"WirtschaftsWoche": Banken droht wegen privater Rente
Milliardenbelastung
DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Ein Kostenschub droht allen Banken und
Versicherungen, weil Bundesfinanzminister Hans Eichel alle neuen
Anlageprodukte für die private Altersvorsorge prüfen lassen will. Dies
berichtet die "WirtschaftsWoche" in einer Vorabmeldung (Mittwoch). Das
Magazin beruft sich dabei auf einen 23-seitigen "Gesetzentwurf über die
Zertifizierung von Altersvorsorgeverträgen" des Finanzministeriums.
Sparminister Eichel will die neue Zertifizierungsstelle nicht mit Steuergeldern
bezahlen, sondern plant eine Gebühr von 5.000 Euro für jedes staatliche
Gütesiegel auf einem Altersvorsorgevertrag. Noch einmal 1.000 Euro sollen
fällig werden, wenn ein Anbieter unvollständige Unterlagen zur Prüfung
geschickt hat. Die "aufwendigen Zertifizierungen" sollen nach Angaben der
"WirtschaftsWoche" nicht wie geplant durch die Finanzämter, sondern durch
das Bonner Bundesamt für Finanzen. Hierfür sei jedoch eine
Personalverstärkung erforderlich. Bei insgesamt 200.000 zu prüfenden
Musterverträgen, mit denen Experten rechnen, müsste die Wirtschaft nach
der "WirtschaftsWoche" mindestens eine Mrd. DM zusätzlich Aufwand
tragen./ep/ms
Milliardenbelastung
DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Ein Kostenschub droht allen Banken und
Versicherungen, weil Bundesfinanzminister Hans Eichel alle neuen
Anlageprodukte für die private Altersvorsorge prüfen lassen will. Dies
berichtet die "WirtschaftsWoche" in einer Vorabmeldung (Mittwoch). Das
Magazin beruft sich dabei auf einen 23-seitigen "Gesetzentwurf über die
Zertifizierung von Altersvorsorgeverträgen" des Finanzministeriums.
Sparminister Eichel will die neue Zertifizierungsstelle nicht mit Steuergeldern
bezahlen, sondern plant eine Gebühr von 5.000 Euro für jedes staatliche
Gütesiegel auf einem Altersvorsorgevertrag. Noch einmal 1.000 Euro sollen
fällig werden, wenn ein Anbieter unvollständige Unterlagen zur Prüfung
geschickt hat. Die "aufwendigen Zertifizierungen" sollen nach Angaben der
"WirtschaftsWoche" nicht wie geplant durch die Finanzämter, sondern durch
das Bonner Bundesamt für Finanzen. Hierfür sei jedoch eine
Personalverstärkung erforderlich. Bei insgesamt 200.000 zu prüfenden
Musterverträgen, mit denen Experten rechnen, müsste die Wirtschaft nach
der "WirtschaftsWoche" mindestens eine Mrd. DM zusätzlich Aufwand
tragen./ep/ms