Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzten im Oktober nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes real 0,8 Prozent und nominal 1,0 Prozent mehr um als im Oktober des Vorjahres. Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage. Kalender- und saisonbereinigt lag der Umsatz im Oktober im Vergleich zum September real und nominal allerdings um 1,9 Prozent niedriger.
Im Oktober waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes rund 45,4 Mio. Personen mit Wohnort in Deutschland (Inländerkonzept) erwerbstätig. Gegenüber Oktober 2018 nahm die Zahl der Erwerbstätigen um 0,7 Prozent bzw. 306.000 Personen zu. Die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahreszeitraum hatte im Dezember 2018 noch 1,2 Prozent, im Januar 2019 dann 1,1 Prozent und zuletzt im September 0,7 Prozent betragen. Damit setzte sich laut Statistikamt der Beschäftigungszuwachs zwar weiter fort, seine Dynamik schwächte sich im Laufe des Jahres 2019 jedoch weiter ab.
Die Zahl der Insolvenzen von großen Unternehmen in Deutschland ist 2019 deutlich gestiegen. Die Kreditversicherung Euler Hermes zählte in den ersten neun Monaten 27 Insolvenzen von Firmen mit mehr als 50 Mio. Euro Umsatz. Da ist ein Anstieg um 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Euler Hermes betonte, das Dramatische an solch großen Insolvenzen sei der Dominoeffekt in der gesamten Lieferkette. Zu den großen Insolvenzen zählten das Windanlagenunternehmen Senvion, der Autozulieferer Eisenmann, die Fluggesellschaft Germania und die Modefirma Gerry Weber. Loewe, Kettler Freizeit GmbH und Beate Uhse meldeten schon zum zweiten Mal Insolvenz an.
Quelle: www.godmode-trader.de