Bad Bank: Allmählich wird es lächerlich

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Marlboromann:

Bad Bank: Allmählich wird es lächerlich

4
23.01.09 15:38

Beamte sind die Träger der Nation. Keiner ist Träger als sie.

Das Thema Bad Bank wird nicht zu verhindern sein.

Anscheinend hat die WestLB keine Lust mehr auf die Peffersäcke zu warten und hat schon ihre eigene Bad Bank gegründet.

Mein Lösungsvorschlag, mit einer Bankenbeteiligung an der Lösung:

Einfach das Modell von GB kopieren. Am besten der Staat versichert gegen eine Gebühr von veilleicht 5% die toxischen Papiere auf ihre aktuellen Werte. Dann können damit keine Verluste mehr eingefahren werden und der Staat muß nicht gleich Milliarden in den Sand setzten, sondern nur bei Bedarf einspringen. Es hätte auch den Vorteil das wir alle wüssten welche Risiken aus den Banken genommen wären und das die jetzt schon staatlich garantierten Bankanleihen schneller zur Refanienanzierung veräußert werden.

Besser jetzt, bevor uns noch die Osterweitungskredite um die Ohren fliegen. Aber nein! Man taktiert wegen der anstehenden Bundestagswahl dabei sind SPD wie CDU nicht tragfähig, denn:

- wählt man die CDU mti Schäuble, dann wählt man den Überwachungsstaat, und

- wählt man die SPD, dann wählt man die aktuell unfähigste Partei Deutschlands der jedes Mittel recht ist um an die Macht zukommen und der der Wähler egal ist.

Auch die USA könnten ihren Hintern mal in Bewegung setzten, wenn Obama denn das Land retten will. Aber was höre ich im Radio für einen Bericht. Die reden über Obamas Blackberry. Was für eine scheiß Schleichwerbung und außerdem kümmert euch mal um die richtigen Probleme.

 

Antworten
Marlboromann:

Banken-Rettung - Wozu eine Bad Bank?

 
23.01.09 17:30
Banken-Rettung     Wozu eine Bad Bank?

Der Ruf der Banken nach einer sogenannten Bad Bank, die ihre faulen Wertpapiere sammelt und unter staatliche Obhut nimmt, wird immer lauter, in der Politik herrscht Uneinigkeit. Aber was ist eigentlich eine Bad Bank und wie funktioniert sie?

Die Idee

In einer Bad Bank, also einer schlechten Bank, könnten mit hohen Risiken behaftete oder nach massiven Kursverlusten nicht verkäufliche Wertpapiere gesammelt werden. Das sind zum Beispiel faule bzw. vom Ausfall bedrohte Kreditpapiere. Eine solche Bank hätte also nur schlechte und gefährliche Vermögenswerte zu verwalten und nimmt den Banken, von denen diese Wertpapiere stammen, Verlustrisiken ab – eine Art Sondermülldeponie für hochgradig giftige Wertpapiere. Durch die Bad Bank wären die Banken, die diesen Giftmüll noch in ihren Bilanzen haben, in der Lage, schneller das Vertrauen der Anleger, Sparer und Investoren zurück zu gewinnen, die Kreditvergabe käme wieder in Fluss.

Um wie viel geht es?

Weltweit haben Banken inzwischen Bilanzpositionen im Volumen von 589 Milliarden Euro abgeschrieben. Für deutsche Banken schwanken die Schätzungen für den Abschreibungsbedarf zwischen einem Betrag im unteren dreistelligen Milliardenbereich und einer Billion Euro. Je länger die Krise andauert, umso mehr Kredite an Firmen und Verbraucher fallen aus, umso schwerer verkäuflich werden die betroffenen Wertpapiere - und umso höher ist der Abschreibungsbedarf der Banken.

Gibt es Alternativen zu einer Bad Bank?

Der Rettungsfonds der Bundesregierung SoFFin ist bereit, die Risikopapiere der Banken für drei Jahre zu übernehmen. Die Banken müssten dann aber die Papiere nach drei Jahren wieder in ihre Bilanz nehmen, unter Umständen auch mit hohen Verlusten. Deshalb hat noch keine deutsche Bank diese Option genutzt. Großbritannien hat das Problem nach der neuerlichen Schieflage des Bankensektors anders gelöst: Der Staat bürgt für die toxischen Wertpapiere. Für diese staatliche Versicherung müssen die Banken allerdings ihre Bücher offenlegen und somit bislang versteckte Risiken preisgeben. Den Steuerzahler belastet diese Lösung zunächst nicht.

Wem würde die Bad Bank gehören?

Verschiedene Varianten sind denkbar. Zunächst kommt der Staat als Eigentümer einer übergreifenden Lösung in Frage. Er übernimmt die Bad Bank und damit die kompletten Ausfallrisiken. Letzten Endes sichert der Staat so die Verlustrisiken der Banken mit dem Geld der Steuerzahler ab. Aber auch ein gemeinsames Engagement der gesamten Bankenbranche oder viele Bad Banks als Tochtergesellschaften der einzelnen Geschäftsbanken sind denkbar. Die in Schieflage geratene HSH Nordbank hatte bereits die Gründung einer Bad Bank angekündigt.

       

Was passiert mit den toxischen Wertpapieren?

Die Bad Bank sollte im Normalfall solange bestehen, bis die verwalteten Positionen wieder an Wert gewonnen haben und verkauft werden können. Der Eigentümer der Bad Bank sollte dann sein Geld zurückerhalten.

Wie wird der Wert der Bad Bank ermittelt?

In der Tat ist es ein Problem, den fairen Wert für den Ankauf der giftigen Wertpapiere zu bestimmen. Kernpunkt der aktuellen Kritik an einer staatlichen Bad Bank ist, dass Banken mit den undurchsichtigen Wertpapieren lange Jahre hohe Gewinne gemacht haben, die nicht absehbaren Verluste aber nun auf den Steuerzahler abgewälzt werden. Niemand kann ganz ausschließen, dass ein Großteil der sogenannten Wertpapiere am Ende nichts wert sind.

Gibt es Beispiele aus der Vergangenheit?

In Japan und Schweden hat man in bereits gute Erfahrungen dem Instrument der Bad Bank gesammelt. Auch in den USA wurde 1989 die Resolution Trust Corportation (RTC) zur Rettung der Sparkassen gegründet. In den genannten Fällen trugen die Bad Banks entscheidend zur Stabilisierung des Finanzsektors bei. Die RTC hatte sich allerdings über die Jahre von einer kleinen Behörde zu einem Koloss mit rund 8000 Mitarbeitern gewandelt.

Wer will eine Bad Bank, wer nicht?

Die Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Privatbanken haben sich bereits für eine Bad Bank ausgesprochen, ebenso einige Wissenschaftler und der Baden-Württembergische Ministerpräsident Günther Öttinger. Dagegen sind bislang der Bund der Steuerzahler, Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und Jochen Sanio, der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Er befürchtet, eine derartige „Müllhalde für Ramschpapiere“ könnte zum Fass ohne Boden werden.

Antworten
Marlboromann:

Die Lösung aus Great Britain

 
23.01.09 17:36
Großbritannien hat das Problem nach der neuerlichen Schieflage des Bankensektors anders gelöst:
Der Staat bürgt für die toxischen Wertpapiere.

Für diese staatliche Versicherung müssen die Banken allerdings ihre Bücher offenlegen und somit bislang versteckte Risiken preisgeben. Den Steuerzahler belastet diese Lösung zunächst nicht.
Antworten
Marlboromann:

Englisches Modell vs. deutsches Modell

 
23.01.09 18:18
In England wollen Banken einen Teil ihres Kreditportfolios beim Staat versichern, wobei die Eigentümer nur zehn Prozent der Ausfälle tragen und die Steuerzahler für den großen Rest haften sollen.

In Berlin macht ein Modell die Runde, in dem die Banken den Schrott auf den Staat übertrügen, der Bund dafür aber kein Geld zahlte, sondern eine Ausgleichsforderung einräumte. In der Bankbilanz rückte die Forderung an den Bund an die Stelle der Schrottpapiere. Die Crux dabei: Der Bund wäre voll im Risiko.
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Marlboromann:

Die Bank eigene Bad Bank - Modell

 
23.01.09 18:20
Wenn die Banken sich selbst in einen guten und schlechten Teil aufspalteten, blieben die Träger und die Manager der Risiken dieselben.

Aber die Schrottpapiere könnten für eine gewisse Zeit zum Buchwert auf eine einzurichtende Institution des Bundes übertragen werden, für die die Regierung andere Aufsichts- und Bilanzregeln definiert.
Das Risiko bliebe wie bei einer Abspaltung bei den bisherigen Eigentümern, der Bund müsste keine weiteren Rettungsmilliarden aufbringen.
Die Banken gewönnen mehr als nur Zeit. Befreit von der Last der Unsicherheit, wüchse wieder das Vertrauen in den guten Teil der Bank, neue Kredite könnten vergeben werden.

Und wenn sich irgendwann die Märkte wieder erholen, könnten die Eigentümer vielleicht sogar Bewertungsgewinne einstreichen.
Antworten
Marlboromann:

Viele Bad Banks staat einer in Deutschland

 
23.01.09 18:40
Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, in der Regierung werde über die Einrichtung mehrere Sonderfonds zur Aufnahme der risikobehafteten Bankenpapiere nachgedacht. Dies wäre eine Alternative zu einer einzigen staatlichen Sammelstelle, einer Bad Bank.


Viele Bad Banks statt einer zentralen

Das Konzept mit mehreren Sonderfonds ist eine Alternative zur bisher diskutierten Möglichkeit, die Risikopapiere der gesamten Branche in einer einzigen Bad Bank zu bündeln. In Regierungskreisen hieß es laut "Süddeutscher Zeitung", die Institute hätten mit sehr unterschiedlichen Problemen zu kämpfen. Deshalb könne es sinnvoll sein, kleine, auf die einzelnen Unternehmen zugeschnittene Bad Banks zu gründen. Diese könnten dann Hilfen des schon bestehenden staatlichen Rettungsfonds SoFFin erhalten, ohne dass die Geldinstitute aus ihrer Mitverantwortung entlassen würden.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatte am Donnerstag gesagt, es gebe Gründe für eine Novellierung des im Oktober verabschiedeten Banken-Rettungsschirms. Gleichzeitig bekräftigte der Finanzminister: "Es wird eine nationale Bad Bank nicht geben." Geprüft würden andere Lösungsmöglichkeiten. Welchen Weg die Regierung gehe, sei noch nicht entschieden. Der Sprecher des Finanzministeriums, Torsten Albig, erklärte am Freitag, es werde keine Lösung geben, bei der ausschließlich die Steuerzahler die finanziellen Risiken zu tragen hätten. Es gebe Überlegungen, die Garantien des Sonderfonds zur Finanzmarktstabilisierung an die Banken mit einer Laufzeit von 60 statt wie bisher 36 Monaten auszustatten.

Vorschlag: Bewertungsregeln ändern

Unionsfraktionsvize Michael Meister machte am Freitag noch einen weiteren Vorschlag: die Bewertungsregeln für Wertpapiere zu ändern. Der CDU-Finanzexperte sagte im WDR-5-Morgenecho, es gebe zwei Stellschrauben. Zum einen müsse an die Eigenverantwortung der Akteure im Finanzmarkt appelliert werden. Zum anderen müsse die Frage beantwortet werden, ob der Gesetzgeber die Bewertungsregeln für Wertpapiere ändern könne. "Wir reden ja hier über virtuelle Verluste. In der Regel werden die nicht realisiert, sondern es ist eine reine buchmäßig stattfindende Veränderung", erklärte Meister.

Der FDP-Finanzexperte Hermann Otto Solms erklärte, die Liberalen wollten nicht, dass einzelne Banken mit Staatsgeldern aus dem Paket künstlich stark gemacht würden, während andere Banken aus falsch verstandener Tapferkeit weiter zu wenig Eigenkapital hätten. Dadurch würde die Bankenkrise verlängert. "Deshalb sollte die Bundesregierung endlich dem britischen Modell folgen und alle Banken zu einer Eigenkapitalquote von neun Prozent verpflichten, die auch mit Hilfe des Bankenrettungsfonds zustande kommen kann", erklärte Solms.

www.heute.de/ZDFheute/inhalt/8/0,3672,7507944,00.html
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Marlboromann:

Ja wollen die uns den alle verarschen, nur weil

 
23.01.09 18:41
bald Bundeswahlen sind?
Antworten
Marlboromann:

Der Staat und die böse Bank

 
24.01.09 20:57
Der Staat und die böse Bank

24. Januar 2009 Die Ruhe des Jahreswechsels währte nur kurz. Kaum hatten Regierung und Banken ihre Geschäfte wieder aufgenommen, folgte eine Hiobsbotschaft der nächsten. Die Commerzbank braucht Injektionen vom Staat. Die Hypo Real Estate soll womöglich zerschlagen werden, die Deutsche Bank überrascht mit einem riesigen Verslust. Wenn die Banken im Februar ihre Zahlen für das letzte Quartal 2008 verkünden, sollten sich empfindsame Geister lieber die Ohren zuhalten.

Eins ist klar: Die Hilfen, die der Staat bis jetzt gegeben hat, reichen nicht. Das Vertrauen kehrt nicht zurück. Die Politiker sind nervös. Und die Bankvorstände drängen, das Rettungspaket zu überdenken. Eine neue Idee wird diskutiert. Doch sie klingt seltsam vertraut: Der Staat nimmt viel Geld in die Hand, kauft den Banken ihre schlechten Wertpapiere ab und bringt dadurch den Finanzmarkt in Schwung. Genau das war der Vorschlag, mit dem die Bankenrettung in Amerika einst begonnen hat.

 

Jetzt, vier Monate später, sind die Deutschen wieder dort angekommen. Sie diskutieren über die sogenannte „Bad Bank“. So nennen Banker ein Institut, in dem schlechte Wertpapiere gebündelt werden. Josef Ackermann soll schon kurz vor Weihnachten angeregt haben, dass der Staat eine solches Institut gründet und dort den Sondermüll des Finanzwesens entsorgt.

Vom Vorschlagen zum Drängeln

Mittlerweile sind viele Banker davon überzeugt und vom Vorschlagen zum Drängeln übergegangen. Sogar der Chef der amerikanischen Notenbank Ben Bernanke hält eine Bad Bank für bedenkenswert. Thomas Straubhaar vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinistut (HWWI) sagt: „Aus reiner Finanzmarktsicht ist die Bad Bank die beste Lösung. Sie trennt klar gute von schlechten Krediten.“ Die schlechten bekäme der Staat, die guten behielten die Banken. Die Bad Bank könnte sich auf die Abwicklung der schlechten Papiere konzentrieren, die anderen Banken könnten bei Null beginnen.

Auf lange Sicht, glaubt Straubhaar, könnte die Bad Bank sogar billiger sein als die derzeitige Strategie, den Banken – je nach Bedarf – immer wieder Geld zuzuschießen. „Stetiges Hinterherhecheln hinter den Tatsachen ist immer teurer als die Big Bang Lösung“, sagt er. Dazu kommt: Erfahrungen mit Bad Banks in Schweden und Japan zeigen, dass Papiere, die in der Krise als giftig gelten und kaum noch etwas wert sind, häufig nach einigen Jahren wieder an Wert gewinnen. Der Staat könnte – so der Traum der Bad-Bank-Befürworter – sich am Schluss sein Geld wieder zurückholen.

Mehr als ein Sündenfall

Trotzdem lehnt Ökonom Straubhaar – wie die meisten seiner Kollegen – eine Bad Bank in Staatshand ab. Sein Argument: „Sie würde das Band zwischen Verantwortung und Haftung vollkommen zerschneiden.“ Diejenigen, die die Krise verursacht hätten, müssten nicht mehr helfen, sie zu bewältigen. „Das wäre aus ökonomischer Sicht mehr als ein Sündenfall.“ Straubhaar meint das nicht moralisch, obwohl die Frage der Verantwortung der Banker gerne unter der Überschrift Schuld und Sühne diskutiert wird. „Solche Gefühle sollten bei der Diskussion keine Rolle spielen“, findet Straubhaar. Es geht ihm um die Zukunft. Wenn der Staat nämlich heute alle großen Risken übernimmt, rechnen die Banken auch für die Zukunft damit – und legen womöglich noch riskanter an.

Es gibt auch ganz praktische Schwierigkeiten der Bad Bank. Die wichtigste lautet: Wie hoch soll der Preis für die Schrottpapiere sein? Kauft der Staat sie zu dem Wert, zu dem sie in den Bilanzen stehen, dann machen die Banken keinen Verlust – aber der Staat verliert viel Geld, wenn er den Giftmüll wieder los werden will. Kauft der Staat die Papiere stattdessen mit Abschlägen, dann müssen die Banken hohe Summen abschreiben und dem Finanzsystem ist nicht geholfen. In Amerika sind die Pläne für eine „Bad Bank“ vor allem an solchen Bewertungsfragen gescheitert.

Außerdem fehlt dem Staat schlicht das Personal, selbst eine Bank zu betreiben, die Risikopapiere verwaltet. „Wir haben ja schon Probleme für den Bankenrettungsfonds genügend unabhängige Banker und Personal zu finden“, heißt es in Regierungskreisen. Die Ministerialbeamten der Finanzverwaltung haben nicht das Fachwissen, die Aufgabe zu meistern.

Zu spät für die staatliche Giftmülldeponie?

Dazu kommt: Im Monat vier nach der Lehman-Pleite könnte es für die staatliche Giftmülldeponie schon zu spät sein. „Die Bad Bank ist ein gutes Instrument, um eine abgegrenzte Krise zu isolieren“, sagt Hans-Peter Burghof von der Universität Hohenheim. „Doch dies ist keine abgegrenzte Krise mehr.“ Schon habe sie einst sichere Anlagen wie bestimmte Staatsanleihen erfasst. „Viel zu viele Papiere sind infiziert.“

Trotzdem: Der Druck auf die Politiker wächst, die Bankenrettung nachzubessern. Grundsätzlich existieren drei Alternativen zur staatlichen Bad Bank: Der Staat versichert das Ausfallrisiko der schlechten Papiere gegen eine Gebühr. Er lockert die Bilanzierungsvorschriften. Oder er (teil)verstaatlicht die betroffenen Banken.

Die Versicherungslösung hat den Charme, dass die Banken einen kleinen Teil des Risikos selbst tragen müssen. Jedoch macht sie wenig transparent, welche Bank noch welche Risiken in ihren Büchern hat. Die Verunsicherung bliebe. Zudem wären die Kosten für den Staat unvorhersehbar.

Die günstigste Variante ist es, die Bilanzierungsvorschriften zu ändern. Gegen eine Lockerung haben Fachleute selten etwas einzuwenden, doch eine völlige Abkehr von alten Vorschriften halten die meisten für falsch. „Das wäre ja, als würde man während des Elf-Meter-Schießen die Regeln ändern“, sagt der Kölner Bankenspezialist Thomas Hartmann-Wendels. „Das schafft kein Vertrauen.“

Der Staat hat als Banker noch nie eine gute Figur gemacht

Die dritte Variante – der Staat gibt den Banken Geld und erhält im Gegenzug Anteile – ist diejenige, an der sich die meisten Regierungen schon versuchen. Deutschland besitzt rund ein Viertel der Commerzbank. Die Hypo Real Estate könnte sogar komplett verstaatlicht werden. Ähnliches geschieht in Amerika und Großbritannien.

Marktwirtschaftler empört diese Lösung, denn der Staat hat als Banker noch nie eine gute Figur gemacht. Doch die Strategie hat zwei klare Vorteile: Der Staat belässt die riskanten Papiere bei denjenigen, die sich am besten damit auskennen – bei den Banken. Und die einstigen Banker und ihre Aktionäre lernen, dass es gefährlich ist, hohe Risiken einzugehen. Ökonomen wie Straubhaar sehen zu dieser Lösung im Notfall keine Alternative. Er plädiert sogar dafür, Banken wenn, dann komplett zu verstaatlichen.

Vielleicht ist das alte Rettungspaket der Regierung also gar nicht so falsch – und bräuchte nur ein paar Nachbesserungen. In den Koalitionsfraktionen, im Kanzleramt und im Finanzministerium wird zumindest eifrig gerechnet. So sollen die Kreditgarantien des Bundes für die Banken von drei auf fünf Jahre verlängert werden. Überlegt wird dem Vernehmen nach auch, statt einer großen „Bad Bank“ viele kleine interne „Bad Banks“ bei den Banken einzurichten, die sich mit der geordneten Abwicklung der toxischen Bestände beschäftigen. Keine schlechte Idee. Denn die Risiken blieben bei denen, die sie verursacht haben und die Transparenz steigt.

www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266/...on~Scontent.html

Antworten
E8DEF285:

also ich spiele jetzt mal

3
24.01.09 21:22
das oben geschriebene für mich durch.
Ich habe 100TEuro einer Bank anvertraut. Die Bank ist blöd und verschleudert mein Geld indem es irgendeinen Hirni dieses Geld leiht der es nicht zurückzahlen kann. Diese 100TEuro bekomme ich also nicht mit zarten 3% irgend einmal wieder - sondern nur einen Teil.
Nu sagt Vater/Mutter Staat - he liebe Bank dieser faule Kredit kaufe ich Dir ab und garantiere dem lieben Onkel der da Euch dieses Geld anvertraut habe - das er so er will sein Geld mit zarten 3% dennoch bekommt.
Jetzt habe ich dieses Geld wieder und nun denken die lieben faulen, dofen - etschuldigung hochqualifizierten Banker ich leihe den meine 100TEuro wieder - denn sie sind doch sooooooooooooooooo sauber -
Wie blöd kann man den Bürger noch betrügen, manipulieren etc.
Ich denk halt so
Gruss E8
Antworten
watergate:

#7

4
24.01.09 21:24
die verarschen uns, weil DAS ihr job ist. einen anderen haben sie nicht, denn sie haben keine ahnung von dem was sie tun. somit können sie uns auch nur verarschen, weil sie ja zu wenig wissen - und werden auch verarscht von ihren pferdeflüsterern

ich persönlich fühle mich durch politik in aller regel verarscht - da braucht es keine wahlen im vorfeld ;-)

die zusammenfassung der situation gipfelt unabhängig von den facetten die man anführt, für mich einfach in dem fakt dass ALLE verluste auf unschuldige übertragen werden.
Antworten
E8DEF285:

daher nochmals mein ruf

 
24.01.09 21:30
nach Deflation , Deflation , Deflation - denn nur hier werden die bestraft die es verdient haben
gruss E8
Antworten
watergate:

warum sollte

2
24.01.09 21:49
der staat, also wir, geld etwas investieren, das erwiesener maßen NICHTS wert ist?! man täte dann so, als es ob es etwas wert wäre was wir gekauft haben. dagegen ist sozialistische staatsplanung ja eine hochgradige intellektuelle und zugleich total aussichtsreiche methode ;-)

die sendung mit der maus zeichnet sich dadurch aus, sachverhalte im modellhaften stil verständlich zu machen. da ist jetzt aber die maus stark gefragt.!!!
Antworten
powerman:

E8 & Watergate,

 
24.01.09 22:08
ich hoffe, ihr meint es nicht ernst was ihr sagt... wie ist eure Lösung ?
Antworten
watergate:

@powerman

 
24.01.09 22:25
weißt doch - meckern ist immer einfach ;-) meckern dient aber auch als ventil! denn diese ungeheuerlichkeiten, die derzeit abgehen, müssen einen erzürnen. da erscheint es legitim, sich auch unsachlich luft zu machen.
threader, denen dies zu profan ist, haben die möglichkeit und nutzen sie auch, um sich vor solchen unholden wie mir oder E8 abzugrenzen ;-)

wenn ich eine lösung für dieses systematisch errichtete luftschlossfinanzsystem im globalen maßstab hätte, wäre ich denen, die mittels goethes faust selbiges errichtet haben, überlegen. bin ich jedoch nicht.

ebenso kann man nicht zwangsläufig von einem unmutskandidaten statt des unmutes, konstruktive lösungen einbedingen. es gibt auch schlichte gemüter wie mich, die nur teile von dem was passiert, begreifen und somit faktisch ausgeliefert sind. wenn ich schon unzureichend wissend bin, möchte ich wenigsten STINKSAUER sein!
Die Isländer imponieren mir im Moment da ausgesprochen!

achja - powerman, deine lösung?!
;-)
Antworten
powerman:

watergate

 
24.01.09 22:40
... ein Ventil ist immer gut, habe ich auch oft.

Stell Dir vor: Heinrich Faust wäre Steinbrück und Mephistopheles wäre Ackermann ;)

... die Natur findet immer einen Weg ... (soll heißen: habe auch keine Lösung... Währungsreform ?)
Antworten
watergate:

währungsreform . . .

2
24.01.09 22:46
in einem land kann man das volk auch mal derb verarschen, aber in ganz europa gleichzeitig?
die franzosen könnten sich an alte zeiten erinnern und es könnte nachahmer finden ;-)

es gibt noch mehr als uns, die sich gedanken machen:

Warnung des IWF
"Die Landesbanken bedrohen das System"

Der Internationale Währungsfonds fordert Deutschland dazu auf, den Finanzsektor entschlossener umzubauen.
Von Nikolaus Piper

Als Konsequenz aus der Finanzkrise hat der Internationale Währungsfonds (IWF) Deutschland zur umfassenden Reform seines Finanzsektors aufgefordert. Insbesondere sollen die Landesbanken restrukturiert, die Einlagensicherung für Bankkunden verbessert und die Bankenaufsicht vereinheitlicht werden.

In ihrem Deutschlandbericht sagen die Experten des IWF einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 2,5 Prozent voraus, 2010 sei allenfalls mit einer "langsamen Erholung" zu rechnen.

Drastische Verschlechterung

Offensichtlich hat sich die Einschätzung des IWF über die deutsche Konjunktur innerhalb weniger Wochen dramatisch verschlechtert. In der Langfassung des Berichts vom 9. Dezember 2008 ist noch von einem Wachstumseinbruch von lediglich 0,8 Prozent die Rede. Nach den Statuten des IWF beurteilen Experten-Teams des Fonds in regelmäßigen Abständen die Wirtschafts- und Finanzpolitik jedes Mitgliedslands.

Die Finanzkrise habe die "Verwundbarkeit des deutschen Finanzsystems deutlich gemacht", schreiben die Experten. Diese könne durch die Rezession noch erhöht werden. Sie begrüßen die bisherige Krisenpolitik der Bundesrepublik, fordern aber noch weitere Schritte, um die Gesundung des Finanzsektors voranzutreiben.

So sollten die Behörden "proaktiv" die Landesbanken gesundschrumpfen; diese bedrohten die Stabilität des gesamten Systems. Die Experten legen nahe, die Landesbanken in "gute" und "schlechte" aufzuteilen und die guten so umzubauen, dass sie privates Kapital aufnehmen können. Das Management des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung solle direkt mit den Landesregierungen zusammenarbeiten, um die bisherige Reformblockade zu durchbrechen, heißt es in dem Bericht.

Darüber hinaus schlägt der IWF vor, die bisher getrennten Einlagensicherungsfonds von privaten Banken, Genossenschaften und Sparkassen zu vereinheitlichen und besser mit Kapital auszustatten. Der Schutz, den diese Fonds bieten, sei im internationalen Vergleich niedrig.

(SZ vom 23.01.2009/hgn)
Antworten
watergate:

achja

 
24.01.09 22:51
wer bestimmt in einem land was passiert, wer setzt die eckpfeiler allen geschehens? der staat.
mir scheint doch eher die banken.
staat ist doch derzeit eher ein synonym für "erfüllungsgehilfe mit beschränktem ermessensspielraum".
Antworten
powerman:

water...

 
24.01.09 22:58
bezüglich Währungsreform: der Schwache schlägt keine Revolte ;)

... aber ich jetzt: bin betrunken und gehe jetzt ins Bett ;) nice WE
Antworten
watergate:

ein banker

 
24.01.09 23:03
der gerade allen sand in die augen streut, sagt: na denn gute nacht!
Antworten
watergate:

hier isser jetzt

 
24.01.09 23:05
rechts neben ihm steht der sack mit den goldmünzen . . .  den behält er aber für sich ;-)
Bad Bank: Allmählich wird es lächerlich 212517
Antworten
watergate:

es ist

 
24.01.09 23:16
lächerlich.
wer meint, dass es nicht lächerlich ist, darf sich in seiner freiheit auch für ein anderes wort entscheiden. es sollte jedoch eines der folgenden sein ;-)

absurd,
albern,
blamieren,
gering,
geringfügig,
grotesk,
kindisch,
komisch, lachhaft, läppisch, närrisch, spaßig,
töricht, ulkig, verrückt, wenig, winzigalbern, ridikül
absurd, albern, befremdend, blöd, blödsinnig, geringfügig, grotesk,
kindisch, klein, läppisch, leicht, makaber, närrisch,
neckisch, sinnlos, töricht, unbedeutend, unsinnig, verrückt, wenig, widersinnig, würdelos
abgenutzt, albern, arm, armselig, bedauernswert, dünn,
eitel, elend, erbärmlich, heruntergekommen, Jacke wie Hose,
jämmerlich, kläglich, kümmerlich, leer, lächerlich, mager,
miserabel, nicht erwähnenswert, heiter, komisch,
lachhaft, lächerlich, spaßig, toll
amüsant, burlesk, drollig, gediegen, gelungen,
grotesk, komisch, kostbar, kurzweilig, köstlich, launig, lächerlich, neckisch, niedlich, originell, possierlich, putzig, schalkhaft, witzig
abenteuerlich, absonderlich, absurd, albern, barock,
bizarr, burlesk, exzentrisch, fantastisch, grotesk,
komisch, kurios, linkisch, lächerlich, putzig, schrullig, seltsam, sonderbar, täppisch
abgeschmackt, abscheulich, affektiert, befremdend,
exaltiert, fantastisch, garstig, geschmacklos, grotesk,
kurios, lächerlich, närrisch, schlimm, seltsam, sonderbar,
stillos, übel, überladen, übertrieben
abgeschmackt, hirnlos, lächerlich, unfassbar, unverdaut
ausgeschlossen, lächerlich
Antworten
watergate:

eine oder mehrere bad banks zu

 
25.01.09 09:01
gründen, steht garnicht zur debatte. wir haben doch schon unendlich viele bad banks: alle landesbanken, coba, db, citigroup, boa und und und . . .  eben noch die andere 1000 banken. wer braucht da auch nur noch eine einzige bad bank!?

die diskussion impliziert zudem, dass die derzeigen banken weder bad noch dafür verantwortlich sind, dass es derzeit so bad aussieht. diese sprachliche umkehrung vom tatsächlichen sollte als wort des jahres ein klarer kandidat sein. die bosheit und ignoranz, die da noch bei den alten "peanuts" verbleibt, ist geradezu lächerlich aber auch damals bereits symptomatisch und zugleich wegweisend. leider.
Antworten
Marlboromann:

Egal ob eine oder viele bad Banken

 
25.01.09 09:17
das ändert nichts im geringsten an der Summer der tosischen Werte die ausgelagert werden sollen.

Ich nenne das ,,cheat talking". Die reden um den heißen Brei, ohne was an der Sache zu ändern.
Antworten
watergate:

auslagerung ja

3
25.01.09 09:33
aber eben, wie du schon anführst, in einer form zu einem ERHEBLICHEN druck auf jede bank führt. denn ansonsten lachen sich alle banker kaputt, denn sie würden jedweder verantwortung enthoben! da möchte man doch schon fast laut intonieren: Freiheit für Zumwinkel!
Antworten
melbacher:

Bad Bank haben wir doch schon

 
25.01.09 09:53
Der Staat ist die Badbank und der Steuerzahler der Badbluter.
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