Anschläge brutaler???Taktik USA???

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Anschläge brutaler???Taktik USA???

 
01.02.02 05:49
#1

P O L I T I K

„Noch tödlichere Anschläge drohen“


US-Verteidigungsminister R. befürchtet Schlimmes



D er US-Verteidigungsminister hat Amerika vor neuartigen Formen des Terrorismus gewarnt – das Land sei verwundbar. Die USA müssten sich gegen neue und „noch weitaus tödlichere“ Anschläge als die vom 11. September rüsten, sagte Donald Rumsfeld am Donnerstag in einer Rede vor der National Defense University. Die USA seien verwundbar gegenüber neuen Formen von Terrorismus, beispielsweise im Cyberspace oder in Form ballistischer Raketenanriffe auf amerikanische Städte. Neue Gegner könnten überraschend und mit Waffen von immer größerer Reichweite und Zerstörungskraft angreifen, warnte er.

Zuvor hatten US-Geheimdienste internen Terror-Alarm ausgelöst, wie die „Washington Times“ unter Berufung auf informierte Kreise berichtete. Mögliches Ziel sei ein US-Kernkraftwerk oder auch eine nukleare Einrichtung des Energieministeriums.

Die Warnung basiere auf geheimdienstlichen Erkenntnissen aus Übersee, die sich wiederum auf abgehörte Gespräche zwischen Terror-Verdächtigen stützten, schrieb das Blatt. In der intern ausgegebenen Warnung würden auch ein Anschlag auf ein US-Kriegsschiff in Bahrain und die Explosion einer Autobombe im Jemen als Möglichkeiten genannt.

Anschlag auf Space Needle?

Nach einem Bericht des US-Senders ABC vom Donnerstag hatten Terroristen des El-Kaida-Netzwerks geplant, weitere Ziele in den USA anzugreifen. US-Soldaten hätten in afghanischen El-Kaida-Verstecken entsprechende Unterlagen gefunden. Die Papiere deuteten darauf hin, dass die Terrororganisation Osama bin Ladens etwa den Sitz des US-Parlaments in Washington, die 184 Meter hohe „Space Needle“ in Seattle und bestimmte Straßenzüge von Los Angeles als Anschlagsziele erwogen haben könnten.

In den Gebäuden seien Fotos, Landkarten und Satellitenbilder gefunden worden, auf denen diese drei Orte markiert gewesen seien. Dem Bericht zufolge sagen die Dokumente nichts über den Zeitpunkt und die Art eventuell geplanter Attentate aus.



 

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Spiegel-bericht

 
01.02.02 05:52
#2
ATTENTATSPLÄNE

Rumsfeld warnt vor "noch tödlicheren Anschlägen"

In den Verstecken von Osama Bin Ladens Organisation al-Qaida haben amerikanische Soldaten Unterlagen über neue Ziele islamische Attentäter gefunden. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld befürchtet sogar schlimmere Anschläge als die vom 11. September.

Washington - Die USA seien verwundbar gegenüber neuen Formen von Terrorismus, beispielsweise im Cyberspace oder in Form ballistischer Raketenanriffe auf amerikanische Städte, sagte Rumsfeld in einer Rede vor der National Defense University. Deshalb sei es notwendig, sich in Zukunft gegen neue und "noch weitaus tödlichere" Anschläge als die vom 11. September zu rüsten.
Neue Gegner könnten überraschend und mit Waffen von immer größerer Reichweite und Zerstörungskraft angreifen, warnte er. Rumsfeld sagte im Hinblick auf die geplante Aufstockung des Verteidigungshaushalts um 48 Milliarden Dollar (55 Milliarden Euro), der Krieg in Afghanistan habe gezeigt, wie wichtig einige neue Technologien seien, die Vorgängerregierungen nicht in ausreichender Zahl gefördert hätten. Als Beispiel nannte er das unbemannte Aufklärungsflugzug "Predator". Außerdem fehle es an Aufklärungsflugzeugen vom Typ Awacs, ABC-Abwehr-Ausrüstung sowie an bemannten Aufklärungsflugzeugen und bestimmten Arten von Sondereinsatzkommandos.

Konkrete Informationen über bevorstehende Anschläge glauben die US-Geheimdienste zu haben. Sie gaben eine interne Terrorwarnung aus. Islamische Terroristen planten eine ähnlich "spektakuläre" Attacke wie die Anschläge vom 11. September, berichtete die "Washington Times" unter Berufung auf informierte Kreise. Mögliches Ziel sei ein US-Kernkraftwerk oder auch eine nukleare Einrichtung des Energieministeriums. Die Terrorwarnung basiere auf geheimdienstlichen Erkenntnissen aus Übersee, die wiederum auf abgehörten Gesprächen zwischen Terror-Verdächtigen beruhen. In der intern ausgegeben Warnung würden auch ein Anschlag auf ein US-Kriegsschiff in Bahrein und die Explosion einer Autobombe im Jemen als Möglichkeiten genannt.

Terroristen der al-Qaida haben angeblich geplant, mehrere Ziele im Nordwesten der USA anzugreifen. Das gehe aus Unterlagen hervor, die US-Soldaten in afghanischen Verstecken der Organisation von Bin Laden gefunden hätten, berichtete der US-TV-Sender NBC. So sei geplant gewesen, die Space Needle in die Luft zu sprengen, das Wahrzeichen der Stadt Seattle. Auch der Grand-Coulee-Damm des Columbia River, einer der größten Staudämme der Welt, sei als Ziel vorgesehen gewesen.




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Bush blutrünstig / Iran

 
01.02.02 05:54
#3
IRAN

"Bush ist blutrünstig"

In seiner Rede zur Lage der Nation bezeichnete George W. Bush den Iran, Irak und Nordkorea als "Achse des Bösen". Teheran antwortete mit nicht minder martialischen Worten.

Kein Freund der USA: Ajatollah Chamenei

Teheran - Das geistliche Oberhaupt Irans, Ajatollah Ali Chamenei, bezeichnete die USA erneut als "den großen Satan". Er warf Bush vor, sich in seiner Rede zur Lage der Nation "blutrünstig" gezeigt zu haben.
Bush hatte angekündigt, die USA würden nicht zulassen, von Iran, Irak oder Nordkorea mit Massenvernichtungswaffen bedroht zu werden. Das verstärkte die Spekulationen, eines dieser drei Länder könne nächstes Ziel der USA bei ihrem Feldzug gegen den internationalen Terrorismus werden.

Die USA vermuten, dass Nordkorea Irak und Iran mit Raketentechnologie beliefert hat. Nordkorea stand zudem lange im Verdacht, auch die Kernwaffen für seine Raketen bauen zu wollen. Die USA haben Iran im Verdacht, die Erkenntnisse der Atomenergie-Technik für die Entwicklung von Kernwaffen zu missbrauchen. Irak wiederum wird beschuldigt, seine völkerrechtlich verbindliche Zusage gebrochen zu haben, auf Massenvernichtungswaffen zu verzichten. Das Raketenabwehrsystem, das die USA planen, soll die Vereinigten Staaten namentlich gegen diese drei Staaten schützen.

Iran war bis zur Islamischen Revolution 1979 der wichtigste Partner der USA im Mittleren Osten. Im selben Jahr überfielen militante Studenten die US-Botschaft in Teheran und nahmen 52 Amerikaner für 444 Tage als Geisel. Die USA brachen 1980 die Beziehungen zu Iran ab und froren alle staatlichen Guthaben bei ihren Banken ein. Seit der Wahl des Pragmatikers Mohammad Chatami zum Präsidenten 1997 hat sich das Verhältnis allerdings entspannt. Im Afghanistan-Konflikt arbeiteten die USA und Iran anfänglich sogar zusammen, um die Islamisten zu entmachten, die von Irans regionalem Rivalen Saudi-Arabien unterstützt wurden.

Inzwischen aber sind die Spannungen wieder gestiegen. Die USA werfen Iran vor, sich in die Angelegenheiten des auf amerikanischen Kurs gebrachten Nachbarlandes Afghanistan einzumischen und versucht zu haben, den aufständischen Palästinensern Waffen zu liefern. Eine Schiffsladung mit angeblich iranischen Waffen, die nach israelischen Angaben für die Palästinenser bestimmt waren, war von Israel im Roten Meer abgefangen worden. Chamenei sagte, Iran werde die Palästinenser weiter unterstützen und sich um die USA nicht scheren. Im Gegenteil, Iran sei stolz auf die Gegnerschaft "der meistgehassten satanischen Macht der Welt".





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Angst waechst oder taktik bush/rumsfeld

 
01.02.02 05:59
#4
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RUMSFELD BEI SEINER REDE
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Schröder in USA

 
01.02.02 07:41
#5
Schröder in USA: Keine Führungsrolle


Die Bundeswehr kann nach den Worten von Kanzler Schröder derzeit nicht die Führung der Afghanistan-Schutztruppe übernehmen. Deutschland tue bereits jetzt mehr als vergleichbare Partner, sagte er bei seiner Visite in Washington.

Schröder wies darauf hin, dass mehr als 8000 deutsche Soldaten auf dem Balkan engagiert seien. Fast 4000 weitere seien im Kampf gegen den internationalen Terrorismus im Einsatz. "Wir tun das, was wir können."

In der Frage der Behandlung der mutmaßlichen El-Kaida-Kämpfer auf dem kubanischen US-Stützpunkt Guantanamo stellte sich Schröder hinter die Vereinigten Staaten
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bin laden

 
01.02.02 10:46
#6
Osama bin Laden droht in neuem Video:
„Wir kämpfen bis zum Sieg“  

US-Präsident Bush: "Die Achse des Bösen bedroht uns"

Terror-Chef Osama bin Laden – nicht einmal der US-Geheimdienst weiß, wo er sich verkrochen hat.
Doch bin Laden droht mit neuen Anschlägen: Der Krieg gegen den Terror werde die USA "in eine unerträgliche Hölle" führen.

Der US-Sender CNN zeigte gestern Nacht ein bisher nicht veröffentlichtes Video – das erste und vermutlich einzige Fernseh-Interview mit bin Laden nach dem Anschlag auf das World Trade Center. Bisherige Interviews waren vor dem Attentat aufgenommen worden.

So droht der Terror-Chef:

- "Der Kampf hat sich auf Amerika selbst verlagert."

- "Freiheit und Menschenrechte in Amerika sind dem Untergang geweiht."

- Die US-Regierung werde Amerika und den ganzen Westen in eine "unerträgliche Hölle und ein Leben im Würgegriff" führen.


Noch mehr aktuelle News – klicken Sie hier

- "Wir werden kämpfen bis zum Sieg. Oder bis wir Gott treffen." Also bis zum Tod.

- Bin Laden verhöhnt die Opfer, rechtfertigt grausame Anschläge: Der Mord an unschuldigen Zivilisten sei "nach islamischem Recht zulässig". Ebenso, die "Könige der Ungläubigen" zu töten.

Das einstündige Interview hatte der arabisch-sprachige TV-Sender El Dschasira bereits Ende Oktober aufgenommen – aber nicht ausgestrahlt. Der Sender beschuldigte CNN heute, das Band illegal erhalten zu haben und kappte die Beziehungen zu den amerikanischen Kollegen.

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wahnsinniger

 
01.02.02 10:47
#7
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Plaene (bericht spiegel)

 
01.02.02 10:52
#8
ATTENTATSPLÄNE

Terroristen haben Atomkraftwerke im Visier

In den Verstecken von Osama Bin Ladens Organisation al-Qaida haben amerikanische Soldaten Unterlagen über neue Ziele islamische Attentäter gefunden. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld befürchtet sogar schlimmere Anschläge als die vom 11. September.

Washington - Die USA seien verwundbar gegenüber neuen Formen von Terrorismus, beispielsweise im Cyberspace oder in Form ballistischer Raketenanriffe auf amerikanische Städte, sagte Rumsfeld in einer Rede vor der National Defense University. Deshalb sei es notwendig, sich in Zukunft gegen neue und "noch weitaus tödlichere" Anschläge als die vom 11. September zu rüsten.
Neue Gegner könnten überraschend und mit Waffen von immer größerer Reichweite und Zerstörungskraft angreifen, warnte er. Rumsfeld sagte im Hinblick auf die geplante Aufstockung des Verteidigungshaushalts um 48 Milliarden Dollar (55 Milliarden Euro), der Krieg in Afghanistan habe gezeigt, wie wichtig einige neue Technologien seien, die Vorgängerregierungen nicht in ausreichender Zahl gefördert hätten. Als Beispiel nannte er das unbemannte Aufklärungsflugzug "Predator". Außerdem fehle es an Aufklärungsflugzeugen vom Typ Awacs, ABC-Abwehr-Ausrüstung sowie an bemannten Aufklärungsflugzeugen und bestimmten Arten von Sondereinsatzkommandos.

Konkrete Informationen über bevorstehende Anschläge glauben die US-Geheimdienste zu haben. Sie gaben eine interne Terrorwarnung aus. Islamische Terroristen planten eine ähnlich "spektakuläre" Attacke wie die Anschläge vom 11. September, berichtete die "Washington Times" unter Berufung auf informierte Kreise. Mögliches Ziel sei ein US-Kernkraftwerk oder auch eine nukleare Einrichtung des Energieministeriums. Die Terrorwarnung basiere auf geheimdienstlichen Erkenntnissen aus Übersee, die wiederum auf abgehörten Gesprächen zwischen Terror-Verdächtigen beruhen. In der intern ausgegeben Warnung würden auch ein Anschlag auf ein US-Kriegsschiff in Bahrein und die Explosion einer Autobombe im Jemen als Möglichkeiten genannt.

Terroristen der al-Qaida haben angeblich geplant, mehrere Ziele im Nordwesten der USA anzugreifen. Das gehe aus Unterlagen hervor, die US-Soldaten in afghanischen Verstecken der Organisation von Bin Laden gefunden hätten, berichtete der US-TV-Sender NBC. So sei geplant gewesen, die Space Needle in die Luft zu sprengen, das Wahrzeichen der Stadt Seattle. Auch der Grand-Coulee-Damm des Columbia River, einer der größten Staudämme der Welt, sei als Ziel vorgesehen gewesen.




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sollte es noch einen horror-anschlag geben

 
01.02.02 11:11
#9
so werden die märkte global zusammenbrechen

(bericht blomberg tv)

WELTGESCHEHEN IST ENG MIT DER BOERSE VERKNUEPFT
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mod:

Die Destabilisierung der westlichen (gotteslosen)

 
01.02.02 11:22
#10
Welt ist offensichtlich das Ziel dieser Fanatiker.

In Deutschland dösen wieder breite Kreise der Bevölkerung selbstgefällig vor sich hin und halten diese Bedrohung für eine Farce, da sie aus ihrer Sicht nicht nachvollziehbar und denkbar ist.

Aber auch Hitler und Konsorten waren solche Fanatiker, die den Weltfrieden erschüttert und ca. 55 Mio Tote auf dem Gewissen haben.

Wachsamkeit ist eben der Preis der Freiheit.  
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Hiob:

Schlechte News für den Atom-Stoiber,

 
01.02.02 11:27
#11
oder, anders gesagt, wir werden den Trittin nicht trotz, sondern wegen seiner Atom-Ausstiegspolitik noch mal so richtig ins Herz schließen. Oder möchte einer von euch neben so einem Meiler wohnen, mit all seinen Lieben?

Börsenmäßig gesehen deutet das wohl langfristig in Richtung alternative Energiegewinnung.
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der terror wird wohl auch durch angriffskrieg

 
01.02.02 12:13
#12
nicht gestoppt. der terror nimmt ganz andere dimensionen an.

ausserdem sind in allen ecken der welt brandherde.

hoffentlich kann das pulverfass trocken gehalten werden.

news (ntv, blomberg, n24 usw.) sind mehr als erschreckend
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mod:

@Hiob

 
01.02.02 12:48
#13
Wann werden die Atommeiler nach dem Willen von Tritin und Co. abgestellt?

Ich meine, in 25 bis 30 Jahren!

Alles nur Worthülsen und keine wirklich gestalterische Politik.

Wie man sieht, fallen auch noch sog. Intellektuelle auf diese Schattenspiele herein.  
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Levke:

Die Grünen schaufeln sich ihr Grab.....

 
01.02.02 13:04
#14
Pazifismus + Kernenergie - das waren die Themen, die viele zu
den Grünen getrieben haben, aber nun ?
Fischer auf dem Feldherrnhügel und Trittin:

Trittin ist der semantische Betrüger, den Rot-Grün und das Atomkapital für die Befriedung des Anti-Atom-Widerstandes benötigen. Ein oder zwei alte AKWs werden sie vielleicht stillegen. Auf einem pompösen Volksfest in Biblis oder Stade werden erleichterte Bündnisgrüne dann hinter dem Jubel verbergen wollen, daß das Atomkapital von Rot-Grün Geschenke kassiert, von denen es zu CDU/FDP-Regierungszeiten nicht zu träumen wagte:

Erstens: Atomkraftwerke laufen länger. Extreme Extraprofite durch verlängerte Restlaufzeiten für GAU-anfällige, längst abgeschriebene AKWs.

Zweitens: Rot-Grün sorgt für den reibungslosesten AKW-Betrieb aller Zeiten. Die gefährliche direkte Endlagerung von Atommüll an Atomstandorten wird erlaubt und gegen Kläger durchgesetzt. Schröder will einen "neuen Entsorgungsnachweis" für den "reibungslosen Betrieb".

Drittens: Rot-Grün wird Atomtransporte erlauben.

Viertens: Neue Reaktortypen werden entwickelt. Rot-Grün akzeptiert, daß der deutsche Energiekonzern Siemens und der französische Konzern Framatome den Euroreaktor bauen.

Fünftens: Rot-Grün tut nichts gegen die osteuropäischen und internationalen Atomdeals des deutschen Atomkapitals (z.B. Atommüll nach Rußland).

Sechstens: Rot-Grün versäumt jeglichen Strukturwandel. Rot-Grün unternimmt keine Umstrukturierung in der Forschungs- und Technologiepolitik. Regenerative Energien bleiben marginal. Der Weg in eine alternative, ökologische, soziale und demokratische Energieversorgung bleibt verschlossen.

Siebtens: Rot-Grün trägt den Weg in die Atomfusion mit. Bei der Atomfusion entsteht mehr radioaktiver Müll als bei einem Leichtwasserreaktor (Karlsruhe) und das biologisch unvergleichlich verseuchende radioaktive Tritium (EU-Forschungsgelder im nächsten Vierjahresplan Atomfusion: 1,66 Milliarden Mark, Atomforschung insgesamt: 2,47 Milliarden Mark. Für erneuerbare Energien nur 0,94 Milliarden Mark. In Deutschland jährlich etwa 300 Millionen Mark für Atomfusionsforschung, insgesamt bisher 2,5 Milliarden Mark).

 
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Schnorrer:

Bravo. Sehr gut recherchiert, Levke. Damit sieht

 
01.02.02 13:16
#15
man, wo der Hammer hängt. mod hat Recht: Politik ist Worthülse und der Sachzwang heißt Wirtschaft.

Boaaaah, ey, ich kaufe mir ein stillgelegtes Bahnwärterhäuschen und werde nur noch Gemüse anbauen.
Anschläge brutaler???Taktik USA??? ruebenkoenig
ruebenkoenig:

@levke

 
01.02.02 13:32
#16
Die Förderung von Energiegewinnung aus regenierbaren Energiequellen hats Du schon vergessen? AUch den massiven Widerstand selbst in der Bevölkerung gegen schnelle Abschaltungen?ie Drohungen der Energiewirtschaft, dann halt im Ausland Strom einzukaufen, der auch aus dubiosen Qellen kommt. Etc, etc. Man kann nicht alles im Alleingang machen.

Das war nur ein Appel gegen  Rot/Grün. Glaubst Du, CDU/CSU oder FDP hätten soetwas auch nur ansatzweise durchgestezt?

Sogar Stoiber will die Ökosteuer nicht mehr einfach kippen!

Erst denken, dann schreiben.
Anschläge brutaler???Taktik USA??? Levke
Levke:

Erst denken, dann schreiben.....genau

 
01.02.02 13:45
#17
Natürlich hätten CDU/CSU und FDP noch weniger druchgesetzt;
keine Sorge, ich bin mir der Tatsache schon bewußt, daß die
Grünen viel für unser Land getan haben; eine klassische
Partei der Opposition, die viele Denkanstöße geliefert hat....

wie oben bereits von mod erwähnt:
wirtschaft ist der Sachzwang, denn den "Luxus"  Sozialstaat und
Umweltschutz kann man sich nur bei einer florienden Wirtschaft leisten.

Es geht mir nur um die vielen Wendehälse:
Warum soll bei Jürgen Trittin nicht funktionieren, was auch den angeblich linken Ludger Volmer nach dem rotgrünen Wahlsieg binnen weniger Tage zum Schweigen brachte? Das Amt. Die Staatspension auf höchstem materiellen Niveau. Die „Realos" geben gern damit an: Irgendein Restlinker wird aufmüpfig? „Wir schütten einfach Gold in seinen Rachen, das minimiert den Durchknallfaktor erheblich", prahlen sie...

Anschläge brutaler???Taktik USA??? Hiob
Hiob:

Aber Levke, das wissen wir doch, daß der Atom-

 
01.02.02 13:57
#18
Ausstieg nur eine halbherzige und viel zu lange hingezögerte Sache ist. Mehr war nicht drin. Weißt du, wie viel Prozent die Grünen im Bund an Stimmen haben? In etwa so viel, wie sie bei strittigen Fragen durchsetzen können.

Worum es mir ging, war der Hinweis darauf, daß Stoiber geradezu ein KKW-Nutzungsprogramm verkündet hat - charakteristischerweise natürlich gleich mit der Vorstellung verknüpft, daß der Müll in Niedersachsen entsorgt wird (Gorleben als Endlager!) und nicht etwa in Bayern, wo alles so schön sauber ist.

Meines Erachtens sind das Steilvorlagen für andere Parteien. Ich hoffe, sie nutzen es aus.  
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mod:

Lesen wir mal Zeitzeugen, die es wissen müsste

 
01.02.02 14:13
#19
Ein korrupter Haufen

Den Richtungsstreit hat sie verloren, den Kampfgeist nicht: Jetzt rechnet Jutta Ditfurth mit ihren alten Mitstreitern bei den Grünen ab
Von Christiane Meixner

   
«Möglichst alt» will sie werden, sagt Jutta Ditfurth, Mitbegründerin der Grünen, «und dem Kapitalismus möglichst viel geschadet haben.»


Manchmal spricht sie mit Jugendlichen über ihre Visionen von einem atomfreien Deutschland, von sozialer Gleichheit und Basisdemokratie. Dann, sagt Jutta Ditfurth, schauen die Jugendlichen meist ganz verständnislos und wollen wissen, was so jemand bei den Grünen gesucht habe.

Jutta Ditfurth sieht das etwas anders. Die Grünen, das war einmal eine rebellische, ökologische und emanzipatorische Partei. Übrig geblieben sei nach dem Marsch durch die Institutionen allerdings bloß ein «autoritärer, korrupter Haufen» in Regierungsverantwortung, dessen Frontfiguren sich für ein paar Ämter und hohe Staatspensionen kaufen ließen.

Doch Ditfurth redet nicht bloß über das Scheitern der einst größten Hoffnung aus alternativer Sicht: «Das waren die Grünen» heißt ihr Abgesang in Buchform, den es ab morgen im Handel gibt (Econ Verlag 2000, 388 S., 16,90 DM). Darin rechnet sie vor allem mit der «Fischer-Gang» ab. Und mit den Überbleibseln einer Partei, die heute nicht mehr ist als eine «wildgewordene satte Mittelschicht, die nichts als die eigenen Pfründe verteidigt.»

«Die Grünen sind kaputt», sagt Ditfurth als ehemalige Mitbegründerin der Partei, die sie 1991 verließ. Dabei hat sie selbst einmal als Sprecherin des grünen Bundesvorstands mit aller Eloquenz dafür gesorgt, dass die Partei 1987 mit satten 8,3 Prozent ihren bislang höchsten Wahlgewinn einfuhr.

Doch schließlich war es nicht die parlamentarische Arbeit, mit der sich die grünen Politiker immer mehr vom Auftrag ihrer Basis entfernten. Dafür sorgten die Koalitionen. Fazit: «Das kleinere Übel entpuppt sich als das größere Elend. An der Seite der Sozialdemokratie stolziert ein kleiner grüner Regierungspartner daher, der sich als skrupellos und asozial entpuppt.»

Das war nicht immer so. Früher, als sie noch «auf das Angenehmste als politikunfähig galt», machte die Protestbewegung mit «phantasievollen Aktionen, reflektierter Militanz und einer ausstrahlungsstarken Widerstandskultur» erfolgreich auf sich aufmerksam.Doch kaum begannen sich die Anti-AKWler auf breiter Front zu organisieren, kamen die «Karrieristen, die Opportunisten und Spontis». Spätestens Mitte der 80er-Jahre, stellt Jutta Ditfurth fest, hätten sich die Realos die Macht im hessischen Landesverband erputscht. Und den Kampf gegen die Fundamentalisten, darunter sie selbst, mit allen Mitteln fortgesetzt: 1986 wurde ihre Kandidatur für den Bundestag aus den eigenen Reihen verhindert, zwei Jahre später trat sie nach einer Finanzintrige als Sprecherin des Bundesvorstandes zurück.

Ziemlich holzschnittartig ist, was über die ehemalige Grüne und heutige Journalistin verbreitet wurde. Sie sei «humorlos, fanatisch und dogmatisch» wurde ihr nachgesagt, eine «manische Matrone» und «Feldfrau». Verbal nicht eben zimperlich geht die radikale Ökologin allerdings auch mit ihren Kollegen um - besonders, wenn sie wie Fischer oder Antje Vollmer aus dem Realo-Lager stammen. Ersterer, schreibt sie, habe alles getan, «um an die Futtertröge dieser Gesellschaft zu kommen», letztere zähle zu den «intrigantesten Scheinheiligen, die ich in meinem Leben kennen gelernt habe». Damals, als sich die Protestbewegung in vielen streitbaren Debatten zur Partei formierte, war man offen und diskussionsfreudig auch abweichenden Meinungen gegenüber. «Wir nahmen fast jeden auf. Wir glaubten, dass wir sie überzeugen könnten. Wir rechneten nicht mit ihrem ganz anders gelagerten Interesse.» Vor allem die Sponti-Szene habe sich dafür jedoch brutal bedankt. Heute noch ist Jutta Ditfurth der Satz einer Ex-Freundin von Daniel Cohn-Bendit gegenwärtig: «Sie machen bei den Grünen, was sie immer gemacht haben: Fuß reinkriegen, übernehmen, kaputtmachen.»

Starke Worte, die Ditfurth so nicht das erste Mal formuliert - die im Buch jedoch chronologisch eingebettet und von daher ungleich besser nachvollziehbar und überzeugender sind als in jenen Kommentaren, die sie vor knapp einem Jahr in der Neuen Revue schrieb. Wer den zuvor erschienenen historischen Roman «Die Himmelstürmerin» 1998 schon als Ende ihrer politischen Aktivitäten lesen wollte, der hatte sich getäuscht: In der Revue bezog sie in einer ganzen Serie Stellung zu «Fischer und seiner Gang».

Warum das «Bündnis mit einem konservativen Schmuddel- und Busenblatt?», fragte denn auch gleich ein Journalist. Und ob ihr das als Feministin keine Bauchschmerzen bereite? Mit solchen Fragen liegt man bei Ditfurth allerdings völlig falsch. Wer die gesellschaftlichen Verhältnisse so resolut kritisch sieht wie die 48-Jährige und stets in alle Richtungen gegen Sexismus, Rassismus und andere Formen der Unterdrückung kämpft, empfindet so etwas als scheinheilig. Schließlich, sagt Ditfurth, habe sie festgestellt, dass auch in den traditionell rotgrünen Blättern unerwünscht sei, wer das politische Bündnis «grundsätzlich von links» kritisiere.

Überhaupt: Hätte jene Presse nicht so willfährig mitgemacht, als es nach Fehlbeträgen in der Kasse heftigste Anwürfe gegen den Fundi-Bundesvorstand gab, wären die Grünen vielleicht einen anderen Weg gegangen. So aber hat nach Ditfurths Meinung «die aalglatte antisoziale next generation der Grünen nicht einmal die Utopie eines anderen, humaneren Lebens, die sie verraten könnte».

Den Richtungsstreit hat sie verloren, ihren Kampfgeist nicht. «Möglichst alt» möchte sie werden und «dem Kapitalismus möglichst viel geschadet haben». Die Genese ihrer einstigen Partei, die allerdings bloß «noch vom Image der früheren Grünen zehrt», verfolgt sie weiter, und vielleicht freut es sie, wenn diese erneut eine «Jutta Ditfurth» in den eigenen Reihen entdecken: Ilka Schröder, 22 Jahre alte Europa-Parlamentarierin mit Lust am Tabubruch. «Wer sicherstellen will, dass Deutschland weiterhin Kriege führen und gewinnen kann, sollte 2002 unbedingt die Grünen unterstützen», schrieb Schröder unlängst im Informationsblatt «Denkpause».
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Hiob:

Jetzt zerrt er tatsächlich die Leichen aus dem

 
01.02.02 14:40
#20
Keller. Sollte die liebe Jutta Ditfurth* tatsächlich einen lebenswerten Lebensentwurf besitzen, so hat sie das bislang aber gut verborgen. Als gewohnheitsmäßige Querulantin, und das sei ihr ausdrücklich zugestanden, hat sie sich zumindest persönlich ein Ventil geschaffen, um den schwierigen Gefühlshaushalt in einer Art fließender Balance zu halten.

Ist das Dein Politikmodell? Ich wage es zu sagen: Mit Sicherheit nein, mod, denn so bist du doch gar nicht!!!


* P.S. Hat übrigens ein nettes keines Anwesen geerbt, im Osten. Gesehen habe ich sie dort allerdings noch nicht.
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mod:

Die Atom-Mafia darf strahlen

 
01.02.02 14:41
#21
So grün war mein Traum
 
"Die Atom-Mafia darf strahlen"

Wir wollten eine Welt ohne Atomkraftwerke, ohne Unterdrückung, ohne Hunger. Eine Welt ohne Angst. Wir hatten einen Traum! Und wir hatten Erfolg. Zehntausende kamen zu uns, wählten uns. Aber dann kamen die Karrieristen, die Opportunisten, die Spontis - Josef "Joschka" Fischer, Daniel Cohn-Bendit...
Barbara Köster, seine Ex-Freundin, sagte schon damals: Sie machen bei den Grünen, was sie immer gemacht haben: Fuß reinkriegen, übernehmen, kaputtmachen!
Ich werde sagen, wie brutal, mit welchen Intrigen die grüne Hoffnung zerstört wurde. Wie aus Pazifisten Militaristen wurden. Und wie die "Realos" sich versorgten. Die Grünen sind kaputt. Es ist Zahltag, Josef Fischer...
Vor einem Jahr war das rotgrüne Milieu wie berauscht. SPD und Grüne kamen an die Regierung. Stern und Spiegel verhießen eine "neue" und "rote" Republik. Josef Fischer prahlte mit einer "demokratischen Revolution". Das rotgrüne Hofblatt taz schwatzte von "politischer Energie", die "wieder frei fließen" könne und drohte allen Kritikern "verderbt uns nicht die Party"! Marion Gräfin Dönhoff (Die Zeit) sehnte sich nach rotgrünen Führern: "Seit Jahren haben wir darauf warten müssen, daß nach einem der seltenen großen Umbrüche jemand das Steuer in die Hand nehmen und den Weg weisen würde."

Der Wegweiser zeigte - statt auf eine "demokratische Revolution" - in Richtung Krieg. Wer nicht auf die rotgrüne "Party" eingeladen ist, bekommt eine schlechtere Gesundheitsversorgung. "Frei fließen" darf die Atomenergie.

Zwanzig Jahre nach der Gründung sind die Grünen am falschen Ziel und am Ende. Wie wurde aus einer rebellischen, emanzipatorischen Partei ein autoritärer, korrupter Haufen?

12./13. Januar 1980, die Stadthalle von Karlsruhe barst fast aus den Fugen: 1004 Delegierte wollten eine völlig neue Partei gründen. Fast dreihundert Journalisten beobachteten hämisch einen Parteitag, wie sie ihn noch nie zuvor gesehen hatten: Bäuerliche Bauplatzbesetzer vom Kaiserstuhl begegneten radikalen Feministinnen aus Köln. Militante Brokdorfdemonstranten aus Hamburg und Hessen diskutierten mit christlichen Pazifisten aus Bayern oder mit Vogelschützern aus Niedersachsen. Punks mit Schlipsträgern. Kommunisten mit Anthroposophen.

Die Partei war binnen drei Monaten auf mehr als 10000 Mitglieder gewachsen. Die Grünen wollten keine Ministerämter, sie wollten politisch unendlich viel verändern: alle Atomanlagen sofort stillegen. Die Stationierung neuer Raketen verhindern und raus aus der Nato. Quantitatives Wirtschaftswachstum begrenzen. Humanere Wohnungen. Kürzere Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich. Abtreibung liberalisieren. Schutz von Minderheiten. Eine andere Weltwirtschaftsordnung.

Die SPD/FDP-Bundesregierung war stramm auf Aufrüstungskurs. Aus Schornsteinen und Abwasserkanälen drangen Umweltgifte. Im italienischen Seveso war eine ganze Region verseucht worden. Die Gleichberechtigung von Frauen war ein schlechter Witz. Sehr unterschiedliche Menschen hatten das "Modell Deutschland" satt. Viele wollten eine andere Republik: tolerant, demokratisch, ökologisch, friedfertig. Ohne Ausbeutung, Bespitzelung, Diskriminierung und juristische Verfolgungen, wie viele AKW-Gegner sie im "Deutschen Herbst"(1977) erlebt hatten.

Im Frühjahr 1977 hatten die Diskussionen in den bunt / alternativ / grünen Strömungen von Flensburg bis München begonnen. Sollte man wirklich eine Partei gründen? Die Bedenken wogen schwer: Waren nicht Legionen von Abgeordneten in Parteien und Parlamenten korrumpiert worden? Wenn eine neue Partei, dann eine mit harten Bremsen gegen Anpassung und Korruption, sagten die Bunten und Alternativen. Petra Kelly nannte es "Anti-Partei-Partei".

"... und heute nur noch ein korrupter Haufen"
 
Ludger Volmer (47). Früher gegen die NATO, heute: Staatssekretär im Außenministerium, Soldaten in den Kosovo! Antje Vollmer (56), Bundestagsvizepräsidentin. Amt und Würde statt Straßen-Demo Cem Özdemir (33), innenpolitischer Grünen-Sprecher. Fuselfreies Outfit und fette Diäten
Keine Partei, auch keine linke, besaß demokratische Strukturen wie die neue grüne Partei: Trennung von Amt und Mandat, Rotation, Abgabe von Diäten. Kein Vorsitzender, sondern gleichberechtigte Sprecherinnen. Die Frauenquote. Das Verbot, Ämter anzuhäufen, Aufsichtsratsposten und Beraterverträge anzunehmen. Kreis- und Landesverbände hatten in vielen Fragen Autonomie. Alle Sitzungen waren öffentlich. Einfache Mitglieder konnten sich direkt in Programmdiskussionen einmischen. Die basisdemokratischen Strukturen wurden später abgeschafft, weil sie wirkten.

Die Mehrheit der Gründungsmitglieder wird rund zwanzig Jahre später die Grünen verlassen haben. Unter dem gleichen Namen verbirgt sich heute ein völlig anderes Projekt. Eine Petra Kelly hätte zum Beispiel nicht verstanden, weshalb Cem Özdemir ein fusselfreies gelacktes Outfit wichtiger ist als die Dritte Welt.

An diesem 12. Januar 1980 verlas Petra Kelly Grußadressen aus aller Welt. Die zierliche blonde EG-Verwaltungsrätin, die sich nicht entscheiden konnte, ob sie den Dalai Lama mehr schätzte oder Rosa Luxemburg, hatte ihre ersten politischen Erfahrungen in den USA gemacht. Kelly war 1979 aus der SPD ausgetreten und hatte die Liste der "Sonstigen Politischen Vereinigung (SPV) Die Grünen" bei der Europawahl 1979 angeführt. Das brachte 3,2 Prozent der Stimmen und 4,5 Millionen Mark: die Startfinanzierung.

Die Bunten und Alternativen hielten Europa für abgehoben und zogen Kommunalpolitik und den Internationalismus vor? So hatten Bürgerliche und Konservative unter dem Namen "Sonstige Politische Vereinigung (SPV) Die Grünen" allein kandidiert.

 
Petra Kelly (1947 - 92). Ikone der Grünen. Führte sie 1983 in den Bundestag (5,6%)

Petra Kelly gehörte 1983 der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Auf die schlichte Frage nach ihrem Befinden antwortete sie einmal einem Reporter: wie bedrohlich doch die Atomwaffenpläne der Bundesregierung seien und wie groß daran die Schuld Franz Josef Strauß'. Daß die atomare Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf zu verhindern sei und wie eine andere politische Kultur auszusehen habe. Von einem zweiten Satz des Reporters ist nichts bekannt?

Petra Kelly rechnete sich nicht den Linken zu. Den Realos mißtraute sie ein paar Jahre später zutiefst: "Die andere Parteien können sich nun die guten, anpassungsbereite Grünen aussuchen", sagte sie. Doch sie beanspruchte für sich eine fast missionarische Sonderrolle und spielte, als sie sich später zu rotieren weigerte, den Realos in die Hände.

Draußen vor der Halle fotografierte im Januar 1980 ein Unbekannter alle Autokennzeichen. Drinnen feierte Herbert Gruhl die Versammlung als ein "Jahrhundertereignis". Der ehemalige CDU-Abgeordnete scheiterte vorerst mit seinem Verlangen nach einer ordentlichen, autoritären deutschen Partei. Eine Ein-Mann-Partei, wie heute unter Fischer, hätte Gruhl gut gefallen.

Einige Wochen vor der Gründung hatten einige Grüne Rudi Dutschke nachts durch das Fenster in die grüne Geschäftsstelle geschmuggelt. Haustyrann Gruhl sollte sich nicht aufregen. Rudi Dutschke konnte nicht mehr an der Parteigründung teilnehmen. Er war im Dezember 1979 an den Spätfolgen des Attentats von 1968 gestorben.

Die Rettung des deutschen Waldes interessierte Herbert Gruhl, die soziale Lage der Menschen nicht. Sein darwinistischer Bestseller "Ein Planet wird geplündert" (1975) fand in seinem letzten Buch "Himmelfahrt ins Nichts" (1992) eine menschenverachtende Fortsetzung: "Für einige überfüllte Populationen" - damit meinte er Menschen in der "Dritten Welt" - "mag dann Gewalt oder die Atombombe eines Tages keine Drohung mehr sein, sondern Befreiung."

Homosexualität war für Gruhl - wie für die meisten Deutschen 1980 - eine "widernatürliche" Sache. Herbert Gruhl sollte in der Programmkommission aufgeklärt werden. Gutachten von Sexualwissenschaftlern wurden bestellt, und ein leibhaftiger Schwuler (Corny Littmann, heute Chef vom "Schmidt's Theater") diskutierte als Sachverständiger mit dem alten Reaktionär. Dessen Vorurteile gerieten ins Wanken, bis ihn seine rechte Basis zurückpfiff.

Thomas Ebermann, der Öko-Sozialist aus Hamburg, hatte an diesem Januar-Wochenende 1980 Streß. Der 29jährige war einer der bekanntesten Hamburger Linken, kam aus der Lehrlingsbewegung und dem Kommunistischen Bund (KB) und hatte in Hamburg seit 1977 die erfolgreiche Bunte Liste mitaufgebaut. Die meisten Bunten und Alternativen waren wie er längst in die grünen Kreis- und Landesverbände eingetreten, um die neue Partei mitzugründen. Aber 250 Alternative saßen an diesem Gründungsparteitag auf der Empore der Halle. Sie wollten statt der Grünen eine klassische linke Partei oder ein Alternatives Wahlbündnis. Ebermann überwarf sich mit ihnen. Er fand es leichtsinnig, auf diese Chance, die Gesellschaft zu verändern, zu verzichten.

Ebermann zog 1982 für die Hamburger Grünen in die Bürgerschaft ein und führte die SPD in Tolerierungsverhandlungen vor. Damals wollte die Grün Alternative Liste (GAL), wie die Bunte Liste jetzt hieß, "Sand im Getriebe" sein, "nicht Öl".

Ich war eine schüchterne Delegierte aus Hessen, kam aus der Anti-AKW-Bewegung und wollte durch die Grünen die Gefahr einer grünen Nazipartei abwehren. Denn Nazikreise wollten ihre Blut-und-Boden-Ideologie mit der Ökologie wiederbeleben und populär machen. Ganze Nazi-Organisationen versuchten, die Grünen zu unterwandern. Außerhalb der Grünen versuchte die NPD eine braune grüne Partei zu gründen. Einer ihrer prominentesten Verbündeten war damals der Arzt Max Otto Bruker aus Lahnstein.

Sonntag, 13. Januar 1980: Feministinnen erkämpften sich Mikrophone. Versammlungsleiter erstickten unter Zetteln mit Wortmeldungen. Auf dem Fußboden spielten Kinder. Am Ende hielt jemand die große Uhr an, damit niemand vor dem Gründungsbeschluß den Saal verließ. Die neue Partei war gegründet. Die Delegierten sprangen auf und riefen: "Weg mit dem Atomprogramm! Weg mit dem Atomprogramm!" 19 Jahre später haben die Grünen ihren Gründungskonsens längst verraten.

Aber 1980 hingen die Grünen noch nicht am Tropf der Medien und der Wirtschaft. Ihr Selbstbewußtsein brachten sie zum Beispiel aus der Anti-AKW-Bewegung mit. Dort hatten sie gelernt, wie aus einer winzigen gesellschaftlichen Minderheit zwischen 1973 und 1977 eine Massenbewegung werden konnte.

Ohne daß auch nur ein AKW-Gegner im Bundestag saß, hatte dieser mehr als 70 von 90 geplanten Atomkraftwerken verhindert: durch Aufklärung, Demonstrationen und Bauplatzbesetzungen.

So sehr die politischen Gegner und die meisten Medien auch hetzten, überall im Land zogen in den folgenden Jahren Grüne in die Parlamente ein. Sie brachten lang unterdrückte Anliegen von Bewegungen ins Parlament.

Aber mit dem Erfolg kamen auch die Karrieristen. Im September 1982 zerbrach die Bonner SPD/FDP-Koalition, und wenige Tage später, am Abend der hessischen Landtagswahl, redete Willy Brandt mit schwerer Zunge in der Bonner TV-Runde von einer "linken Mehrheit diesseits der Union". Das alarmierte einige, die ihre letzte Chance sahen, an die Futtertröge zu kommen.

Erst im Oktober 1982 wurde ein gescheiterter Sponti namens Josef Fischer bei den Grünen aktiv. Noch 1978 hatte Fischer verächtlich gesagt: "Seien wir doch einmal ehrlich: Wer von uns interessiert sich denn für die Wassernotstände im Vogelsberg, für Stadtautobahnen in Frankfurt, für Atomkraftwerke irgendwo, weil er sich persönlich betroffen fühlt?"

Bald darauf betete Fischer den islamischen Fundamentalismus an und schwärmte für die "Glaubenskraft" der Mullahs im Iran. In Verdrehung dieser Peinlichkeit schmiedete er später das Schimpfwort "Fundamentalisten" für seine innerparteilichen Gegner. Fünf Monate nach seinem Auftauchen, im März 1983, saß Josef Fischer im Bundestag. Der lange Putsch gegen die Grünen hatte begonnen.


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Anschläge brutaler???Taktik USA??? Levke
Levke:

Hiob und vor allem mod.........

 
01.02.02 14:45
#22
Jetzt sind wir wohl alle ein wenig von dem Thema abgekommen;
sag' bitte nicht mod, daß Du in "Jugendjahren" nicht auch
anders gedacht hast als jetzt mit 50......

Ich wollte mit meinen obigen Statements zu zeigen, wo hier
die Interessen liegen und wer diese beeinflusst.......
Anschläge brutaler???Taktik USA??? Hiob
Hiob:

Mensch mod, das ist ja wie in der Geisterbahn,

 
01.02.02 14:51
#23
was du da alles auffährst. Man erschrickt sich ja zu Tode, ob der vielen Menschen, die eine die Gnade des Zeitablaufes teils schon längst hat vergessen lassen. Jetzt sind sie durch dein Zutun wieder in unsere Köpfe zurückgekehrt und niemand verrät uns, wie man sie wieder entsorgen kann. Also: laß das bitte.
Anschläge brutaler???Taktik USA??? mod
mod:

@Hiob, um einmal Goethe zu zitieren:

 
01.02.02 14:59
#24
"Wer die Vergangenheit nicht kennt und die Gegenwart verneint, wird die Zukunft nicht bewältigen!"

Wie Du weisst, hat Frau von Ditfurth von ihrem Vater, Hoimar von Ditfurth,
sehr viel geerbt.
Sie hatte es finanziell nie nötig, sich für ein paar kostenlose Fotokopien politisch zu verbiegen.

Viele Grüsse
Anschläge brutaler???Taktik USA??? Hiob
Hiob:

Jetzt auch noch den komplizierten Herrn Geheimrat

 
01.02.02 15:09
#25
Goethe als Zeugen der Anklage. Lassen wir es mal dahin gestellt sein, was die Jutta dazu sagen würde. Aber ich erschrecke immer mehr und frage mich peinlichst berührt, ob das sein muß und im Falle des Ja, wozu? Nein, Frau Ditfurth muß sich von Geburts wegen nicht verbiegen, schon gar nicht wegen ein paar lausiger Fotokopien. Und genau das sei ihr ja vergönnt, zumal es niemand behauptet hat.

Andererseits gebe ich dir Recht, mod, wer juttas Vergangenheit nicht kennt und gar noch die Gegenwart verneint (wer immer das sei), wir die Zukunft weder verstehen, noch bewältigen und hat's auch gar nicht anders verdient. Oder habe ich jetzt schon wieder altersbedingt etwas falsch verstanden? Da bitte ich doch dann um wohlgefällige Nachsicht. Wenigstens ein einziges Mal.

Und wenn nicht, sage ich es Levke!!!
Anschläge brutaler???Taktik USA??? mod
mod:

Tja, meine Grossmutter sagt immer

 
01.02.02 15:15
#26
- immerhin ist sie schon 6o Jahre uralt -
diskutier nicht mit alten Männern.
Die haben immer Recht.
Lebenserfahrung halt.

Ich bitte also höflichst - in meinem jugendlichen Wahn und Eifer -
um Entschuldigung.

Ergebenste Grüsse
Anschläge brutaler???Taktik USA??? Hiob
Hiob:

Na also, es geht doch ... o.T.

 
01.02.02 15:16
#27
Anschläge brutaler???Taktik USA??? mod
mod:

@Levke

 
01.02.02 15:21
#28
*lol*
Anschläge brutaler???Taktik USA??? mod
mod:

@Hiob

 
01.02.02 15:36
#29
Weil es so schön war!
Auf ein Neues!
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"...unmenschlich ab wie die Kohl-Regierung. Und der letzte Coup in dieser Folge: Ein Pro- Atom-Konsens mit der Atommafia. Eine Bestandsgarantie für die heutigen AKW. Durch Tricksereien mit Strommengen können besonders profitable AKW in Wahrheit noch rund 40 Jahre laufen. Ein besonderes rot-grünes Geschenk ans Atomkapital sind die atomaren Zwischenlager an jedem AKW. Dazu: Neue AKW wie den Euro-Reaktor (EPR) von Siemens-Framatome, Atombombenmaterial in Garching, Atomexporte, wiedererneuerbare Energien so bedeutend wie Dreck unterm Fingernagel und ab Mitte des Jahrhunderts die Kernfusion. Ausstieg? Modernisierung und Ausbau der Atomenergie!"
www.netzwerk-regenbogen.de/ditfurth.html

Anschläge brutaler???Taktik USA??? Hiob
Hiob:

Klingt interessant.

 
01.02.02 15:55
#30
Da werde ich wohl zum Ausgleich ein kleines Windrädchen auf mein Feriengrundstück stellen müssen. Dennoch gebe ich zu bedenken, daß selbst im Amiland die AKWs im Schnitt etwa 28 Betriebsjahre erreichen, weil dann die Reparaturkosten allzu unerfreulich werden. Das Wichtigste ist doch nicht die vereinbarte Restlaufzeit, sondern daß von den Dingern keine mehr gebaut werden. So wenigstens sehe es ich. Und das nicht nur wegen der ökologischen Risiken, sondern wegen der Gefahren für die Demokratie.

Ja, sagen wir's einfach mal wieder mit (Gott-hab-ihn-selig) Robert Jungk: Bei möglichen Anschlägen droht der Weg in den atomaren Überwachungsstaat. Und da grassiert dann die Angst nicht nur in München (Zu meiner Zeit sagte man dazu übrigens noch "Lynchen" - und war der Wahrheit, zumindest für moderne Zeiten, damit ungewöhnlich nah).

Ich bin sicher, das wird nicht nur der Jutta gefallen, sondern bringt den Thread auch wieder zu seinem Thema zurück.

Nix für ungut also,
Hiob
Anschläge brutaler???Taktik USA??? mod
mod:

Gutes Argument, danke o.T.

 
01.02.02 16:10
#31
Anschläge brutaler???Taktik USA??? Hiob

Man tut, was man kann o.T.

 
#32


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