Das B2B-Softwareunternehmen Ariba [Nasdaq: ARBA ] hat am Donnerstag für das abgelaufene Quartal einen deutlich höher als erwarteten Gewinn gemeldet und zudem gesagt, dass die Wertpapieraufsichtsbehörde SEC mit der Unsuchung der Bilanzierungspraktiken begonnen habe.
Ariba hatte am 31.Dezember die Anleger über mögliche Irrtümer im Geschäftsbericht für das Jahr 2001 informiert und in diesem Zusammenhang gesagt, dass auch der Termin für den Abschlussbericht 2002 verschoben würde. Der Bilanzierungsfehler betrifft die Zahlung von 10 Millionen Dollar von Chairman Keith Kracht an den Mitgründer Larry Mueller. Das Unternehmen hatte die Transaktion als Privatsache bewertet, da Kracht sein eigenes Geld benutzt hatte.
Die angekündigte Revision der Bücher hat die Wertpapieraufsicht auf den Plan gerufen, die nun ihrerseits Untersuchungen durchführt.
Das besondere Interesse der Investoren galt am Donnerstagabend jedoch nicht den Buchhaltungsproblemen, sondern dem Ergebnis im letzten Quartal. Und das fiel deutlich besser als erwartet aus. Demnach verbuchte Ariba im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2003 einen Umsatz von 62,0 Millionen Dollar – ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Proforma-Ergebnis übertrifft Erwartungen
Das Nettoergebnis auf GAAP-Basis beträgt minus 55,9 Millionen Dollar bzw. 0,21 Dollar pro Aktie verglichen mit einem Ergebnis von minus 157,7 Millionen Dollar bzw. 0,62 Dollar/Aktie im ersten Quartal 2001.
Ariba wies am Abend kein Proforma-Ergebnis aus, sagte aber, die Sonderfaktoren (Abschreibungen) für die jüngste Periode beliefen sich auf 0,26 Dollar. Das Ergebnis vor Sonderfaktoren beträgt demnach plus 0,05 Dollar pro Aktie. Analysten hatten beim Ergebnis vor Sonderfaktoren mit einem Wert von durchschnittlich plus 0,01 Dollar kalkuliert.
Entsprechend positiv fiel die Reaktion der Anleger aus. Die griffen beherzt zu und trieben die Titel nachbörslich um 21 Prozent in die Höhe auf 3,40 Dollar.
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