Wie man sicherlich lesen kann, bin ich bezüglich der Auslagerung von Produktionsstätten nach Asien oder auch Osteuropa sehr skeptisch.
Dabei ist es pardu nicht so, dass ich es ablehne, dass Hersteller wie Apple oder auch VW in China produzieren. Die Frage ist jedoch wie sie es tun.
So macht es meiner Meinung nach Sinn, Produkte für den chinesischen Markt auch in China herzustellen bzw. dortige Ressourcen zu nutzen.
Doch geht es u.a. darum, scheinbar teure Standorte auszulagern um Kosten sparen zu können und dies geht IMMER auf Kosten der Qualität.
Wo einst ein Mitarbeiter mit 25 Jahren Erfahrung stand, steht heute eine ungelernte Fachkraft und Betriebszugehörigkeiten von mehr als 2 Jahren sind die Ausnahme.
Die Qualität in China gefertigter Produkte kann im Grunde daher nicht vergleichbar mit in Dtl. gefertigten Produkten sein.
Wäre dem so, so würde dies ja bedeuten, dass Fachausbildung überflüssig ist und Produkte von Apple oder auch VW von Jedermann hergestellt werden kann.
Man stelle sich mal vor man würde z.B. einen VW rein mit Lehrlingen bauen lassen.
Ja dank einer hohen Automatisierung und Standardisierung ist dies sogar zu einem gewissen Grad möglich, doch spätestens wenn Probleme auftreten, die Automatisierung nicht wie erwartet funktioniert, dann werden die Lehrlinge aufgeschmissen sein und ein Qualitätsverlust ist eine ganz natürliche Folge und so ist es auch in China.
Man braucht sich hierbei nur mal z.B. mit Ingenieuren unterhalten, welche in China gearbeitet haben.
Und nochmal möchte ich betonen, dass der Konsument mittlerweile auf mindere Qualität "trainiert" worden ist und die Unternehmen über den Weg der Medien sowie diversen kalkulativen Tricks sowie die Ausnutzung der zunehmenden Ungleichverteilung zwischen arm und reich, es geschafft haben eine mangelnde Qualität profitsteigernd durchzusetzen.
U.a. hat sich die Langlebigkeit von nahezu allen Artikeln teils deutlich verkürzt, doch der Trick hierbei ist, dass man knallhart "Modetrends" schafft.
Warum hat ein PC keine Lebenszeit von 10 Jahren?
Die übliche Antwort: Weil er für heutige Anwendungen zu langsam ist und so manche Features nicht bieten kann.
Die Wahrheit jedoch ist, das vor allem die kommerziellen Anwendungen (bewusst) nicht effektiv genug sind und immer schnellere PCs brauchen.
Tatsächlich gibt es z.B. Linux-Betriebssysteme wie Ubuntu, welche deutlich effektiver als Windows arbeiten und einen Bruchteil der Speed brauchen, u.a. weil sie flexibler zu gestalten sind. So können PCs mit alten Pentium 1Mhz-Prozessoren flüssig laufen und Office, Internet ist hierfür problemlos möglich.
Thema Auto, Wer braucht z.B. Spielereien wie Einparkassistenten, integriertes Navi, hochkomplexen Boardcomputer, Spurassistenten, uvm.
Die übliche Antwort: Solche Dinge machen das Leben bequemer und sicherer.
Die Wahrheit jedoch ist, dass solche Dinge abhängig machen. So passiert es nicht selten, dass beim Ausfall einer eher sekundären Komponente ein unnötiger Aufwand entsteht und man zur Reparatur oder Update fast schon "gezwungen" wird.
Des Weiteren machen solche Helferlein die Menschen immer "dümmer".
Allein der Navi-Wahn hat dazu geführt, dass sich immer weniger Menschen noch in der freien Umgebung noch ohne Hilfe zurecht finden. Ja die meisten Menschen haben schon Probleme die Himmelsrichtung zu bestimmen, wenn z.B. die Sonne mal nicht scheint.
Dabei liefert uns die Natur in Form unseres Gehirns ein wunderbares Navigationssystem an, welches wir leider immer spärlicher benutzen.
Und was brauche ich z.B. eine Sprachsteuerung bei einem PC oder Handy?
Auch hier hat uns Gott Hände und Finger gegeben, welche mit ein wenig Übung nicht wirklich langsamer, dafür still uns leise sind.
Ich stelle mir gerade vor, wie Leute im Büro oder in der S-Bahn sitzen und mit ihren technischen Geräten labern, weil sie mit den Fingern gar nicht mehr in der Lage sind, Informationen, Befehle, Anweisungen zeitnah eingeben zu können.
Man hat dies ja u.a. schon mit der Einführung von Windows gemerkt, was aus der textzeilengetriebenen Eingabe eine mausgetriebene Eingabe gemacht hat.
Dies hat letztendlich dazu geführt, dass viele PC-Nutzer bis heute mit der Tastatur wenig effektiv arbeiten können und sie die Fertigkeit mit der Tastatur nicht mehr ausreichend ausprägen.
Und dann ist da noch der kalkulatorische Trick.
Man vermittelt den Eindruck, dass Alles immer billiger wird und man coole Preise anbietet. Und ja die Preise für technische Erzeugnisse sind echt teils radikal günstig, doch in den meisten Fällen für die dahinterstehende Qualität nicht wirklich günstiger.
Doch wenn man alle 5 Jahre z.B. einen neuen LCD-TV kauft, wo man früher alle 15 Jahre einen neuen TV brauchte, so relativiert sich der günstige Preis.
Wenn man ferner bedenkt, dass statt des einen Gerätes nun 3 Geräte im selben Zeitraum hergestellt werden wollen, so ist es auch aus ökologischer Sicht unvernünftig.
Des Weiteren haben wir uns daran gewöhnt, dass Produkte reklamiert werden müssen. Ich möge mal behaupten, dass die Rate der Reklamationen mittlerweile bei gute 20% der ausgelieferten Produkte liegt.
Für mich ist es ein Ding der Unmöglichkeit, wenn ich Waren reklamieren muss, was von minderer Qualität zeugt. Eine akzeptable Rücklaufquote liegt meiner Meinung nach bei 1% oder 2%, was etwa der menschlichen Unverfehlbarkeit entspricht.
Für mich ist es auch ein Ding der Unmöglichkeit, wie ein Zahnriemen eines Autos nach 75.000km reißen kann, obwohl er für einen Zyklus von 115.000 ausgelegt ist.
Ein Zahnriemen müsste hier durchschnittlich für 200.000km halten, wenn man von hoher Qualität sprechen möchte.
Dies mag durchaus etwas übertrieben klingen, doch sowas meine ich mit Qualitätsbewusstsein, nämlich Qualität zu schätzen und einzufordern!
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