Das bedeutet eben, dass diese Guidance nicht die erklärte Zielguidance - sondern sozusagen ein Mindesterfordernis des Unternehmens ist.
Jetzt kann man sich natürlich als Aktionär gedanklich frei entfalten, wo die Reise in den nächsten Jahren hinführen könnte.
Ich sehe das so:
Ich unterstelle für alle Jahre gleichbleibende Rahmenbedingunen.
2016/17:
hier übernehme ich einfach mal die Berechnungen von hzenger:
Umsatz: 847 Mio. EUR
EBITDA: 161 Mio. EUR
EBIT: 30 Mio. EUR
Gewinn: 17 Mio. EUR
EPS: 0,45 EUR
KGV: (Kurs: 11 Euro) 25
2017/18
Die Linien 1-3 laufen nun schon. Es muß nur noch der Ramp für Linie 4 durchgeführt werden. Die Kosten dafür sind signifikant niedriger als die Kosten für die im Vorjahr absolvierten Ramp`s.
Zusätzlich zu den 130 Mio an Abschreibungen für das Vorjahr kommen weitere Abschreibungen idH von 10 Mio hinzu, weil in der Zwischenzeit weiterer Cash in die Linien geflossen ist und diese nochmals erhöhte Abschreibungen erfordern.
Das Altgeschäft läuft ähnlich gut wie 2015/16, womit Umsätze von 760 Mio erzielt werden. Das Neugeschäft hat sich noch nicht voll entfaltet, womit man hier eher mit Umsätzen idH von 200 Mio rechnen kann.
Umsatz: 960 Mio
EBITDA: 202 Mio bei einer EBITDA-Marge von 21%
EBIT: 62 Mio
Gewinn: 43 Mio
EPS: 1,1
KGV (Kurs: 11 Euro): 10
2018/19
Alle 4 Linien sind mittlerweile voll angelaufen und sind ausgelastet.
Der Umsatz im Altgeschäft bleibt mit 760 Mio gleich und hat sich im Neugeschäft mit 260 Mio voll entfaltet.
Die EBITDA-Marge liegt insgesamt bei 24%. Das Neugeschäft ist wettbewerbsärmer, weil diese Technologien nur von wenigen Unternehmen beherrscht werden. Die EBITDA-Margen sind daher höher und liegen bei 25%.
Die Abschreibungen liegen etwas niedriger - bei 130 Mio.
Umsatz: 1020 Mio
EBITDA: 245 Mio
EBIT: 115 Mio
Gewinn: 85 Mio
EPS: 2,19
KGV: (Kurs von 11 Euro) 5
Man sieht, dass die Aktie über die nächsten Jahre natürlich schon Potential hat. Die Börse ist ja vorlaufend. Mit dem Blick auf 2017/18 und einer KGV-Aussicht auf 10 kann mann man dann schon ein 50%-Upsidepotential erwarten. In einem weiteren Jahr dann eben auch einen weiteren Verdoppler.
Risiken sind aber natürlich auch jede Menge da. Es müssen erst einmal Kunden gewonnen werden, die die Linien auslasten.