Proteaseinhibitor Kombi PF-07321332 mit Ritonavir
Medikamente mit dem Wirkstoff Ritonavir werden in der Therapie von HIV-Infektionen und Aids angewendet. Der Arzneistoff wird innerhalb der sogenannten HAART (hochaktive antiretrovirale Therapie) mit nukleosidischen Reverse-Trankriptase-Inhibitoren und nichtnukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitoren eingesetzt. Ritonavir gehört zur Arzneistoffklasse der Protease-Inhibitoren.
Häufig auftretende Nebenwirkungen (≥1/100 <1/10):
Leukozyten erniedrigt, Hämoglobin erniedrigt, Neutrophile erniedrigt, Eosinophile erhöht, Thrombozyten erniedrigt
Überempfindlichkeit, einschließlich Urtikaria und Gesichtsödem
Hypercholesterinämie, Hypertriglyzeridämie, Gicht, Ödeme, periphere Ödeme, Dehydratation (meist im Zusammenhang mit gastrointestinalen Symptomen)
Schlaflosigkeit, Angstzustände, Verwirrung, Aufmerksamkeitsstörung, Synkope, Krampfanfall
Verschwommenes Sehen
Hypertonie, Hypotonie, einschließlich orthostatische Hypotonie, Kälte der Körperperipherie
Appetitlosigkeit, Blähungen, Geschwürbildung im Mund, gastrointestinale Blutung, gastrointestinale Refluxerkrankung, Pankreatitis
Hepatitis (einschließlich erhöhte GOT, GPT und GGT), Bilirubin im Blut erhöht (einschließlich Ikterus)
Akne
Myositis, Rhabdomyolyse, Myalgie, Myopathie, erhöhte CPK
Vermehrte Miktion, Nierenfunktionsstörung (z.B. Oligurie, Kreatinin erhöht)
Menorrhagie
Fieber, Gewichtsverlust
Amylase erhöht, freies und Gesamt-Thyroxin erniedrigt
Wechselwirkungen
Die Wechselwirkungen von Ritonavir mit anderen Arzneimitteln sind sehr komplex und vielfältig. Vollständige Angaben finden sich in der jeweiligen Fachinformation.
Kontraindikation
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
Bei Patienten mit einer dekompensierten Lebererkrankung darf Ritonavir nicht zur Verbesserung der Pharmakokinetik oder als antiretrovirales Arzneimittel verordnet werden.
Alfuzosin ► erhöhte Plasmakonzentration von Alfuzosin
Pethidin, Piroxicam, Propoxyphen ► erhöhte Plasmakonzentration genannter Verbindungen
Antiarrhythmika wie Amiodaron, Bepridil, Dronedaron, Encainid, Flecainid, Propafenon, Chinidin ► erhöhte Plasmakonzentration genannter Verbindungen
Fusidinsäure ► erhöhte Plasmakonzentration von Fusidinsäure und Ritonavir
Voriconazol ► Erniedrigung der Plasmakonzentration von Voriconazol
Colchicin ► lebensbedrohliche Nebenwirkungen bei Patienten mit eingeschränkter Nieren und/oder Leberfunktion
Astemizol, Terfenadin ► erhöhte Plasmakonzentration von Astemizol und Terfenadin
Rifabutin ► erhöhte Serumkonzentration von Rifabutin
Clozapin, Pimozid ► erhöhte Plasmakonzentration von Clozapin und Pimozid
Quetiapin ► erhöhte Plasmakonzentration von Quetiapin
Ergotamine ► erhöhte Plasmakonzentration der Ergotamine
Cisaprid ► erhöhte Plasmakonzentration von Cisaprid
Lovastatin, Simvastatin ► erhöhte Plasmakonzentration der Statine
Avanafil ► erhöhte Plasmakonzentration von Avanafil
Sildenafil (zur Behandlung pulmonaler arterieller Hypertonie) ►erhöhte Plasmakonzentration von Sildenafil
Vardenafil ► erhöhte Plasmakonzentration von Vardenafil
Clonazepam, Diazepam, Estazolam, Flurazepam, Midazolam (oral), Triazolam ► erhöhte Plasmakonzentration der genannten Verbindungen
Johanniskraut ► erniedrigte Plasmakonzentration von Ritonavir
Schwangerschaft/Stillzeit
Die Anwendung von Ritonavir in der Schwangerschaft sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn der Nutzen das Risiko für den Fötus überwiegt.
Ritonavir hat negativen Einfluss auf die Wirkung oraler Kontrazeptiva. Deshalb sollte während der Behandlung eine alternative, sichere und effektive Empfängnisverhütung angewandt werden.
Wichtige Hinweise
Ritonavir sollte von Ärzten verschrieben werden, die Erfahrung in der Behandlung von HIV-Infektionen haben.
Ritonavir sollte mit einer Mahlzeit eingenommen werden.
Ritonavir hat negativen Einfluss auf die Wirkung oraler Kontrazeptiva. Deshalb sollte während der Behandlung eine alternative, sichere und effektive Empfängnisverhütung angewandt werden.
www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Ritonavir_26245
Na da bin ich mal gespannt wer das lieber schluckt!
Long