bernecker spricht :-)

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bernecker spricht :-) slk306cabrio
slk306cabrio:

bernecker spricht :-)

 
26.06.02 11:42
#1
Hans A. Bernecker

Die Weltbörsen warten auf den zweiten Crash

Die Weltbörsen warten auf den zweiten Crash. Der erste war die Folge des New Yorker Attentats, der zweite derjenige, der die Marktbereinigung im Vorfeld weiterer Terror-Ängste bedeuten dürfte. Das ist ein markttechnisches Problem erster Ordnung. Was steht im Hintergrund?

1. Die amerikanische Konjunkturtendenz zeigt einen vorsichtigen Aufschwung, aber keinen Boom. Entscheidend dafür sind die geglätteten Jahreszahlen und nicht die Monatsergebnisse. Sie ergeben eine Erwartungsgröße von etwa 3 % BIP-Wachstum in diesem Jahr.

2. Europa wird diesem Konjunkturtrend folgen, aber mit einem Abstand von gut 30 %, daß bedeutet eine Wachstumsgröße um 1,5 – 2 %.

3. Die Erholung der Firmengewinne beiderseits des Atlantiks wird erst im II. Halbjahr deutlicher zu beschreiben sein. Darauf deuten sämtliche Ertragsprognosen der Unternehmen hin. Sicher ist nur, daß der Einbruch in 2001 und im I. und II. Quartal des laufenden Jahres zur Jahresmitte abgefangen werden dürfte.

4. Zinspolitisch besteht wenig Spielraum. Weder die FED noch die EZB können signifikante Veränderungen der Zinsen vornehmen. Dies ist auch nicht notwendig, wenn nicht die Notwendigkeit bestehen sollte, eine markante Marktschwäche mit geldpolitischen Mitteln abzufangen.

5. Die signifikante Marktschwäche der letzten 4 Wochen ist das Spiegelbild der fundamentalen Unsicherheit über die Entwicklung der Firmengewinne vor dem Hintergrund einer immer noch hohen Bewertung vieler Technologie-Aktien. Das führt zu einer Zweiteilung der Märkte in folgender Form:

6. Die zyklischen Qualitätsaktien, die den Konjunkturtrend abbilden, zeigen eine kontinuierliche, aber nicht euphorische Kurstendenz. Das gilt speziell für die entsprechenden Aktien in den USA.

7. Die Technologie-Titel kann man nach wie vor nicht als preiswert ansehen. Nur etwa 30 % befinden sich auf einem Niveau, wo Geschäftsumfang, Börsenwert und Gewinnbewertung einigermaßen im Gleichgewicht stehen. Gut 40 % müssen noch immer als teuer bezeichnet werden. Da sie aber ein hohes Marktgewicht darstellen wirken sie überproportional in den Indizes, die damit unter Druck geraten. Typisch dafür ist der Nasdaq.

8. Ein Marktgleichgewicht dürfte im amerikanischen Dow Jones bei etwa 9500 gegeben sein. Im Nasdaq ist dies schwieriger zu beurteilen, aber Meßlatte ist das September-Tief des letzten Jahres. Es bestehen gute Aussichten dafür, daß dieses September-Tief auch gültig bleibt. Nur eine signifikante Unterschreitung dieses Tiefs würde zu einer neuen Einschätzung führen müssen.

Die europäischen Märkte zeigen eine unterschiedliche Konstellation. Der deutsche DAX sieht unter allen Führungs-Indizes am schlechtesten aus. Das ist insofern bemerkenswert, als die darin geführten Aktien keineswegs als besonders teuer einzuschätzen sind. Das Konstrukt der Gewichtung und das Sonderproblem der deutschen Telekom-Aktie verzerren mithin das Bild für den DAX als Spiegelbild für die Gesamtverfassung des Marktes. Das ist ein schwerwiegender Nachteil für den DAX als Performance-Index.

Der deutsche M-DAX zeigt ein ausgewogenes Bild. Er ist weniger volatil, hat keine Schwachstelle wie der DAX und ist deshalb ein zuverlässigeres Bild der deutschen Konjunkturlandschaft. Hier gibt es eine ganze Reihe äußerst interessanter Investments mit sehr spezifischen Hintergründen.

Japan befindet sich im Ansatz einer Konjunkturerholung mit + 1,4 % BIP-Wachstum im I. Quartal, was mit den folgenden Quartalszahlen noch zu belegen sein wird. Darin zeigt sich erstmals die Wirkung der rd. 22 %igen Yen-Abwertung (gegen Dollar) in den letzten 18 Monaten. Träger des BIP-Wachstums ist nämlich vor allem der anziehende Export und der wachsende Außenhandels-Überschuß. Damit wäre erstmals seit langer Zeit ein Gleichklang für die Konjunkturerholung in den 3 wichtigsten Segmenten des Welthandels gegeben, nämlich USA, Europa und Japan.

Gesamturteil: Das zweite Halbjahr bringt eine vorsichtig optimistische Grundstimmung an den Börsen, aber keine signifikante Hausse, abgesehen von kräftigen Rallys nach jeweiligen technischen Schwächen, wie sich dies im Moment (Mitte Juni) abzeichnet.

Börse.de
Bernercker
bernecker spricht :-) ruhrpottzocker
ruhrpottzocker:

.......und wer hört zu ? Na ja - ein bißchen

 
26.06.02 11:47
#2

satirische Kleinkunst ist auch nicht schlecht.

Für mich aber nicht. Na - dann hört mal, was der Puscher und Bruchpilot zu sagen hat.

Hat er gesagt, was mit den Telekom passieren soll, die ihr auf seinen Rat hin zu 28 gekauft habt mit Kursziel 45 ?

bernecker spricht :-) 703369
bernecker spricht :-) Wasserauto
Wasserauto:

wenn Japan steigt, steigt auch der...

 
26.06.02 11:54
#3
drucken die wieder die nächste Fuhre Yen?

oder was will er damit sagen. Wer ist Bernecker?

cu


"Wenn Japan fällt, fällt auch der Dollar!" (EIR)

Wie hier in den letzten Wochen berichtet, ist die Lage in Japan, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, außerordentlich kritisch; und das nicht nur für Japan, denn, so der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Lyndon LaRouche, sie ist der deutlichste Indikator für den analtenden Desintegration des Weltfinanzsystems. Seit die japanische Zentralbank unter enormem Druck aus Washington 1995 ihre Zinsen gegen Null sinken ließ, diente Japan jahrelang als "Brandmauer", um den Dollar zu schützen und die amerikanische Volkswirtschaft vor dem völligen Kollaps zu retten. Internationale Finanzspekulanten benutzten den auf diese Weise extrem günstig gewordenen Yen, um ihre umfangreichen Über-Nacht-Transaktionen zu finanzieren. Diese Spekulationsgeschäfte wurden als "Yen-Carry-Trade" bekannt und trugen wesentlich dazu bei, die mehrere hundert Billionen Dollar schwere internationale Blasenwirtschaft aufrechtzuerhalten. Aber Japan hat dafür einen hohen Preis bezahlt und steht nun vor der Explosion seiner immensen "Schuldenbombe".

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur EIR am 10.1. bestätigte der frühere Exekutivdirektor der Bank von Japan und stellv. Leiter der japanischen Import/Export-Bank Akira Nambara: "Japan steckt in der Industriewirtschaft in der schlimmsten und gefährlichsten Deflation seiner Geschichte - einer Deflationsspirale wie in den 30er Jahren." Die Zentralbank drucke zwar Geld, "aber die Banken können es nicht ausgeben. Die meisten japanischen Banken haben ihre finanzielle Vermittlerrolle praktisch eingebüßt. Sie haben die Kreditvergabe an viele Wirtschaftsunternehmen einfach eingestellt. Das bedeutet, daß Unternehmen, die das Zeug dazu hätten, so groß wie Sony oder Matsushita zu werden, gar nicht erst gegründet werden, weil die zunehmenden Firmenzusammenbrüche die Rücklagen der Banken verschlingen."

Dennoch forderten die Interessen hinter dem "Washingtoner Konsens" und die Tokioter Ökonomen, daß die Zentralbank noch mehr Geld druckt, ohne über die Folgen nachzudenken, fuhr Nambara fort: "Sie sollten vorsichtig sein, denn wie Zentralbankchef Masaru Hayami anmerkte... stehen die USA hinsichtlich der wirtschaftlichen Eckdaten - und wie auch LaRouche sagt - tatsächlich noch viel schlechter da als Japan. Nehmen wir als Beispiel etwa das Vorgehen von Enron, Citibank oder vergleichbaren US-Unternehmen, die Unmengen an Schuldverschreibungen ausgeben, die sich auf nichts stützen. Ich fürchte nur, daß LaRouche auch recht damit hat, daß Hayama kein wirksames Heilmittel hat."

Weiter warnte Nambara, die Japaner wollten die Gefährlichkeit der Lage gar nicht zur Kenntnis zu nehmen. Die Japaner hätten weltweit den größten Besitz an Wertpapieren pro Kopf - der Großteil davon im Besitz älterer Menschen und reicher Geschäftsleute. "Dank der sinkenden Verbraucherpreise steigen ihre Realeinkommen, und ihre Kinder genießen ein fast parasitäres Leben. Sie empfinden keinerlei Gefühl einer Krise. Doch die Kehrseite der Medaille ist, daß diejenigen, die sich Geld geborgt haben - und dies weitgehend über die Krediteinrichtungen der Regierung - erleben, wie ihre Werte Tag für Tag abnehmen. In gewisser Weise lösen sich die realen Werte der Bevölkerung in Luft auf."

Die Pressekonferenz der Vorsitzenden der vier führenden Unternehmer- und Arbeitgeberverbände am 7.1. bestätigte die Befürchtungen Nambaras. Die Unternehmensvertreter erklärten, schon bald werde es zu einem Run auf kleinere und schwächere Banken kommen. Toyota-Chef Okida - gleichzeitig Chef der japanischen Arbeitgebervereinigung - forderte die Regierung gar auf, den Bankensektor von den uneinbringbaren Schulden zu "säubern".


bernecker spricht :-) blindfish

ja, ja, bernecker...

 
#4
...wie war das noch??

"...wir sind absolut sicher - wir stehen vor einer neuen hausse..."

so, so...


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