...Bericht von Rhinestock bei Wallstreetonline:
lumumba72
#33753: "...Wenn der Vorstand sowas durchzieht, was hier angedeutet wird, also TPK-Aktien unter wert zu verkaufen oder auch zum richtigen Wert, um dafür eine Aquisition mit geringer Marge durchzuführen, dann würde der Vorstand und AR dch bei der nächsten HV geteert und gefedert. Ich würde dann sogar Aktionärsklagen erwarten. Und auch den neuen Großaktionären würde das sicher nicht gefallen......
===========================
Naja, wenn z.B. bei der HV in 2010 jetzt 38% des Kapitals nur anwesend war, wovon knapp 30% Herr Chiang war, dann kannst du dir vielleicht vorstellen was für lustige Alibi-Veranstaltungen das sind, wo eh vorher klar ist wie die Abstimmungen aussehen. Auch der aktuelle Vorstand ist nur auf dem Chiang-Ticket ins Amt gekommen. Chiang hat ihre Verträge jüngst verlängert. Wer hat wohl damals dem Pannen-Gut trotz erkennbarer Unfähigkeit einen neuen 5 Jahresvertrag gegeben? Wenn Chiang denen sagt die Erde ist ein Scheibe, dann wird das von den Marionetten abgenickt und von der IR verteidigt. Die Vorstandmarionetten würden auch weiterhin alles abnicken zu dem was Chiang mit dem Rest von TPK vorhat der noch bei Balda ist. Den Vorständen ist der Balda-Kurs relativ egal. Die haben weder Stock Options, noch haben sie je einen Vertrauensbeweis erbracht und größere Positionen Balda-Aktien mit eigenem Geld gekauft. Warum machen die das z.B. nicht aktuell jetzt, wenn sie so von ihrer Strategie überzeugt wären? Man schaue auf Seite 12 des letzten Q.3 Berichts (wesentliche Vereinbarungen im Falle eines Kontrollwechsels). Ich denke die werden eher gemütlich mit ihren frisch verlängerten Verträgen auf einen Kontrollwechsel setzen der sie "belohnt", sobald nach Ablauf der Lockup-Frist die TPK-Teile weggehen und Chiang sich aus Balda zurückzieht. Der Gut wurde damals auch noch mit einem goldenen Handschlag von 1 Mio.€ belohnt bei seinem Abgang. Als Vorstand von Balda bekommst du immer goldene Löffel, egal was der Kurs macht oder was die dummen Kleinaktionäre denken. Also ich glaube der Chiang wüßte schon wer die restlichen TPK-Aktien gerne hätte und das auch möglichst günstig. Bisher ist der Großteil der TPK-Aktien die Balda mal hatte doch auch unterpreisig bei Family&Friends von Chiang gelandet. An Chiang und seinen Marionetten haben sich doch die letzten Jahre viele größere Aktionäre die Zähne ausgebissen, selbst zähe Heuschrecken die mehr als 10% hatten und Klagen einreichten. Nurmal als ein Beispiel zur Einnerung:
Balda: Großaktionär warnt vor Pleite und droht mit Klage - Dienstag, 14. Oktober 2008-
www.zdnet.de/news/wirtschaft_unternehmen_business_bal…Dem Handyzulieferer Balda droht eine Schadenersatzklage von bis zu 40 Millionen Euro durch den Großaktionär Audley Capital. Auslöser des Streits sind die bereits Ende September dieses Jahres angekündigten Pläne Baldas, den Anteil am Touchscreen-Produzenten TPK von 50 auf 38 Prozent zu verringern. Wie das Handelsblatt unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet fühlt sich der Hedge Fonds von der Konzernführung betrogen und kündigt an, sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat zu verklagen, falls Balda wegen der Reduzierung "schwerwiegender Vermögensschaden zugefügt" werden sollte....... Das Vorgehen Baldas, seinen Anteil in einem boomenden Bereich zu verschlanken, stößt bei den Aktionären nur auf wenig Gegenliebe. In einem offenen Brief spricht Audley-Capital-Chef Michael Treichl, der mit zehn Prozent an Balda beteiligt ist, aus, was gegenwärtig offenbar viele Balda-Aktionäre denken. ...... TPK ist eine der letzten verbliebenen Hoffnungen für die Aktionäre, künftig rentabler zu werden. ...... Obwohl Balda trotz der TPK-Reduzierung nach eigenen Aussagen "weiterhin am stark wachsenden Touchscreen-Markt teilnimmt", bleiben Zweifel an der Konzernstrategie. Balda erzielte im Zuge der iPhone-Euphorie im Sommer vergangenen Jahres einen Kursanstieg auf 11,50 Euro. Da die angekündigten Ergebnissprünge jedoch ausblieben, musste der Vorstand Ende 2007 eine Kapitalerhöhung durchführen. Obwohl sich mehrere Aktionäre hintergangen fühlten, darunter auch der renommierte US-Investor Guy Wyser-Pratte, zeichneten sie die Kapitalerhöhung im Alleingang für zehn Euro je Anteilsschein. Balda erhielt hierdurch rund 70 Millionen Euro frisches Kapital. Der Konzern muss sich aber auch die Kritik am missratenen Verkauf des europäischen Handyschalengeschäfts gefallen lassen. Der Kursabsturz führte unter anderem dazu, dass Wyser-Pratte bei einem Kurs von 3 Euro ausstieg.