Portrait
Die Entwicklung von Prozessen bis hin zur Produktion kompletter Anlagen zur Herstellung von VerbindungsHalbleitern sind das Kerngeschäft der Aixtron AG. Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter sind in diesem Bereich tätig. Grundlage ihrer Arbeit ist die sogenannte Metal Organic Chemical Vapor Deposition (MOCVD). Bei diesem Verfahren werden die Ausgangsmaterialien – metallorganische Verbindungen – außerhalb der Anlage in Gas umgewandelt und dann verbunden mit einem Trägergas in den Reaktor eingeführt, dort läuft dann die chemische Reaktion ab. Die Verdampfung bzw. Umwandlung findet dabei unter deutlich reduziertem Druck statt, so daß die Gase sehr sauber sind und sich hervorragend dosieren lassen. Für die Qualität der entstehenden Verbindungs-Halbleiter ist dies von entscheidender Bedeutung, denn die auf dem Trägermaterial (dem sogenannten Wafer) aufzubringenden Halbleiter-Schichten sind teilweise dünner als ein Millionstel Meter. Mit der im September 1999 vollzogenen Akquisition der Thomas Swan Scientific Equipment Ltd. und der Übernahme von 70% der Epigress AB vom Oktober 1999 hat der Aixtron-Konzern seine Stellung als Weltmarktführer ausgebaut; mehr als 50% aller ausgelieferten MOCVD-Anlagen stammen heute von Aixtron.
Die MOCVD-Anlagen von Aixtron sind sehr komplex. Durch die auf die individuellen Kundenwünsche ausgerichteten Entwicklungsarbeiten - inklusive der dazugehörigen Prozeßtechnologie – können jeweils optimierte Ergebnisse erzielt werden. Die Herstellungsdauer beträgt sechs bis neun Monate, die Preisspannen je Anlage liegt zwischen 1 und 4 Mill. DM. Um den ständig steigenden Bedarf schneller bedienen zu können, hat Aixtron 1996 die Produktionskapazitäten durch Neubauten verdoppelt. Auf über 1000 qm Fertigungsfläche können seither 36 Anlagen gleichzeitig hergestellt werden.
Die Einsatzmöglichkeiten dieser MOCVD-Anlagen werden sich nach Einschätzung von Aixtron künftig noch stark ausweiten. So entstehe neue Nachfrage z.B. im Rahmen der Solarzellen-Fertigung für die Raumfahrt oder der Transistoren-Herstellung für moderne Handys. Zu den wichtigsten Anwendungen für VerbindungsHalbleiter zählen heute Leuchtdioden. Der zweite wichtige Anwendungsbereich liegt in der Solar-Technologie. Die Weltraumforschung ist dabei ein belebendes Element; so fuhr beispielsweise das Mars-Mobil angetrieben von Solar-Zellen, die auf Aixtron-Maschinen hergestellt wurden. Darüber hinaus werden Aixtron-Produkte in der Laser-Technologie eingesetzt, die bei der Herstellung von CD, CD-ROM und der neuen DVD (Digital Versatile Disk) unerläßlich sind. Weitere Anwendungen von Verbindungs-Halbleitern finden sich auf vielen Gebieten der Telekommunikation.
Im Geschäftsjahr 1999 hat sich die positive Unternehmensentwicklung fortgesetzt. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 53% auf 84,7 Mill. Euro. Auf vergleichbarer Basis belief sich der Umsatzzuwachs auf plus 43%. Insgesamt wurden 88,2% des Geschäftsvolumens im Ausland erwirtschaftet. Parallel zum Umsatzanstieg verbesserten sich auch Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und Jahresüberschuß. Im Mai 1999 hatte die HV der Umstellung des Grundkapitals auf Euro und einem Aktiensplitt im Verhältnis 1:3 zugestimmt. Darüber hinaus war eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen um 450.000 Aktien durchgeführt worden, durch die sich die Eigenkapitalausstattung des Konzerns erheblich verbesserte.
Am 20. Dezember 1983 wurde die Gesellschaft von Mitarbeitern der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, darunter das heutige Vorstandsmitglied Dr. Holger Jürgensen, als Aixtron Semiconductor Technologies GmbH gegründet. Aufgrund des Beschlusses der HV vom 4. Juli 1997 entstand noch im gleichen Jahr durch formwechselnde Umwandlung die Aixtron AG. Gründer dieser Gesellschaft im Sinne des §245 Abs.1 UmwG waren die Commerz Unternehmensbeteiligungs AG, die WeHaCo Kapitalbeteiligungsgesellschaft, Dr. Holger Jürgensen, Dr. Meino Heyen, Kim Schindelhauer sowie eine weitere Privatperson.
Das Stammkapital der früheren Aixtron Semiconductor Technologies GmbH betrug vor der Umwandlung 4,2 Mill. DM. Im Zuge der Umwandlung wurde das Stammkapital aus Gesellschaftsmitteln auf 10 Mill. DM angehoben. Diese 10 Mill. DM wurden am 18. August 1997 als Grundkapital der Aixtron AG in das Handelsregister eingetragen. Die außerordentliche HV am 24. Oktober führte die Erhöhung des Grundkapitals um 2,5 Mill. DM herbei. Ferner wurde ein genehmigtes Kapital I und ein Genehmigtes Kapital II zur Ausgabe von Stamm- und /oder Vorzugsaktien gegen Bareinlagen in Höhe von 5 Mill. bzw. 1,25 Mill. DM geschaffen. Im Zusammenhang mit der vorgesehenen Ausgabe einer Wandelanleihe im Rahmen eines Management- und Mitarbeiterbeteiligungsplans wurde das Grundkapital darüber hinaus um 625.000 DM bedingt erhöht.
Die 500.000 Aktien aus der Kapitalerhöhung vom 24. Oktober wurden zusammen mit weiteren 500.000 Aktien aus dem Besitz der Altaktionäre (einschließlich 100.000 Aktien per ausgeübtem Greenshoe) in der Zeit vom 30. Oktober bis 3. November 1997 einer breiten Öffentlichkeit zur Zeichnung angeboten. Die Bookbuilding-Spanne lautete auf 84 bis 100 DM. Als Emissionspreis wurde der oberste Wert errechnet. Der erste Kurs am neuen Markt wurde am 6. November 1997 mit 142 DM festgestellt.
Von einem Teil ihrer Beteiligung haben sich im Rahmen des Börsengangs nur die Commerz Unternehmensbeteiligungs AG, die WeHaCo Kapitalbeteiligungsgesellschaft und die Privatperson getrennt. Die Vorstandsmitglieder und die leitenden Angestellten der Aixtron AG verzichteten zwar auf ihr Bezugsrecht, hielten ansonsten aber in unveränderter Höhe an ihren Anteilen fest. Durch den Börsengang flossen der Gesellschaft frische Mittel von netto rund 45,4 Mill. DM zu; darin sind die Emissionskosten von rund 4,6 Mill. DM enthalten. (AfU
Aixtron ist eines der deutschen vorzeigeunternehmen schlechthin.
hier stimmt einfach alles, das produkt, das know how, die patente, die markführerschaft, das management ....
nur der kurs der aktie ist leider viel zu hoch und steht kurz vor dem nächsten absturz. also später evt. zu einem bruchteil kaufen.