1. Biokraftstoffe: Der falsche Weg
Wer derzeit die Medien und vor allem die Politiker aufmerksam verfolgt, dem wird sicherlich nicht
die sich immer weiter verstärkende Propaganda von Biodiesel sowie alternativen Energien entgangen
sein. Kaum jemand stellt sich die Sinnfrage hinter diesen Debatten, da es ja absolut logisch sein muss,
dass man nun auf alternative Energien umstellen sollte, da der Ölpreis bei 130 USD pro Barrel steht,
die Peak Oil Aktivisten immer lauter werden und unsere Erde ohnehin schon kurz vor dem CO2
Kollaps steht. Immer mehr Klimazertifikate schießen aus dem Boden und die Anzahl an Reportern
und Analysten die auf einmal Experten auf dem Gebiet der regenerativen Energien sind, ist in den
letzten Jahren immens gestiegen.
Was steckt wirklich hinter diesem Biosprit & Co. Hype?
Während in Deutschland immer mehr Felder im Sommer einen gelben Ton bekommen, da verstärkt
Raps angebaut wird, zusehends mehr Windräder die Landschaft bedecken und auch die Anzahl an
Solarmodulen steigt, wird das Benzin in anderen Ländern subventioniert. Der Anteil Deutschlands an
der weltweiten CO2 Verschmutzung ist äußerst gering und kann laut Kritikern nur noch wenig
reduziert werden. Im Gegensatz dazu während in Deutschland verzweifelt versucht wird, „saubere“
Corn&Oil Newsletter – Ausgabe 17 vom 24. Juni 2008
Hinweis: Dies ist ein Real‐Money‐Newsletter. Alle vorgestellten Handelsideen werden von uns mit realem Kapital im Corn&Oil
Public Account umgesetzt. Messen Sie uns nicht an unseren Worten – Messen Sie uns an unseren Trades!
1. Biokraftstoffe: Der falsche Weg
2. Corn&Oil Public Account:
‐ Performance
‐ Offene Trades
‐ Watchlist
3. Service: USDA‐Kalender
4. Rohstoff‐Seminar am 3. Juli 2008
Sebastian Hell ist Chefredakteur des Corn&Oil Real Money Newsletters und
selbst aktiver Futures‐ und Optionstrader. Neben seiner Tätigkeit als Händler
ist er gern gesehener Interviewpartner des Deutschen Anlegerfernsehens zu
Fragen des Rohstoffhandels. Im Rahmen seiner Tätigkeit bei der Corn&Oil Ltd.
ist er außerdem als Berater von Institutionellen Anlegern tätig.
Per Email erreichen Sie Herrn Hell unter shell@termintrader.com .
II
Energie zu gewinnen, sind die Benzinpreise in China, Indonesien, Malaysia und Indien sowie auch den
OPEC Staaten subventioniert. Momentan zahlt ein chinesischer Autofahrer etwa 40 Cents pro Liter
Benzin während es im Iran lediglich zwei Cents sind. Obwohl diese Länder laut jüngsten
Medienberichten die Subventionen reduzieren wollen, wird dies nichts an dem Verbrauch ändern.
Der Grund hierfür ist, dass das Benzin weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau gehalten werden
wird um die Inflation welche in vielen asiatischen Ländern sehr hoch ist in Zaum zu halten und das
Volk mäßig zu stimmen vor eventuellen Wahlen. Des Weiteren können es sich die meisten
asiatischen Staaten auch leisten Benzin zu subventionieren, da das Wirtschaftswachstum bei gut über
fünf Prozent liegt und dadurch die Subventionen problemlos refinanziert werden.
Außerdem dürften selbst höhere Benzinpreise in den Emerging Markets nicht dazu führen, dass die
Nachfrage einbrechen wird, da der Mittelstand teilweise mit bis zu 25% wächst und das Einkommen
ebenfalls zulegt. Die Leute haben eine neue Freiheit durch das Autofahren erlangt, die sie sicherlich
nicht aufgeben werden. In der nächsten Ausgabe werden wir darüber sprechen, wo unserer
Meinung nach die Zukunft der Energieversorgung liegt und weswegen der Gründer von Greenpeace
seine Einstellung um 180 Grad ändern musste.
Es ist eigentlich ein Wahnsinn, wenn man sich die vielen Felder mit Raps, Mais und Sojabohnen
ansieht, die tausende Tonnen an Ernte produzieren, welche anschließend in Bioethanol oder
Biodiesel umgewandelt werden. Nicht nur in den U.S.A. sondern auch in Deutschland sowie Asien
werden die Folgen dieser Vorgehensweise in Form von deutlichen Preissteigerungen der
„Pseudoenergierohstoffe“ beim täglichen Einkauf sichtbar. Zudem ist die Wirkungsweise dieser
alternativen Pflanzenenergien sehr stark umstritten. Es gibt eine Reihe an Studien, die belegen, dass
die Energieeffizienz von Bioethanol und Biodiesel negativ ist. Dies bedeutet, dass für die Produktion
mehr Energie eingesetzt werden muss als letztendlich durch die Verbrennung gewonnen werden
kann. Dar Fairness halber muss man jedoch auch anmerken, dass es einige Studien gibt, die genau
das Gegenteil belegen. Wahrscheinlich handelt es sich jeweils um Aufträge mit einem festgelegten
Ausgang, der je nach Lobby variiert. Nichtsdestotrotz dürfte am Ende die Energieeffizienz von
Biodiesel & Co. selbst im besten Fall nur gering positiv sein, während gleichzeitig dafür in Kauf
genommen werden muss, dass sich die Nahrungsmittel stark verteuern. Unserer Meinung nach,
sollte man verstärkt in den Ausbau der immer noch sehr sauberen Kernenergie investieren, die in
unserem heutigen Zeitalter eine der wenigen Alternativen darstellt, die sinnvoll, effizient und vor
allem umweltschonend sind. Selbst der Gründer der Umweltorganisation Greenpeace Patrick Moore,
hat inzwischen seine Einstellung gegenüber der Kernenergie geändert. Er gab offen zu, dass er
damals in den Siebzigern nur die Nachteile jedoch nicht die Vorteile von Kernenergie gesehen hat.
Des weiteren kritisierte er, dass Greenpeace heute noch gegen die Kernenergie wettert, wobei sehr
viel Positives geschaffen werden konnte wie zum Beispiel die Nuklearmedizin. Die großen
Industrienationen sollten von dem Wahnsinn der alternativen Energien lieber zurücktreten und in
Kernkraftwerke investieren mit neuen Technologien und einer verstärkten Sicherheitsausrüstung.
Diese ist heutzutage besonders notwendig, da immer wieder befürchtet wird, dass Terroristen ein
derartiges Werk angreifen könnten. Hierfür gibt es jedoch eine Reihe an Lösungen. Israel
beispielsweise baut schwimmende Reaktoren unter der Meeresoberfläche, wo diese nicht nur vor
Terrorangriffen geschützt sind, sondern auch den Menschen bei möglichen Lecks vor Schlimmeren
bewahren. Die blinde Wut gegen Kernenergie, die gerne in den Medien verbreitet wird, ist somit nur
Meinungstreiberei und hält sicherlich keiner objektiven Diskussion statt.
Quelle: Corn&Oil Newsletter – Ausgabe 17 vom 24. Juni 2008
Wilhelm Busch: "Aber hier, wie überhaupt, kommt es anders, als man glaubt."
Gruß Pichel