komplizierter ist das schon. Dazu muss man ja nur mal die Entwicklung der Flugesellschaften, des Ölpreises und AIAs zeitlich übereinander legen.
AIA hat schon eine gewisse Marktmacht als Marktführer in einer Nische, die nicht wegzudenken ist. Einzelne Vertragsverhandlungen sind da eher wichtig als die grundsätzliche Lage der Fluggesellschaften, zumal es den Streit um Wichtigkeit der Flüge, der Passagiere oder Auslastung gibt.
Zudem ist die Währungsfrage nicht unwichtig. Ich hoffe, AIA bekommt beim Thema Internet einen Fuss in die Tür und der Euro steigt nicht weiter. Wenn beides eintrifft, bin ich mir relativ sicher, dass AIA die Margen halten kann. Die Ertragsqualität kann man eigentlich auch nicht großartig beanstanden, wenn man die Entwicklung der letzten Jahre betrachtet. Allerdings gibt es sicherlich keine Skaleneffekte wie bei anderen Branchen und Unternehmen. Die Vorsteuermarge hat sich in den letzten 5 Jahren bereingt eher seitwärts bis leicht abwärts entwickelt. Insofern hast du recht. Im großen und ganzen kann man aber über die Gewinnentwicklung nicht meckern. Was hier nur ärgerlich ist, sind diese starken Schwankungen zwischendurch, was die Gewinne angeht, denn das ist der eigentliche Grund für das fehlende Vertrauen und damit den möglicherweise berechtigten Bewertungsabschlag. Hier fehlt es an Transparenz, die dem Anleger klarmacht, wie, warum und wann es zu diesen Gewinnschüben oder Gewinneinbrüchen kommen kann.
Aber wie du schon sagst, die Bewertung preist das mittlerweile ein. Man ist nur noch mit Ebitda-Multiple von 3 und KBV von 1 bewertet. Da müsste sich das Ebitda in 2010 schon halbieren, um Kurse bei 2,2 € zu rechtfertigen. Scheinbar glaubt der Markt, dass das sogar eintreffen kann.
glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt. (albert schweitzer)