Tagesordnung:
Punkt 1: Vorlage Jahresabschluss 2007: gut gemacht und Applaus, passt!
Punkt 2: Entlastung des Vorstands: geht klar!
Punkt 3: Entlastung AR: klar doch!
Punkt 4: Anhebung des genehmigten Kapitals für weiter Kapitalerhöhungen: vom Beschluss 2006 (821 TEUR) Anhebung auf 1.439 TEUR bis 2013...
So weit so gut - auch wenn ich das Wort Kapitalerhöhung langsam nicht mehr hören kann. Ich frage mich an dieser Stelle nun zwei Dinge: Warum den noch vorhandenen Puffer nochmals ausweiten? Gibt es hier vielleicht einen mehr oder weniger konkreten Finanzierungsanlass? Der neue Rahmen beträgt über 40% des Grundkapitals - eine Größenordnung, die schon ein gewisses Kaliber darstellt. Also geeignete Investitionen "rasch und erfolgreich" nutzen zu können, bezieht sich für mich hier nicht gerade auf eine Ölpfütze, in die man aus Versehen tritt und mann dann dort schnell ein Loch bohren kann.
Ich hoffe schwer, dass (gegebenenfalls zusätzliches) EK für angemessene Dinge vorgesehen ist. Ich habe nämlich NICHT DAS GELD, DIE GESAMTEN PRODUKTIONSANLAGEN NACH UND NACH DURCH EIGENKAPITAL FINANZIEREN ZU KÖNNEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Herr Hooper, der Satz "Aktionäre, die ein Interesse an der Beibehaltung ihrer Beteiligungsquote haben, können die dazu erforderliche Aktienzahl gegebenenfalls über den börslichen Handel erwerben" ist nicht ungefährlich im Bezug auf die Stimmung der betroffenen Personen. Unterstellt man seinen Anlegern, dass sie unbegrenzt Kapital dafür haben, mag das wohl richtig sein. Möchte ich aber die auf der nächsten HV zu genehmigende Satzungsänderung bei voller Ausübung mitmachen, muss ich meinen Aktienbestand um über 40% erhöhen. Ich weiß nicht, wie es den restlichen Anlegern geht, aber bei mir stößt das deutlich an Grenzen und ich glaube nicht, dass sich nach den unzählbaren "Nachkaufgelegenheiten" der letzten Monate viele Anleger noch unterinvestiert fühlen.
Ich stütze meine große Hoffnung in Activa auf die stillen Reserven. Wenn mir die weggenommen werden, weil ich mich zu einer Neuinvestition nicht nötigen lassen kann, habe ich ein Problem. Deshalb ist insbesondere bei einer so eklatanten Abweichung zwischen Börsenkurs und "tatsächlichem" Wert des Anteils eine Kapitalerhöhung nicht unbedingt angenehm. Insbesondere bei der gegebenen Fremdkapitalsituation bzw. dessen Potenzial ist das Ganze mal vorsichtig ausgedrückt "suboptimal"....
Wenn durch eine Kapitalerhöhung der Adressat entsprechende Werte in das Unternehmen einbringt (wie Tueleta) ist das natürlich was anderes.
Aber dass jemand, der Produktionsanlagen durch eine KE finanziert sich am Ende über einen Berg an stillen Reserven freuen darf, das leuchtet wohl niemandem ein.
.... So, genug gemeckert! :-)
Punkt 5: Wahl des Abschlussprüfers: mir "wurscht", Hauptsache der ist schnell mit dem Stempel
Viele Grüße, Gilbi