Georg W. Bush steht wegen seiner Zurückhaltung beim Umweltschutz in der Weltöffentlichkeit schon lange in der Kritik. Quittungen dafür kassiert er regelmäßig. So verweist zum Beispiel der Klimaschutzindex 2008 die USA auf den 55. Platz von 56 Plätzen. Kein Wunder, dass da andere US-amerikanische Politiker das Thema Umweltschutz gerne aufgreifen. Es ist schließlich Wahlkampf. Und laut einer Umfrage der Washington Post wünschen sich 70 Prozent aller Amerikaner mehr Engagement im Klimaschutz. Was liegt also näher, als den dringenden Handlungsbedarf endlich anzugehen und gleichzeitig Wählerstimmen zu fangen?
Große Chancen für Umwelttechnologien
Die Vereinigten Staaten sind nach China für den zweitgrößten CO2-Ausstoß weltweit verantwortlich. Mit dem bereits existierenden Klimawandel-Technologie-Programm sollen bessere Energietechnologien gefördert werden, um die Treibhausgas-Emissionen zu senken. Insbesondere Unternehmen aus den Bereichen saubere Technologien, Energieeffizienz und Umweltmanagement dürften von diesem Richtungswechsel und einem neuen Präsidenten profitieren.
Alternative Energiegewinnung auch in den USA immer wichtiger
Die Ausgangslage der USA ist nämlich exzellent, allein was das hohe Potenzial an erneuerbaren Energien betrifft. Auf einem Viertel der gesamten Landesfläche weht ein so starker Wind, dass damit Strom erzeugt werden kann, der nicht mehr kostet als bei Kohle oder Erdgas. Windparks werden wohl zukünftig eine tragende Rolle bei der Energieversorgung spielen. Und an Know-how für umweltverträgliche Lösungen fehlt es dem Land auch nicht. "Wir haben die Wissenschaftler und Unternehmer, um uns bei den grünen Technologien an die Spitze zu setzen" gibt sich Gouverneur Arnold Schwarzenegger selbstbewusst.
Der Staat Kalifornien hat bis 2016 knapp drei Milliarden US-Dollar eingeplant, um Hausdächer mit Solarzellen zu bestücken. Bis 2025 soll in dem umweltschutztechnischen Vorreiter-Bundesstaat der Ausstoß von Treibhausgasen um 20 Prozent gesenkt werden.
Von Anfang an auf den grünen Zug aufspringen
Handlungsbedarf in Sachen Umweltschutz besteht aber nicht nur in den USA. Überall auf der Welt entsteht ein gigantischer Bedarf an neuer Technik, mit der sich Energien besser nutzen oder erzeugen lassen. Es ist wichtig, dass alle mitmachen, um Ressourcen zu schonen und die Verschmutzung von Luft und Wasser einzudämmen. Zudem ist es in vielen Fällen günstiger Rohstoffe einzusparen oder zu recyceln, als sie zu produzieren.
Die Nachfrage nach Umwelttechnologien wird voraussichtlich immer mehr zunehmen. Für langfristig orientierte Anleger bietet sich jetzt eine gute Chance, von Anfang an mit einem breit gestreuten Investment auf den grünen Zug aufzuspringen.
Quelle: wirtschaft.t-online.de/c/15/17/73/72/15177372.html

