Zu BNT316: "Gemeinsam mit unserem Partner OncoC4 haben wir bislang Daten an mehr als 1.000 Patienten generiert." An erster Stelle wird dabei NSCLC genannt. Im Zusammenhang:
CEO präsentierte am 13.1.2026 bei JP Morgan:
"Kommen wir nun zu Gotistobart. Während Pumitamig darauf abzielt, die Checkpoint-Blockade zu verbessern, ist Gotistobart ein Antikörper, der über die reine Checkpoint-Blockade hinausgeht. Es handelt sich um einen Antikörper, den wir in Partnerschaft mit OncoC4 entwickeln. Er weist einen differenzierten Wirkmechanismus auf, indem er regulatorische T-Zellen im Tumormikromilieu selektiv abtötet. Und ich möchte ausdrücklich betonen, dass es sich hierbei nicht einfach um eine weitere CTLA-4-Blockade handelt. Vielmehr handelt es sich um einen Mechanismus zur Eliminierung regulatorischer T-Zellen, mit dem sich mehrere Mechanismen adressieren lassen, da regulatorische T-Zellen nicht nur CTLA-4 nutzen, sondern auch als IL-2-Falle wirken. Zudem vermitteln sie Inhibition über Zell-Zell-Kontakt. Durch die Eliminierung regulatorischer T-Zellen erreichen wir daher einen deutlich potenteren Mechanismus.
Gemeinsam mit unserem Partner OncoC4 haben wir bislang Daten an mehr als 1.000 Patienten generiert. Das Programm befindet sich nun in der zulassungsrelevanten Entwicklungsphase bei plattenepithelialem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs in der Zweitlinie und hat vor Kurzem von der FDA den Orphan-Drug-Status erhalten. Parallel dazu evaluieren wir Gotistobart in Proof-of-Concept-Kombinationen, unter anderem mit Radioligandentherapien, mRNA-Immuntherapien und ADCs.
Gotistobart (auch BNT316 bzw. ONC-392) wird gemeinsam von BioNTech und OncoC4 als tumormikroumgebungsselektiver, auf CTLA-4 gerichteter, regulatorische T-Zellen depletierender Antikörper entwickelt."
Hier der Originalwortlaut:
"While Pumitamig is intended to improve on checkpoint blockade, Gotistobart is an antibody which goes beyond checkpoint blockade. It's an antibody partnered with OncoC4. It has a differentiated mode of action by selective killing of regulatory T cells in the tumor microenvironment. And I would like to clearly state this is not just another CTLA-4 blockade. This is a mechanism of killing of regulatory T cells that allows to address multiple mechanisms because regulatory T cells not only use CTLA-4, but they act as an IL-2 trap. They have inhibition by cell-cell contact. So by eliminating regulatory T cells, we accomplish a much more potent mechanism.
Together with our partner, OncoC4, we have generated data in more than 1,000 patients so far. The program is now in pivotal phase development in second-line squamous non-small cell lung cancer and has received recently from the FDA orphan drug designation. In parallel, we are evaluating Gotistobart in proof-of-concept combinations, including radioligand therapies, mRNA immunotherapies and ADCs."
Das stützt erneut meine Meinung, dass über 500 Patienten in der Stage-2-Studie bereits rekrutiert, behandelt und ausgewertet werden. Warum ist das so wichtig? Weil sich mathematisch daraus herleiten lässt, wann die Daten statistisch belastbar und damit zulassungsfähig werden.
Wer bis hierher gelesen hat, bekommt zur Belohnung noch ein Extra:
CEO: "Unser Ziel ist es, die Zahl der Patienten, die von einer wirksamen Krebsimmuntherapie profitieren können, substanziell zu erhöhen. Wir sind der Überzeugung, dass Pumitamig das Potenzial hat, erstens die Immunonkologie-Medikamente der ersten Generation in mehreren Indikationen zu ersetzen und zweitens die Reichweite der Immunonkologie auf neue Einsatzgebiete auszuweiten. In beiden Szenarien besteht ein erheblicher ungedeckter medizinischer Bedarf, der durch verschiedene häufig auftretende Krebserkrankungen bedingt ist."
Allein dies ist auch wieder eine bemerkenswerte starke Aussage.
(1) BNT327 in die Erstlinie und
(2) Keytruda ersetzen (30 bn USD p.a.)
(3) sowie neue Bereiche (also Indikationen, die selbst Keytruda bisher nicht kann)
(also glaubt man an deutlich zweistelliges Mrd.-USD-Umsatzpotenzial pro Jahr.
Kein Wunder, dass BristolMS sich mit über 11 Mrd. bei Biontech eingekauft hat)
Wer jetzt immer noch weiterliest, bekommt jetzt noch einen Bonus:
Biontech nutzt jetzt zusätzlich Curevac-Patente und holt sich sogar das Geld für das Curevac-Investment zurück seitens Moderna.
Das hatte ich bereits vermutet, dass die Curevac-Patente stärker und älter als die Moderna-Patente sind. Unklug ist es, Biontech zu verklagen. Dafür sind die Vorstände einfach zu schlau.
BioNTech hat heute am 19.02.2026 beim US-Bundesgericht in Delaware (District of Delaware) Klage gegen ModernaTX Inc. eingereicht.
Gegenstand ist das Covid-19-Vakzin mNexspike von Moderna, das nach Auffassung von BioNTech ein US-Patent von BioNTech zur Coronavirus-Impfstofftechnologie (US-Patent Nr. 12,133,899) verletzt.
Die Klage trägt die Bezeichnung "BioNTech SE v. ModernaTX Inc., No. 1:26-cv-183 (D. Del.)."
news.bloomberglaw.com/ip-law/...ntech-patent-new-lawsuit-says