Der Aufstieg der Familie Rothschild vom kleinen Münz- und Wechselhändler – ein Geschäft, was den sogenannten „ehrbaren“, christlichen Kaufleuten zu schmutzig vorkam – begann Ende des 18. Jahrhunderts in der Frankfurter Judengasse im Hessischen. Durch treue Dienste zum Hoffaktor des Kurfürsten Wilhelm von Hessen ernannt, wurden die Mitglieder der Familiendynastie im Laufe der Jahrhunderte zu Spezialisten in Sachen Staatsanleihen in ganz Europa und Übersee. In dieser Funktion waren es die Rothschilds, benannt nach dem Frankfurter Ursprungshaus „Zum Rot(h)en Schild“, welche Warengeschäfte absicherten, Münzhandel betrieben und manchem kriegswütigen Europäischen Herrscherhaus den Kriege mitfinanzierten. Etwas, was in dieser Zeit viele taten – der territoriale Machtkampf in Europa tobte nahezu das gesamte 19 Jahrhundert hindurch, die europäischen Diktatoren sannen alle auf Landnahme bei den Nachbarn. Finanzierten die Banken nicht, gerieten sie schnell in den Fokus der Mächtigen und wurden enteignet, liquidiert oder verjagt.
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