Hatte vor den Zahlen schon Bammel was der Kurs tun wird aufgrund der tollen Kursperformance der letzten Wochen von mehr als 50%.
Aber die Q2-Zahlen sind wirklich stark, richtig stark:
Q2-Umsatz: 286 Mio. € (+ 38% bzw. 78 Mio. €)
Q2-EBITA: 74,7 Mio. € (+ 224% bzw. + 41 Mio. €)
Q2-EBITAmarge: 26,1% (Q2 2016/2017: 14,9%)
Q2-EBIT: 40,3 Mio. €
Q2-EBITmarge: 14,1%
Q2-EBT: 36,9 Mio. €
Q2-Nettogewinn: 26,7 Mio. € (Steuerquote: 28%)
Q2-EPS: 0,69 €
Leider "versteckt" AT&S die wirklich erstklassigen Q2-Zahlen in ihrer Pressemitteilung und man muss teilweise vom Halbjahresbericht Zahlen vom Q1 Bericht hernehmen um ausrechnen zu können wie klasse Q2 war. Vor allem der Umsatz und die EBITA-Marge und damit natürlich auch letzendlich der Nettogwinn mit einem Q2-EPS von 0,69 €.
Im Bereich "SEGMENT MOBILE DEVICES & SUBSTRATES" im chinesischen Werk Chongqing wurde erwartungsgemäß in Q2 das meiste Geld verdient mit einem Segmentenumsatz von 221,6 Mio. €, einem EBITA von 59,4 Mio. € und einer EBITA-Marge von 26,9%. Das kleinere Segment "SEGMENT AUTOMOTIVE, INDUSTRIAL, MEDICAL" war in etwas auf Vorjahresniveau mit einem Segmentenumsatz von 95,2 Mio. €, einem EBITA von 13,3 Mio. € und einer EBITA-Marge von 14,8%.
Die neue Geschäftsjahresguidance mit einem Umsatzwachstum von 20-25 % udn einer EBITDA-Marge von 19-22 % sollte nach den erstklassigen Q2-Zahlen null Problem sein. Im gesamten Geschäftshalbjahr lag das Umsatzwachstum schon bei 25,7% und die EBITA-Marge bei 21,5%. Die nicht gerade so tollen Q1-Zahlen haben natürlich die Halbjahreszahlen negativ beeinflusst. offenbar wird auch Q3 ein klasse Quartal werden, aber was in Q4 läuft ist man sich bei AT&S wohl etwas unsicher:
"AT&S rechnet in den kommenden sechs Monaten mit einer weiterhin guten Nachfrage in den wesentlichen Kundensegmenten, aber auch mit einer für das vierte Quartal üblichen Saisonalität und geringer Visibilität sowie einem weiterhin bestehenden Preisdruck – insbesondere bei IC-Substraten."
ats.net/de/wp-content/uploads/sites/3/...resfinanzbericht.pdf
Nach diesen Zahlen scheint die Schätzung von Hauck + Aufhäuser mit einem EPS von 0,85 € schon mehr als erreichbar, nach dem in Q2 ein EPS von 0,69 € erzielt wurde. In Q1 wurde jedoch ein negatives EPS von 0,29 € erzielt, so dass nach dem 1. Hj. nur 0,40 € beim EPS auf der Habenseite steht. Aber wie geschrieben die 0,85 € von Hauck + Aufhäuser sollten eigentlich überhaupt kein Problem darstellen.