Chinas erster selbst entwickelter mRNA-Impfstoff sollte bereits im Oktober d.J. in die Massenproduktion gehen und eine Jahreskapazität von 200 Millionen Dosen haben.
Das scheint wohl doch (noch) nicht geklappt zu haben, oder? Wo bleibt denn nun dieser tolle China-Impfstoff, von dem in der „Global Times“ am 09.09.21 u.a. zu lesen war, dass er Im Vergleich zu den in den USA und Deutschland entwickelten mRNA-Impfstoffen sogar viel sicherer ist, da die Auswahl des Impfantigens präziser ist und mehr neutralisierende Antikörper gebildet werden?
Ich denke, die Chinesen haben mal wieder (wie schon mit ihrem fragwürdigen Sinovac-Impfstoff) zu dick aufgetragen, während Covid-19 auch in China weiterhin gnadenlos um sich schlägt.
Dennoch glaube ich nicht, dass der Nationalstolz es zulassen wird, dass Comirnaty für die Booster-Impfungen in der Volksrepublik China das OK erhält.
Hier nun der Bericht der Global Times vom 09.09.21 (seither ist rund um diesen chinesischen mRNA-Impfstoff still geworden....):
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Chinas erste Produktionsbasis für einen mRNA-Impfstoff gegen COVID-19, der im Inland produzierte Kernrohstoffe und Ausrüstung verwendet, soll im Oktober in Betrieb genommen werden. Nach Ansicht von Experten beweist dies, dass China die Kerntechnologie für mRNA-Impfstoffe beherrscht, und wird die Massenimpfung im Lande vorantreiben.
Der gemeinsam von der Academy of Military Medical Sciences, Suzhou Abogen und Yunnan Walvax Biotechnology Co. entwickelte mRNA-Impfstoff mit der Bezeichnung ARCoVax wird voraussichtlich im nächsten Monat in der Basis in Yuxi in der südwestchinesischen Provinz Yunnan in die Massenproduktion gehen.
Mit einer Investition von 520 Mio. Yuan (80 Mio. $) hat die Anlage, Chinas erste Produktionsstätte für mRNA-Impfstoffe, die Kapazität, jährlich 200 Millionen Dosen zu produzieren.
Im Vergleich zu den in den USA und Deutschland entwickelten mRNA-Impfstoffen ist der einheimische mRNA-Impfstoff viel sicherer, da die Auswahl des Impfantigens präziser ist und mehr neutralisierende Antikörper gebildet werden, so die Medienberichte.
Die Lagerkosten dieses Impfstoffs sind niedriger als die der ausländischen Impfstoffe, da er in einer Packung mit einer einzigen Injektion verabreicht wird und eine Woche lang bei Raumtemperatur oder lange Zeit bei 4 °C gelagert werden kann, was seine Anwendung erleichtert.
Diese Faktoren heben das einheimische ARCoVax-Produkt von den westlich dominierten mRNA-Impfstoffen der Pharmariesen Pfizer-BioNTech und Moderna ab, die viel niedrigere Temperaturen und strengere Temperaturkontrollen erfordern, so Experten.
Der Impfstoff wird in der Lage sein, die Nachfrage zu befriedigen, sobald er in Produktion geht, da die wichtigsten Rohstoffe und Ausrüstungen für die chinesischen mRNA-Impfstoffe im Inland hergestellt wurden.
Ein in Peking ansässiger Immunologe erklärte am 09.09.21 gegenüber der Global Times, dass der im Inland produzierte mRNA-Impfstoff Chinas enorme Fortschritte in der mRNA-Technologie und die führende Position des Landes in der Biotechnologie beweise.
Diese Technologie könne auch in anderen biomedizinischen Bereichen wie der Onkotherapie und der Behandlung von Gendefekten eingesetzt werden, so der Immunologe.
Am 09.09.21 bestätigte das chinesische Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention, dass einheimische Impfstoffhersteller sowohl für die mRNA- als auch für die Adenovirus-Typen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten eingeleitet haben, um herauszufinden, wie ihre Impfstoffe besser mit Varianten wie Delta und Beta umgehen können.
Yunnan Walvax Biotechnology Co. gab am 31. August bekannt, dass die lokalen Gesundheitsbehörden den Beginn der klinischen Studien in Mexiko und Indonesien für ARCoVax in der Spätphase genehmigt haben.
Chinas Impfstoffoptionen werden durch die gemischte Verwendung verschiedener Typen - inaktiviert, mRNA oder Adenovirus - bereichert, so die Experten.
Der Immunologe ist der Ansicht, dass der erste mRNA-Impfstoff gegen COVID-19 die Massenimpfung des Landes ankurbeln wird, da die Möglichkeit, dass China einen mRNA-Impfstoff als Auffrischungsimpfung einsetzt, nicht auszuschließen ist.
Unquote
www.globaltimes.cn/page/202109/1233797.shtml