Ja, Lebens- und Amtszeit vertauscht ;-) und nun? Nun kriegen Teufel und/oder Oettinger die Schuld in die Schuhe für den "Skandal" in die Schuhe geschoben (Sehr gut! Die leben beide noch!) - oder kriege ich nun die Schuld für die Lehrer-Datenpanne in BW? Wie könnte meine Datenpanne wohl zustande gekommen sein? ;-) (Fahrlässigkeit? Mutwillig ein roter Hering?)
Mal angenommen, ein AMG Motor ginge kaputt (wenn man die Videos von Motoren Zimmer anguckt, dann scheint das deutlich unter 100.000km Laufleistung der Normalfall zu sein!), was passiert dann mit dem Monteur des Motors? Und wo kommt jeweils der nächste Motorenmonteur her, wenn man den vorherigen "sanktioniert"? Der Nachschub / Nachwuchs ist endlich, und wenn man jeden aussortiert, der mal einen Fehler macht, dann hat einerseits niemand mehr Lust auf den Schleudersitz, und andererseits läßt sich der auf dem Schleudersitz für die Montage eines Motors mal so richtig Zeit.
Haftung für Amtsinhaber wäre nett (Andi Scheuer und die Maut ...), aber wer ist jeweils der Richter? Die BILD-Zeitung, die irgendetwas skandalisiert? Oder die von ihr (oder anderen Medien) aufgehetzte Meute? Oder jemand mit Sachkenntnis?
Das Modelldorf aus dem Western finde ich gar nicht sooo bescheuert. Baden Württemberg ist dann eine Nummer größer und man hat 100.000 Lehrkräfte statt 1 Dorflehrerin. Man bekommt mehr als nur die Dorfstraße als Infrastruktur und die Interessenlagen werden komplexer. Im Western wollen die Rancher ihre Rinder überall durch treiben oder weiden lassen, die Farmer wollen nicht, daß die Rinder ihre Felder verwüsten, und dann und wann gibt es Streit ums Wasser. Ausgehend vom kleinen Modell muß man dann weiter denken und komplexer werden.
Um dann die Lehrkräfte eines ganzen Bundeslandes zu verwalten geht man wohl eines Tages von Zettel und Bleistift (oder Whiteboard) für die Dorflehrerin zu einer Indivdualsoftware über oder läßt eine Standardsoftware (nach einer Machbarkeitsstudie durch externe Berater) anpassen. Da kommt dann Analyse (welche Geschäftsvorfälle gibt es), Konzeption (welche Geschäftsvorfälle will man abdecken, Datenstrukturen, Datenflüsse, Verarbeitungen, Berechtigungen, ...) und dann die Realisierung (Datenbankdesign, Softwareerstellung/-anpassung (inkl. Test), Migration Altsystem / Datenersterfassung, Benutzerschulung) und dann der Betrieb inkl. Wartung und Weiterentwicklung.
Wenn man da leicht patzt oder im Laufe der Zeit die Auswirkung eine Anpassung nicht 100% durchdenkt, dann kann schon mal hier oder da 1/10 oder 1,0 Lehrer flöten gehen und in 20 Jahren Betrieb summiert sich der Fehler auf 1% bevor es jemand merkt. Da gibt es sicher einmal Bedarfsträger (Schulen mit Schülerzahlen und Fächern) und dann Lehrkräfte (mit vertragsgemäßen Wochenstunden und Fächern) und dann den jeweiligen Status einer Lehrkraft, Referendar (darf nur unter Aufsicht), Lehrer, verbeamtet, Urlaub (normal und Sonder-), Krank, schwerbehindert, Kur, suspendiert, schwanger (aber noch im Dienst, darf aber nicht mir radioaktiven Präparaten arbeiten), Mutterschutz, in Fortbildung, Dienstunfähig (temporär oder ungewiß), Grenzgänger, ... und dann gibt es irgendwann Statusübergänge (Pension erreicht, wieder Dienstfähig, auf Klassenreise verschollen, ...) und wenn man da eben noch denkt, alles richtig zu machen, dann erkennt man morgen (oder etwas später) den Denkfehler (der Programmierer sagt: "Works as designed.", oder mit Pech auch einen Programmierfehler ("Ach sooo war das gemeint!" oder "Ja, das ist ein Tippfehler in einem Variablennamen.") oder einen Datenfehler oder einen Handlingfehler im Operating. So ein System aufzubauen dürfte ein paar Mannjahre (oder "Personenjahre") Aufwand bedeuten und es dürfte viele Benutzer unterschiedlicher Arten und Berechtigungen haben.
Bis so ein Fehler rauskommt, kann es lange dauern. Das dann zu skandalisieren, kann man machen, wenn man ein Feuerchen braucht um sein politisches Süppchen darauf zu kochen (Gewerkschaften, Umstürzler, die jeweilige Opposition, Lehrer, Eltern, Schulleiter, die Behörde ("Wir haben ja viel zu wenig Personal und Mittel!")...)
Den Zusammenhang zum Gold dann bitte schlüssig in einer logischen Kette von Argumenten darlegen und nicht nur meine mangelnden kognitiven Fähigkeiten beklagen, wenn ich den Zusammenhang mit dem Gold nicht sofort erkenne.
Ganz platt: Die Panne ist "ärgerlich" und evtl. auch für irgendjemanden (der evtl. sogar noch lebt) "peinlich", aber 1% (oder 1,Keks%) sind in der Personalplanung Peanuts, wenn andere Leute 90% rausschmeißen wollen und denken oder wider besseres Wissen behaupten , es würde danach noch irgendetwas im Staat funktionieren.