Sicher macht es keinen Sinn , nur die Pachtzahlungen isoliert zu betrachten . Trotzdem hat AB durch Börsengang und Kaptalerhöhung 270 Mio. € eingenommen , dazu fast 50 Mio. Verbindlichkeiten bei Banken und über 3o Mio. bei Lieferanten . Demgegenüber stehen a k t u e l l „nur“ 57 Mio. Cash und 1 Mio. Forderungen und a k t u e l l Verluste in der GuV sowie im Aktienkurs gemessen zum IPO von fast 60% und gemassen zur Kapitalerhöhung 2010 von fast 80% … das sind die a k t u e l l e n F a k t e n … und was da sonst noch angeblich an werthaltiger Substanz in der Bilanz stecken soll davon glaube ich mal besser kein Wort mehr …
Ich wiederhole (m)ein (persönliches) Worst-Case-Szenario:
AB macht beim IPO einen auf super Geschäftsmodell, die Aktien sind dadurch mit 17 Euro 15-fach überzeichnet . Man weist anschließend jahrelang wachsende Buch(!)gewinne aus. Macht unter fadenscheinigen Vorwänden noch eine schöne Kapitalerhöhung und schnupft sich zusätzlich noch mal eben 50 Milliönchen von Banken ein – und kann natürlich wunderbar von einer soliden Cash-Situation berichten …
Langsam merkt der Markt, dass von den Gewinnen nichts im Cashflow ankommt . Dann werden wiederum fadenscheinige Gründe hervorgebracht ( Arbeiter bleiben wegen Feiertag in den Bergen ( Q1 ) , man hat plötzlich keine Arbeiter für die Ernte beschafft ( Q2 ) usw. ) . Man merkt ur-plötzlich , dass man 200 Mio. in viel zu teure „Biologische Vermögenswerte“ geblasen hat , die das ja gar nicht wert sind ( wem auch immer dieser warme Geldregen zu Gute kam … ) . Und man fängt an , sukzessive unser / Euer versenktes Kapital in Salami-Taktik abzuschreiben . Und jedes Quartal gibt`s ne neue Story von wegen erhöhter Kosten oder schwächelnder Nachfrage oder Scheiß Wetter etc. . Muss halt alles nur nach „Pechgehabt“ aussehen , damit ich hinterher nicht wegen Vorsatz vor den Kadi gezogen werden …
Bytheway
Das Thema IPO einer Chinesische Firma am Deutschen Kapitalmarkt haben wir hinlänglich diskutiert . Die Besitzverhältnisse , Intransparenz , Bewertungsnebel der vermögenswerte , CashFlow-Rechnung usw. ebenso . Das verkneife ich mir jetzt mal ( auch wenn`s mir schwer fällt ... )
Ich bin aber noch über einen anderen sehr interessanten Punkt gestolpert. Im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung 2010 wurde immer wieder der Verkauf von 1 Mio. Aktien durch den CEO erwähnt:
„…Asian Bamboo habe ca. 2,4 Mio. Aktien platziert, davon 1,4 Mio. neue Aktien und 1 Mio. Aktien, die durch den Gründer und CEO Herrn Lin verkauft worden seien, der nach der Transaktion weiterhin einen Anteil von 38% halte. Der Preis von EUR 31 je Aktie sollte zu Nettoerlösen von ca. EUR 42 Mio. aus der Kapitalerhöhung führen. …“
Die 1 Mio. Aktien bzw. 31 Mio. € vom guten Herrn Lin sind aber gar nicht AB zugeflossen ( Nettoerlöse = 1,4 Mio. Aktien x 31 € = 42 mio. € nach Abzügen ) . Es scheint so , als habe sich der CEO mal eben auf der Welle des weiteren Wachstums und des guten Kurses klammheimlich 31 Mio. eingeschnupft und so getan , als stünde das im Zusammenhang mit der KE ( und damit kein "Insider-Verkauf" von 31 Milliönchen ) . Hat es aber überhaupt nicht … mal ne gaaanz clever Art der "Darstellung" des guten CEO !!
( wie immer ist das nur meine persönliche Meinung ! )
Es ist noch nie jemand damit reich geworden, sich seine Investments schön zu reden