"Eine Menge „roter Flaggen“
Doch in Sachen Marktbreite gibt es auch Warnsignale. So kam es in den USA zuletzt zu einer Reihe von Hindenburg-Omen. Für uns zwar kein unmittelbarer Crash-Vorbote, denn nicht jedes dieser Signale hat einen Aktienrückschlag nach sich gezogen. Eher anders herum wird ein Schuh draus: Die großen Korrekturen wurden regelmäßig von einem Hindenburg-Omen begleitet. Wichtigste Vorbedingung ist, dass es bei einer großen Anzahl von Einzelwerten zu neuen 52-Wochen-Hochs und -tiefs kommt. Die Ballung an den beiden Extrempolen ist eine Mahnung und signalisiert in jedem Fall eine gewisse Marktzerrissenheit. Für ein anderes Warnsignal sorgt der sog. Buffett-Indikator, der die Marktkapitalisierung des Wilshire 5000 Index ins Verhältnis zur gesamten US-Wirtschaftsleistung setzt. Mittlerweile notiert das Ratio bei 200 %, d. h. der Wert des breitesten US-Aktienbarometers übersteigt die Wirtschaftsleistung um den Faktor 2 (siehe Chart). Entsprechend hoch bewertet geht der Aktienmarkt in den USA ins neue Jahr. In die gleiche Kerbe schlagen auch die „Insider-Verkäufe“. Laut Daten der LSEG befinden sich diese auf einem absoluten Rekordlevel. Wenn Insider zu Gewinnmitnahmen neigen, dann sollten das Anlegerinnen und Anleger durchaus ernst nehmen."
Buffett-Indikator (Weekly)
Quelle: Bloomberg, macrobond², HSBC³
Quelle: Jahresausblick Teil 2 | stock3
