Der neue Arcandor-Chef muss insgesamt über zehn Millionen Euro an Miete und Umbaukosten zahlen – für ein Haus, das leer steht.
Gern kokettiert Karl-Gerhard Eick, der neue Chef des Essener Handels- und Touristikkonzerns Arcandor, mit seinem Image als "sparsamer Schwabe". Er stehe für eine "grundsolide Finanzpolitik", betont Eick bei jeder Gelegenheit. Umso ärgerlicher für den Manager: Sein finanziell angeschlagener Konzern hat sich verpflichtet, Millionen Euro für ein Gebäude zu zahlen, das er bisher gar nicht nutzt.
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Karl-Gerhard Eick
Für einen Büro-Komplex am Düsseldorfer Flughafen muss Arcandor bis 2015 jedes Jahr 1,2 Millionen Euro Miete inklusive Nebenkosten zahlen. Zudem fielen schon drei Millionen Euro für Umbauten an. Hintergrund: Der Konzern hoffte Mitte 2008, die Kaufhaustochter Karstadt samt Hauptverwaltung in Essen loszuwerden. Anschließend sollte die Konzernholding in die auf Vorrat angemieteten Büros in Düsseldorf umziehen.
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