Dieses Forum, bietet einen sehr guten Überblick darüber, was es so alles an unterschiedlichen „Anlegertypen“ gibt.
Da haben wir zuerst einmal, den ungeduldigen Typ. Ihm dauert das Alles zu lange hier, er fordert aus seiner Logik, damit der Kurs bald steigt, z.B. ein Aktienrückkaufprogramm, oder als völlig konträre Alternative dazu, wird auch gerne gefordert, eine Kapitalerhöhung durchführen zu wollen, um gegebenenfalls, das vermeintliche Angebot an Anteilsscheinen erhöhen zu wollen.
Frage: Kann das so funktionieren wollen ?
Antwort: Vermutlich eher nein.
Begründung: Der Rückkauf von Aktien, oder gar noch extremer, ein evtl. sog. Reverse Split, würde nur dann Sinn machen, wenn das Unternehmen nichts mit seinen Erträgen anzufangen wüsste. Somit scheidet das sog. ARP aus, da BNTX extrem in Forschung und Entwicklung investiert. Zusätzlich dem Umstand geschuldet, kleinere Firmen zu übernehmen (zuletzt Phagomed), wie derzeit in Österreich vollzogen, angeht. Siehe Quelle hierzu: transkript.de/news/...-mainz-und-kauft-in-oesterreich-zu.html
Eine noch extremere Verknappung der Anteilsscheine ließe sich durch einen vorgenannten „Reverse Split“ vollziehen. Dieses Instrument wird oftmals dann genutzt, wenn ein Aktienkurs eines Unternehmens z.B. nicht die 1 Dollar Marke nachhaltig halten kann. Es handelt sich dabei meist um sog. „Junk Aktien“ (meist Pink Sheets Nasdaq Aktien) was sicherlich nicht einer BioNTech, derzeit entspricht.
Eine zusätzliche Verknappung, egal ob durch ARP oder sogar durch einen Reverse Split, würde Nichts an den derzeitigen, vermeintlichen „Problemen“ ändern wollen. Eher im Gegenteil, der daraus resultierende „Hebeleffekt“ würde bei einem evtl. nachgebenden Kurs, noch gewaltiger wirken wollen.
Eine Kapitalerhöhung, unter Ausschluss der Alteigentümer, müsste vorher zum tatsächlichen Nachteil der Alteigentümer, eben von diesen selbst auf Antrag, meist auf einer Hauptversammlung, beschlossen werden. Wer glaubt daran, vermutlich eher Niemand.
Eine Kapitalerhöhung, mit Beteiligung der Alteigentümer, würde vermutlich dazu führen wollen, dass diese (Alteigentümer) die Erhöhung, in vollem Umfang, würden abermals zeichnen wollen. Kleinanleger, die nicht so liquide wären, würden dann, unter einem gewissen „Verwässerungseffekt“ leiden müssen.
Eine Erhöhung des „Freefloat“ würde eher marginal stattfinden wollen, und am vermeintlichen „Problem“ nichts ändern können, bzw. würde nur dann einen Sinn ergeben wollen, sollte BioNTech tatsächlich ein anderes „Börsenschwergewicht“ übernehmen wollen. Diese Spekulation ist zwar nicht ausschließlich, aber als eher sehr unwahrscheinlich anzusehen.
Als Nächstes hätten wir dann im Bereich der Anlegertypen, den sog. „Realitätsverweigerer“.
Eine schwierige „Spezies“ weil nur ER oder eben auch SIE, die Angelegenheit stets vollkommen richtig sieht. Andere Meinungen werden strikt abgestraft bzw. ignoriert, oder sogar als direkte Aufforderung, des Forums verwiesen.
Jede Nachricht, sei diese auch noch so hinfällig, da diese Nichts oder so gut wie nicht nachvollziehbar ist, wird als scheinbarer Erfolg beschrieben.
Jede gegenläufige Meinung als die Eigene, wird als unwichtig, uninteressant gebrandmarkt.
Beispiel: Das beste Beispiel dazu, sind u.a. das Darstellen wollen, von sog. „Shortquoten“. Diese sind an dem Tag, wo sie veröffentlicht werden, schon längst wieder Geschichte. Sie sind bewusst, sehr nebulös und eher ungenau gehalten, und daran haben die „Shorties“ auch, ein massives Eigeninteresse, dass dies auch so bleibt. Eine nachfolgend selbst überschätzende Interpretation der Quoten, ähnelt somit eher einem Glücksspiel, denn einem tatsächlichen Fakt. Mehrwert somit für uns praktisch Null.
Noch unwichtiger, ist das permanente Offenlegen wollen, welcher institutionelle Anleger, wie viele Anteile neu erworben bzw. abgestoßen hat oder hatte.
Wenn ein Investor, nachhaltig und längerfristig investiert, dann wird er dies öffentlich und medienwirksam bekannt geben wollen, schon einmal seinem Eigennutz geschuldet. Bestes Beispiel hierfür immer mal wieder, die Gangart eines u.a. Warren Buffett.
Fast alles Andere, fällt unter den vermeintlichen Begriff, eher kurzfristig denn längerfristig engagiert zu sein. Sicherlich gibt es hierbei auch Ausnahmen, aber grundsätzlich eher zu vernachlässigen.
Warum ist das so ?
Weil Beteiligungen aus einer bereits vollzogenen Vergangenheit resultieren, sprich die Wertpapierkäufe sind bereits erfolgt, und können somit nicht mehr „Kaufdruck“ erzeugen. Zusätzlich dem Umstand geschuldet, dass sowohl die Käufe als auch Verkäufe, ebenfalls sehr nebulös dargestellt werden, und keiner zeitnahen Aktualisierung unterliegen. Auch hier wieder kann nicht ausgeschlossen werden, das die Kameraden der „Short Fraktion“ sich unter den vermeintlichen Käufergruppen, befinden.
Die einzigen Ausnahme im Bereich der institutionellen Beteiligungen, welche tatsächlich „kursbewegend“ sein können, bilden die Beteiligungen von sog. „Orakel Beteiligungen“ oder auch „disruptive Beteiligungen“ bzw. im Bereich von Rohstoffen u.a. eines Eric Sprott, ab.
Gibt z.B. ein Warren Buffett, oder auch eine Cathie Wood zum Besten, er oder sie steigt z.B. bei BioNTech ein, kennt der Kurs, schlagartig und urplötzlich keine Grenzen mehr. Egal was vorher gewesen sein mag, die Aktie steigt.
Warum ist das so ?
Weil alle Marktteilnehmer wissen, hierbei handelt es sich nicht um „Zocker“ sondern um vermeintliche Langfrist-Investoren“ sog. „Ankerinvestoren“ welche dem Unternehmen, zeitgleich durch ihre Beteiligung, eine gute Zukunft bescheinigen. Eine der eher seltenen vertrauensbildenden Maßnahmen, welche es am Kapitalmarkt, nur noch sehr limitiert zu geben scheint.
Eine solche Meldung, über einen tatsächlich nachhaltigen Investor, das wäre natürlich eine Meldung wert. Alles Andere ist meist nicht das Papier wert, auf dem es geschrieben wurde.
Kommen wir nun zu den vermeintlich größten der „Manipulatoren“, den Analysten.
Eine augenscheinlich sehr schwer zu durchschauende „Spezies“ am Kapitalmarkt.
Der Wahrheitsgehalt ihrer „Schätzungen“ liegt nicht immer zwingend, an ihrer tatsächlich, eigenen Beteiligungshöhe, am zu bewertenden Unternehmen.
Grund: Aus einer vormaligen Beteiligung, welche evtl. dann teilweise, unauffällig in den Markt verkauft wurde, kann auch ein Unternehmen betroffen sein, da das Kursziel wissentlich zu hoch angesetzt wurde, die Papiere jedoch vormals bereits günstiger erworben wurden. Entscheidend ist eben nur für die Bank, der tatsächliche Kaufzeitpunkt (Durchschnittspreis) des gesamt Paketes. Die Bank (der Analyst) verdient dann eben auch mal ganz gern, an einem fallenden Kurs. Ein Grundstock an Aktien, bleibt jedoch bei einem aussichtsreichen Unternehmen, fast immer im Bestand. Die Bank verdient fast immer zusätzlich, an der Volatilität einer Aktie, obendrein bedingt durch die zusätzliche Ausgabe von u.a. Optionen und anderen, von der Bank initiierten „Wettscheinen“.
Als ein eher schlechter Ratgeber dürfte im Fall von BioNTech u.a. Golman Sachs angesehen werden können.
Beispiel: Goldman Sachs am 11.08.2021 = Kurziel von 173 $ auf 433 $ für BNTX angehoben.
Nachfolgend: Am 11.11.2021 = Golman Sachs senkt sein Kursziel für BNTX von 433 $ auf derzeit aktuell 289 $. (Tendenz: Sehr chaotisch)
Nicht viel anders verhält es sich z.B. bei H.C. Wainwright am 12.08.2021 = Kursziel von 194 $ auf 330 $ angehoben.
Nachfolgend: Am 10.11.2021 = H.C. Wainwright am 10.11.2021 erhöht sein Kursziel abermals von 330 $ auf derzeit aktuell 360 $. (Tendenz: Grundsätzlich eher steigend/positiv)
Welche der beiden hier ausgewählten „Analystenhäuser“ vermutlich näher an einem tatsächlichen (Zeit) Wert für BioNTech zutreffen mag, überlasse ich dem geneigten Leser selbst.
Viel auffälliger ist jedoch, nach meinem Dafürhalten, die augenscheinliche „Bewertungshistorie“.
Beispiel: Goldman Sachs. Von ursprünglich 173 $, sagen wir einmal „sehr konservativ“, zu 433 $ also eher etwas „überschwänglich“, danach zurück auf 289 $, einem eher etwas verhaltenen Ausblick. Der Analyst scheint ein Freund der schlagenden Dynamik zu sein.
Lustiger Weise, nimmt man von beiden „Analystenhäusern“ den vermeintlichen Durchschnitt, so sind beide wieder als ziemlich vereint anzusehen. Der durchschnittliche Wert liegt somit bei Goldman Sachs bei 298,33 $, als auch bei H.C. Wainwright bei 294,66 $.
Wer wird, zu mindestens in Bezug auf BioNTech die u.a. Goldman Sachs Analysten noch wertschätzen wollen? Sicherlich man kann mal daneben liegen, oder war dies eher ein Teil der „Inszenierung“ von Goldman selbst ?
Die Antwort darauf schenke ich mir, bleibt jedoch anzumerken, alles sehr fadenscheinig und eher wenig verlässlich, und sollte uns als eine Lehre daraus gebieten wollen.
Nachdem wir nun wissen müssten, es nutzt Nichts etwas erzwingen zu wollen, bleiben die Fragen offen, was könnte uns tatsächlich derzeit, nachhaltig dienlich sein?
Als grundsätzlich essenziell, dürfte das eigene Wachstum, als auch die hoffentlich erfolgreiche Innovations- Pipeline von BioNTech behilflich sein. Also der wissentliche Erfolg durch eigene Wertschöpfung ist der unstrittige Hauptbestandteil für einen steigenden Aktienkurs. Dieser wiederum benötigt einfach nur Zeit.
Die vermutlich wichtigere Frage, welche die Meisten hier umtreiben dürfte, ist aber, was brauchen wir aktuell, um nicht verharren bzw. sogar abermals abstürzen zu wollen?
Die Antwort hierzu scheint relativ schwer zu finden zu sein, aber ist das wirklich so?
Die Menschheit selbst wird durch ihr eigenes, extrem individualisiertes Verhalten, augenscheinlich dazu beitragen wollen, dass wir vermutlich ohne u.a. Covid Impfstoffe, die nächsten Jahre nur schwerlich auskommen werden. Gut für u.a. Moderna und BioNTech, eher schlecht für unsere Freiheit.
Zeitgleich hat der größte Konkurrent von BioNTech, diverse Probleme, z.B. Lieferprobleme, Zulassungsprobleme, Patentsicherungs- als auch Lizenzierungsprobleme (spez. Patent 069 als auch 070), Probleme bei der Qualitätssicherung usw.
Je mehr sich diese Probleme an einer Öffentlichkeit offenbaren werden, desto größer dürfte die Nachfrage für BioNTech daraus resultieren.
Bezüglich der neu hinzugewonnenen Medikationen, der „Pille danach“ (Merk, Pfizer etc.) dürfte sich bald Ernüchterung breit machen wollen, da diese Medikamente nicht, ausschließlich grundsätzlich, präventiv wirken können. Der ausschließliche Schutz der internationalen Volkswirtschaften, funktioniert eben nur durch Prävention, und eben nicht durch eine nachfolgende Medikation. Die Medikation stellt ohne Zweifel einen weiteren, wichtigen „Schlüssel“ zum Schutz vor dem vermeintlichen Covid- Tod dar, ist aber nicht zwingend als erste Instanz zu verstehen.
Der Faktor Zeit, spielt für BioNTech in jeglicher Hinsicht die größte Rolle, sowohl im positiven Sinne, als auch eher im Bereich einer notwendigen Geduldsphase.
Positiv im Lichte betrachtet, wie schnell es mit der mRNA Technologie möglich sein dürfte, auf etwaige neue Covid 19 Virusvarianten, durch vormalige Mutationen, reagieren zu können.
Die notwendige Geduldsphase resümiert aus den diversen Forschungsprojekten, welche natürlich teilweise auch scheitern könnten.
Da jedoch hier gleich mehrere „Pferde“ im Rennen sind, wird schon das Eine oder Andere durchkommen wollen. Die daraus resultierenden positiven „Zwischenergebnisse“ werden der Treibstoff sein, den es tatsächlich braucht, um den Aktienkurs, nachhaltig positiv befeuern zu können. Dies gilt selbstverständlich für beide der derzeitigen mRNA Spezialisten, Moderna als auch BioNTech.
Fazit: Wir brauchen weder Kapitalerhöhungen noch Aktienrückkaufprogramme. Wir brauchen erst recht keine „heuchlerisch“ übertriebene Analysten Schätzungen, und schon erst recht keine „Zocker Beteiligungen“ am Unternehmen, seien diese auch in noch so scheinbar „glanzvolle Namen“, „Gold schimmernd“ verpackt. Alles was wir vermutlich tatsächlich nur brauchen, scheint abermals lediglich etwas Geduld und Glück zu sein.