Die EU-Kommission weist erstmals den Haushaltsentwurf eines Euro-Mitgliedstaates zurück. Die Pläne der italienischen Regierung stünden nicht in Einklang mit dem EU-Stabilitätspakt, teilte die EU-Kommission am Dienstagnachmittag mit. Die Regierung in Rom muss nun innerhalb von drei Wochen einen neuen Entwurf einreichen, wie EU-Vizekommissionspräsident Valdis Dombrovskis mitteilte. Italien hatte am 15. Oktober einen Haushaltsentwurf nach Brüssel gesendet, der eine Neuverschuldung auf 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung vorsieht - dreimal so viel wie von der Vorgängerregierung zugesagt. Rom will an den Plänen strikt festhalten.
ESM-Chef Klaus Regling hat sich besorgt über das geplante höhere Defizit im Staatshaushalt Italiens geäußert. Die Entwicklung sei aber kein Grund zur Panik. Die Ansteckungsgefahr für andere Länder sei gering.
Quelle: www.godmode-trader.de

