Aktiensteuer vertreibt Kleinaktionäre
Die geplante Einführung einer Pauschalsteuer auf Gewinne aus dem Verkauf von Aktien und Fondsanteilen wird sich gravierend auf das Anlageverhalten der deutschen Kleinanleger auswirken.
Fast die Hälfte der Privatanleger will raus aus Aktien und Fonds
42,3 Prozent der Privatanleger wollen nach der Einführung der Steuer nicht mehr in Aktien und Fonds investieren, ergab eine repräsentative Umfrage von NFO Infratest im Auftrag des Finanzdienstleisters Delta Lloyd. 13,8 Prozent der Anleger wollen ihre Aktien und Anteile vor Einführung der Steuer verkaufen, um die Besteuerung der Gewinne zu verhindern.
Mehr als 11 MIllionen Aktionäre sind betroffen
Die Bundesregierung hatte im November beschlossen, auf Gewinne aus Aktien- und Fondsanteilsverkäufen eine Pauschalsteuer in Höhe von 15 Prozent zu erheben. Nach dem Halbeinkünfteverfahren reduziert sich die Steuer allerdings auf 7,5 Prozent. Die bislang geltende Steuerfreiheit, die nach dem Ablauf der Spekulationsfrist von einem Jahr gilt, wird gestrichen. Nach der Statistik des Deutschen Aktieninstituts sind bundesweit 11,5 Millionen Personen in Aktien oder Fonds investiert.
Wie klassisch investieren
Diejenigen, die ihr Geld aus Aktien und Fonds abziehen, wollen das frei werdende Kapital stattdessen in klassische Anlageformen investieren. 28,1 Prozent der Anleger liebäugeln zunächst mit kurzfristigen Investments in Geldmarktkonten, 24,3 Prozent wollen das Geld in festverzinsliche Wertpapiere umschichten. 24,1 Prozent bevorzugen das gute alte Sparbuch. 11 Prozent wollen in Lebens- oder Rentenversicherungen investieren.
Zuflüsse massiv zurückgegangen
Die Absicht vieler Anleger, sich vom Aktienmarkt zurückzuziehen, setzt die Investmentgesellschaften zusätzlich vor Probleme. Schon im vergangenen Jahr waren die Zuflüsse in Investmentfonds nach Angaben des Branchenverbands der Investmentgesellschaften (BVI) stark eingebrochen. Die Zuflüsse in Publikumsfonds sanken gegenüber 2001 um 28,6 Prozent auf 27,4 Mrd. Euro. Die Zuflüsse in Spezialfonds gingen um 8,7 Prozent auf 37,8 Mrd. Euro zurück.
Die geplante Einführung einer Pauschalsteuer auf Gewinne aus dem Verkauf von Aktien und Fondsanteilen wird sich gravierend auf das Anlageverhalten der deutschen Kleinanleger auswirken.
Fast die Hälfte der Privatanleger will raus aus Aktien und Fonds
42,3 Prozent der Privatanleger wollen nach der Einführung der Steuer nicht mehr in Aktien und Fonds investieren, ergab eine repräsentative Umfrage von NFO Infratest im Auftrag des Finanzdienstleisters Delta Lloyd. 13,8 Prozent der Anleger wollen ihre Aktien und Anteile vor Einführung der Steuer verkaufen, um die Besteuerung der Gewinne zu verhindern.
Mehr als 11 MIllionen Aktionäre sind betroffen
Die Bundesregierung hatte im November beschlossen, auf Gewinne aus Aktien- und Fondsanteilsverkäufen eine Pauschalsteuer in Höhe von 15 Prozent zu erheben. Nach dem Halbeinkünfteverfahren reduziert sich die Steuer allerdings auf 7,5 Prozent. Die bislang geltende Steuerfreiheit, die nach dem Ablauf der Spekulationsfrist von einem Jahr gilt, wird gestrichen. Nach der Statistik des Deutschen Aktieninstituts sind bundesweit 11,5 Millionen Personen in Aktien oder Fonds investiert.
Wie klassisch investieren
Diejenigen, die ihr Geld aus Aktien und Fonds abziehen, wollen das frei werdende Kapital stattdessen in klassische Anlageformen investieren. 28,1 Prozent der Anleger liebäugeln zunächst mit kurzfristigen Investments in Geldmarktkonten, 24,3 Prozent wollen das Geld in festverzinsliche Wertpapiere umschichten. 24,1 Prozent bevorzugen das gute alte Sparbuch. 11 Prozent wollen in Lebens- oder Rentenversicherungen investieren.
Zuflüsse massiv zurückgegangen
Die Absicht vieler Anleger, sich vom Aktienmarkt zurückzuziehen, setzt die Investmentgesellschaften zusätzlich vor Probleme. Schon im vergangenen Jahr waren die Zuflüsse in Investmentfonds nach Angaben des Branchenverbands der Investmentgesellschaften (BVI) stark eingebrochen. Die Zuflüsse in Publikumsfonds sanken gegenüber 2001 um 28,6 Prozent auf 27,4 Mrd. Euro. Die Zuflüsse in Spezialfonds gingen um 8,7 Prozent auf 37,8 Mrd. Euro zurück.