Quelle: WO
Apple: Innovationen helfen aus der Krise
Besonders Notebook-Sparte stark
Die Überraschung des gestrigen Abends an der Wall Street ist der Computer-Hersteller Apple. Hauptsächlich auf Grund neuer Produkte und vor allem wegen der starken Absatzzahlen der Laptop-Computer übertrifft Apple die Erwartungen um glatte 10 Cent. Auch das erste neue Betriebssystem seit 17 Jahren schlägt offenbar ein.
11 Cent pro Aktie ohne Einmaleffekt verdient Apple im zweiten Geschäftsquartal 2001, während Analysten seit dem Verlust im ersten Geschäftsquartal nur mit knapp einem 1 Cent Gewinn pro Anteilsschein rechneten. Besonders stark waren die Verkäufe des Notebook-Modells PowerBook G4 mit 115.000 abgesetzten Stück. Insgesamt verkaufte Apple im zweiten Quartal 751.000 Computer – wesentlich mehr als die Branchenexperten erwarteten.
„Mit dem PowerBook haben wir es auf den Punkt getroffen“, meint Unternehmensgründer und –Chef Steve Jobs. „Uns sind in diesem Quartal einige Innovationen gelungen und die Kunden haben positiv reagiert.“ Zu diesen Innovationen gehört auch Mac OS X, das erste völlig neue Betriebssystem des kalifornischen Unternehmens seit 17 Jahren . Allein in der ersten Verkaufswoche generierte OS X 19 Mio.$ an Umsatz.
Weshalb die Analysten von Needham & CO. u.a. von einem hervorragenden Quartal sprechen, das wieder einmal zeige, dass Apple seinen eigenen Weg gehe. Wenn das Unternehmen von Steve Jobs gute Produkte habe, sei es egal, was der PC-Markt macht. Allerdings funktioniert das auch umgekehrt. Ein floppender G-Cube-Computer und eine schwache Produktreihe zu Weihnachten verhagelten Apple das traditionell eigentlich stärkste erste Geschäftsquartal.
Die starken Verkaufszahlen der teureren Notebooks treiben auch die Margen wieder in die Höhe. Die Bruttogewinnmarge steigt auf 26,9%, eine deutlich Verbesserung gegenüber dem ersten Fiskalquartal. Apple will diese Marke über das ganze Jahr beibehalten und verspricht außerdem sowohl im Juni- als auch im September-Quartal Gewinne.
Natürlich ist noch nicht alles im Lot, doch immerhin sehen die Analysten von Lehman Borthers die Aktie nun wieder als „buy“ nach zuvor „marketperform“. Die aktuell günstige Bewertung, sowie die niedrigen Lagerbestände – Apple hat die Lagerüberschüsse um 100.000 Einheiten gesenkt - sprächen für das Unternehmen. Ganz anders sieht SG Cowen die Lage. Apple sei mit einem Kurs um 25$ fair bewertet und man nimmt deshalb die Empfehlung von „buy“ auf „neutral“ zurück.
Doch die Aktie profitiert von der positiven Stimmung. Am heutigen Donnerstag steigt sie um 10,8% auf 25,26$.
Autor: Björn Junker, 20:11 19.04.01
Apple: Innovationen helfen aus der Krise
Besonders Notebook-Sparte stark
Die Überraschung des gestrigen Abends an der Wall Street ist der Computer-Hersteller Apple. Hauptsächlich auf Grund neuer Produkte und vor allem wegen der starken Absatzzahlen der Laptop-Computer übertrifft Apple die Erwartungen um glatte 10 Cent. Auch das erste neue Betriebssystem seit 17 Jahren schlägt offenbar ein.
11 Cent pro Aktie ohne Einmaleffekt verdient Apple im zweiten Geschäftsquartal 2001, während Analysten seit dem Verlust im ersten Geschäftsquartal nur mit knapp einem 1 Cent Gewinn pro Anteilsschein rechneten. Besonders stark waren die Verkäufe des Notebook-Modells PowerBook G4 mit 115.000 abgesetzten Stück. Insgesamt verkaufte Apple im zweiten Quartal 751.000 Computer – wesentlich mehr als die Branchenexperten erwarteten.
„Mit dem PowerBook haben wir es auf den Punkt getroffen“, meint Unternehmensgründer und –Chef Steve Jobs. „Uns sind in diesem Quartal einige Innovationen gelungen und die Kunden haben positiv reagiert.“ Zu diesen Innovationen gehört auch Mac OS X, das erste völlig neue Betriebssystem des kalifornischen Unternehmens seit 17 Jahren . Allein in der ersten Verkaufswoche generierte OS X 19 Mio.$ an Umsatz.
Weshalb die Analysten von Needham & CO. u.a. von einem hervorragenden Quartal sprechen, das wieder einmal zeige, dass Apple seinen eigenen Weg gehe. Wenn das Unternehmen von Steve Jobs gute Produkte habe, sei es egal, was der PC-Markt macht. Allerdings funktioniert das auch umgekehrt. Ein floppender G-Cube-Computer und eine schwache Produktreihe zu Weihnachten verhagelten Apple das traditionell eigentlich stärkste erste Geschäftsquartal.
Die starken Verkaufszahlen der teureren Notebooks treiben auch die Margen wieder in die Höhe. Die Bruttogewinnmarge steigt auf 26,9%, eine deutlich Verbesserung gegenüber dem ersten Fiskalquartal. Apple will diese Marke über das ganze Jahr beibehalten und verspricht außerdem sowohl im Juni- als auch im September-Quartal Gewinne.
Natürlich ist noch nicht alles im Lot, doch immerhin sehen die Analysten von Lehman Borthers die Aktie nun wieder als „buy“ nach zuvor „marketperform“. Die aktuell günstige Bewertung, sowie die niedrigen Lagerbestände – Apple hat die Lagerüberschüsse um 100.000 Einheiten gesenkt - sprächen für das Unternehmen. Ganz anders sieht SG Cowen die Lage. Apple sei mit einem Kurs um 25$ fair bewertet und man nimmt deshalb die Empfehlung von „buy“ auf „neutral“ zurück.
Doch die Aktie profitiert von der positiven Stimmung. Am heutigen Donnerstag steigt sie um 10,8% auf 25,26$.
Autor: Björn Junker, 20:11 19.04.01