Am Dienstag wissen wir eventuell mehr und vielleicht ist dann auch noch die Vorbereitung von 1-2 Tagesordnungspunkten oder Gegenanträgen sinnvoll ... oder auch nicht mehr. Auch bzgl. der Stimmenbündelung muss man die neue Zielrichtung überdenken.
Prinzipiell glaube ich das vA das Potential der "AG" sicherlich sehr gut einschätzen und ausnutzen kann, ohne das es in irgend einer Form unseriös wird - bspw.
1) Übernahme eines Unternehmens mit entsprechendem Umsatz/Gewinn zur Ausnutzung der Verlustvorträge
2) Nutzung der AG als Finanzvehikel / Beteiligungsgesellschaft
3) Eingliedern in ein anderes Unternehmen
Die Kapitalherabsetzung sehe ich aktuell nicht so kritisch, lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen. Der neue Unternehmenszweck erfordert vermutlich kein so dickes Finanzpolster. Das wurde der Balda doch bisher auch vorgeworfen ... Geld liegt nur tot herum. So erhält jeder Aktionär steuerfrei einen Teil seines Einsatzes zurück.
Dadurch wird der Wert / (Unter-)Bewertung der Balda AG noch deutlicher. Wenn man 2€ aus der Aktie zieht und deutlich sieht das immernoch mehr als 2,20€ im Unternehmen enthalten die für einen noch nicht näher bekannten Zweck verwendet werden. Je nachdem was man vorhat kann dies zum kurz-/mittelfristigen Kurszuwachs sehr vorteilhaft sein. Sicherlich kann man dem Unternehmen vorwerfen nicht mit soviel Geld umgehen zu können ... aber damit kann ich leben.
Tatsächlich bin ich in erster Linie wegen der massiven offensichtlichen Unterbewertung investiert gewesen und nicht wegen dem operativen Geschäft (das jetzt sowieso weg ist). Mein ursprüngliches Ziel lag zunächst beim Buchwert von >4€, jetzt liegt es hier mindestens.
Wenn die Verlustvorträge gehoben werden können, man ggfs. ab Dienstag mit schrittweiser Transparenz überzeugt und eine sinnvollen Geschäftszweck präsentiert, könnte ich mir auch vorstellen länger investiert zu bleiben.
Ob eine kleinere Menge im Depot der Kleinanleger (durch hohe Dividendenzahlung/Karpitalherabsetzung) eher zu einem Verkauf oder einem Zukauf verleitet spielt für vA vermutlich eine untergeordnete Rolle. Das ihm auch nicht unerhebliche Finanzmittel zurück spielen, erhöht allerdings fraglos seinen finanziellen Spielraum.
Das macht m.E. die Umsetzung eines ARP mit anschließendem Übernahmeangebot wahrscheinlich. Ich glaube jedoch nicht, dass dies trotz aller Vorteile für v.A. vor der HV noch umgesetzt wird.
Und für alle Kritiker an v.A.: Hätte v.A. uns Kleinanleger abzocken wollen, hätte er das fraglos bis vor einer Woche bestens tun können. Jetzt ist er genauso wie wir gestellt ... nur mit höherer Stückzahl. Mehr Vertrauen kann ich kaum in einen Vorstand haben, dass wir dieselben Interessen haben ... die mittelfristige Vermehrung meines eingesetzten Kapitals.