Dienstagsausgabe). Der Lagerbestand sei durch Zuweisungen des Bundes entstanden, die sich nach der Einwohnerzahl richteten. Das Impfinteresse habe aber in Teilen der Bevölkerung nachgelassen.
Es handele sich bei den Beständen um Impfstoffe aller Hersteller – von Biontech, Moderna, Astrazeneca und in kleinerem Umfang von Johnson & Johnson. Kein Impfstoff sei derzeit vom Verfall bedroht, zitierte das Blatt einen Ministeriumssprecher. So würden die ersten Fläschchen von Biontech am 1. Oktober verfallen, die letzten am 30. November. Die Dosen von Johnson & Johnson seien sogar bis 2023 haltbar. Der Impfstoff gehöre dem Bund. Berlin bereitet eine Rücknahmeaktion vor, über die Menge werde zwischen Land und Bund noch beraten.