ein Problem, wenn am 20.3 die Dakota Accespipeline ans Netz kommt, ziehen die Jungs vermutlich massiv ihre DUC's ans Netz - trotz aller Wasserproblematiken - wie auch immer erwarte ich nochmal ein aufflammen der Bakken Produktion, das kann auch gut bis Ende des Jahres anhalten, dazu kommt Texas.
Aber eigentlich hätte die Opec es trotzdem in der Hand:
Würden die nun ab Juni wieder free running machen, würde es die massiv gehedgten Amerikaner nicht sehr behindern, die produzieren einfach im Rahmen ihrer Hedges weiter, erst unter 45$ wirds ansatzweise dann für die ungehedgte Produktion schwer, da Hedging Gewinne hier quersubventionieren und Wellhead Breakeven ja angeblich vielerorts um 40$ liegen:
oilprice.com/Energy/Energy-General/...US-Shale-Once-Again.html (vermutlich wieder ohne Landpreise kalkuliert!)
Die Preise würden dann wegen Angeboststeigerungen durch Opec/Nopec gegen 40$ gehen, aber auch die Gewinnverluste bleiben im wesentlichen bei der Opec hängen und das würde dann ggf. vermutlich mindestens ein Jahr so weitergehen.
Alternative ist, sie bleiben bei Kürzung, versuchen Markt leicht im Defizit zu halten und schauen wie weit die Amerikaner nach oben tatsächlich mit Produktion kommen.
Bei den Zahlen der letzten Monate war einiges an Golf von Mexiko dazugekommen, ab jetzt muss Fracking übernehmen, 1 Mio Jahresteigerung halte ich bis Ende des Jahres für schaffbar, 2 Mio eher nicht.
Selbst moderate Opec Korb 50$ zu 40$ sind halt selbst bei günstigen 10$ Produktionskosten kalkuliert 25% weniger im Gewinn, das mit noch höherer Mehrproduktion auszugleichen ist nicht realistisch (vor allem wenn das alle Opec/Nopec versuchen)
Ich denke die Opec selbst ist sich noch nicht einig, berechnen genau die aktuellen Enwicklungen und beraten erneut im Mai, bis dahin sieht man auch ob die Amis ihre Steigerungen quasi linear, ansteigend oder abschwächend durchziehen können.
Wenn sie wirklich wollten könnte sie auch Kürzung nochmal steigern, das ist aktuell aber ein eher abwegiges Szenario.