Beschissen

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Beschissen Parocorp
Parocorp:

Beschissen

3
14.07.05 21:51
#1
AMD verklagt Intel: Die Fakten


Die Kartellklage im Detail


Nach den Ausführungen in der Klageschrift von AMD hat Intel in rechtswidriger Weise seine Monopolstellung unter anderem dadurch ausgenutzt, dass das Unternehmen...

...Großkunden, wie etwa Dell, Sony, Toshiba, Gateway und Hitachi, zum Abschluss von Exklusiv-Vereinbarungen mit Intel gezwungen hat, welche im Gegenzug Sonderzahlungen, diskriminierende Preise und Marketingzuschüsse vorsehen, die jeweils an die Bedingung geknüpft sind, AMD vom Markt auszuschließen;
Nach dem was in der Industrie berichtet wird und was nunmehr durch die JFTC in Japan bestätigt worden ist, hat Intel den Unternehmen Dell und Toshiba große Summen gezahlt, damit diese keine geschäftlichen Verbindungen mit AMD eingehen.
Intel hat dem Unternehmen Sony Millionen für die Gewährung einer Ausschließlichkeit gezahlt. Daraufhin ging der Anteil, den AMD an Sonys Geschäft hatte, von 23 Prozent im Jahr 2002, über acht Prozent im Jahr 2003, bis auf nunmehr null Prozent zurück.

...andere Großkunden, wie etwa NEC, Acer und Fujitsu, dazu gezwungen hat, Teil-Exklusivvereinbarungen abzuschließen, bei denen die Gewährung von Rabatten, Zuschüssen und Fördermitteln für die Marktentwicklung (MDF) an das Einverständnis dieser Kunden geknüpft ist, ihre Einkäufe bei AMD sehr stark einzuschränken oder sogar ganz auf diese Einkäufe zu verzichten;
Intel hat mehrere Millionen Dollar an NEC dafür gezahlt, dass das Unternehmen die Liefermengen, die es von AMD bezieht, nicht erhöht. Diese Deckelung sichert Intel mindestens 90 Prozent des Geschäfts von NEC in Japan und beinhaltet zugleich eine weltweite Beschränkung für NEC, den Umfang der Geschäftsbeziehung mit AMD zu erweitern.

...ein diskriminierendes und retroaktives System von Anreizen eingeführt hat, welches nur bei besonders hohen Bezugsmengen zur Anwendung kommt, um so den Kunden jegliche Freiheit zu nehmen, nennenswerte Mengen an Mikroprozessoren von AMD zu beziehen;
Als es AMD gelang, erfolgreich in den HP-Vertrieb von Notebooks einzusteigen und sich AMDs Produkte gut verkaufen ließen, reagierte Intel damit, dass das Unternehmen HP gegenüber die Auszahlung des Rabatts für das vierte Quartal 2004 mit der Begründung verweigerte, HP habe die ins Auge gefassten Rabattziele verfehlt; Intel gestattete HP, die Fehlbeträge auf die nachfolgenden Quartale zu verteilen; als Gegenleistung dafür musste HP versprechen, Intel einen Anteil von mindestens 90 Prozent an HPs wichtigstem Geschäftszweig, dem Vertrieb an den Einzelhandel, einzuräumen.

...Kunden wegen der Einführung von AMD-Computerplattformen mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht hat, insbesondere in strategischen Marktsegmenten, wie zum Beispiel im Bereich der kommerziellen Desktops.
Der damalige CEO von Compaq, Michael Capellas, berichtete im Jahr 2000, dass Intel als Reaktion auf die Vergabe eines bestimmten Geschäftsvolumens an AMD Lieferungen von dringend benötigten Mikroprozessoren für Server zurückgehalten habe. Mit den Worten "man halte ihm eine Pistole an den Kopf“, erklärte er AMD, dass er gezwungen sei den Bezug bei AMD zu stoppen.
Führungskräfte von Gateway berichteten, dass ihr Unternehmen einen hohen Preis sogar schon dafür habe zahlen müssen, dass es in geringem Umfang Geschäfte mit AMD getätigt habe. Sie brachten vor, dass Intel sie als Vergeltungsmaßnahme gewissermaßen "zu Brei geschlagen habe“.

...bei wichtigen Einzelhändlern, wie zum Beispiel Best Buy und Circuit City, ein Quotensystem errichtet und angewandt hat, welches diese Kunden dazu verpflichtet, vorwiegend oder sogar ausschließlich Intel-Computer auf Lager zu halten, und dadurch in unnatürlicher Weise die Auswahlmöglichkeiten der Kunden beschränkt;
AMD ist vollständig von der Belieferung des Unternehmens Mediamarkt ausgeschlossen worden, Europas größtem Computereinzelhandelsunternehmen, auf das etwa 35 Prozent der Verkäufe im Einzelhandel in Deutschland entfällt.
Das Unternehmen Office Depot weigerte sich unter Berufung auf das Risiko von Vergeltungsmaßnahmen, AMD-betriebene Notebooks in seinen Lagerbestand aufzunehmen, unabhängig von der Höhe der finanziellen Unterstützung, die AMD dem Unternehmen angeboten hatte.

...PC-Hersteller und technische Partnerunternehmen dazu gezwungen hat, Produkteinführungs- oder Werbeveranstaltungen von AMD zu boykottieren;
Der damalige CEO von Intel, Craig Barrett, drohte dem Chairman von Acer mit "ernsten Konsequenzen“, falls dieser die Einführung des AMD Athlon64 unterstützen sollte. Diese Drohung fiel zufällig mit einer nicht näher begründeten Verzögerung einer Zahlung von 15 bis 20 Millionen Dollar für Marktentwicklung zusammen, die Intel dem Unternehmen Acer schuldete. Acer zog daraufhin seine Teilnahme an der Produkteinführung im September 2003 zurück.

...seine Marktmacht dadurch missbraucht hat, dass der Industrie technische Standards und Produkte aufgezwungen worden sind, deren Zweck in erster Linie darin besteht, AMD am Wettbewerb zu hindern.
Intel hat AMD den Zugang zu einer gleichberechtigten Mitgliedschaft im Advanced DRAM Technologie-Ausschuss verweigert, um die Mitsprache von AMD bei wichtigen Entscheidungen betreffend Industriestandards zu verhindern, die sich auf AMDs Geschäft auswirken.
Das Unternehmen Intel hat von ihm hergestellte Compiler, welche Softwareprogramme in Maschinensprache übersetzen, so konstruiert, dass diese die Leistungsfähigkeit der Programme herabsetzen, sofern diese auf einem Computer laufen, der mit einem AMD-Mikroprozessor betrieben wird.

Der vollständigen Text der Klageschrift ist unter www.amd.com/breakfree einzusehen.

Beschissen MaxGreen
MaxGreen:

Gut das die Intel-Chips jetzt auch in den Apple

 
14.07.05 22:20
#2
Computern eingesetzt werden. :((
Intel verhält sich ganz im amerikanischen Sinne.
1. Mache die Welt Untertan zum Wohle Amerikas.  
2. Bekämpfe deine Feinde, denn nur der Stärkste überlebt.

Aber wir kenn das doch schon von Microsoft, auch über 90% Marktanteil. Die Konkurrenten hatten auch nie eine Chance.  
Beschissen nuessa
nuessa:

Microsoft wird

 
14.07.05 23:01
#3
sich die nächsten 20 Jahre noch umschauen, wenn 8 Mrd. Chinesen online gehen ...

gn8

nuessa


Beschissen NoTax
NoTax:

..@MaxGreen

 
15.07.05 07:39
#4
..diese Thesen stammen aber in erster Linie von Ron Habbard, Begründer von Scientology.
Ist aber schon spannend das mittlerweile deren Thesen als uramerikanisch verstanden werden.
Beschissen MaxGreen

Die Thesen sind vielleicht nicht uramerikanisch

 
#5
werden aber dort am zielstrebigsten angewendet.
Ich bin mal auf den Kampf Google gegen Microsoft gespannt. Ich könnte mir gut vorstellen das Microsoft demnächst Google aufkauft und so wieder auf einem Feld absoluter Marktführer wird.
Vielleicht kommt vorher noch SAP auf die Kaufliste, dann kann Oracle einpacken.


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