Es ist eine Horrormeldung!!!!!
Versicherer AIG braucht womöglich mehr Staatshilfen
Freitag, 26. Februar 2010, 17:02 Uhr
Diesen Artikel drucken[-] Text [+] New York (Reuters) - Der US-Versicherungsriese AIG steht womöglich erneut vor dem Aus. Das bereits mehrfach mit insgesamt 182 Milliarden Dollar von der US-Regierung gerettete Unternehmen warnte am Freitag, zusätzliche Staatshilfen könnten nötig werden.
An der Börse führte die Hiobsbotschaft zu kräftigen Abschlägen: AIG-Aktien brachen um knapp sieben Prozent ein.
In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hieß es, ohne neue Hilfen könnte es erhebliche Zweifel am Fortbestand des Konzerns geben. AIG habe aber genügend Liquidität, um mindestens die nächsten zwölf Monate finanzieren zu können. Der einst weltgrößte Versicherer und Erzrivale der europäischen Branchengrößen Allianz und Axa gehört im Zuge der Rettungspakete inzwischen zu fast 80 Prozent dem Staat.
Im vierten Quartal 2009 rutschte der Konzern wieder tief in die Verlustzone: Unter dem Strich betrug das Minus 8,9 Milliarden Dollar, umgerechnet 6,55 Milliarden Euro. Begründet wurde der Verlust, der wesentlich größer als von Analysten erwartet ausfiel, mit zahlreichen Sondereffekten wie der Rückzahlung von Geldern an die Notenbank von New York, Abschreibungen und zusätzlichen Mitteln für höhere Reserven.
AIG-Chef Robert Benmosche will das Unternehmen massiv verkleinern. Zahlreiche Geschäftsteile sind bereits abgestoßen oder werden noch verkauft. So wird etwa das asiatische Lebensversicherungsgeschäft an die Börse gebracht. AIG will sich weltweit auf die Schaden/Unfallversicherung und das US-Lebensversicherungsgeschäft konzentrieren.
Nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008 hatte die American International Group mit ihrem Beinahe-Zusammenbruch für eine zweite Schockwelle in der Finanzkrise gesorgt. Der Versicherer hatte sich mit riskanten Wertpapieren verzockt.
Im vierten Quartal 2008 hatte das Unternehmen mit 62 Milliarden Dollar den größten Verlust der Wirtschaftsgeschichte eingefahren. 2008 summierte sich das Minus insgesamt auf fast 100 Milliarden Dollar, mehr als zuvor in Jahrzehnten verdient wurde. Im zweiten Quartal 2009 war AIG in die Gewinnzone zurückgekehrt und hatte seitdem von der Börsenerholung profitiert.
(Reporter: Paritosh Bansal bearbeitet von Christian Götz und Christian Krämer; redigiert von Christian Götz)
Quelle:de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE61P0BG20100226
Wer sich über mich ärgert,der hat kein Problem mit mir,
sondern mit sich selbst