Wochenausblick: Nicht nur technisch steht die Woche der Wahrheit im Index bevor, auch mit Blick auf die Notenbankenpolitik. Am Mittwoch wird sich entscheiden, ob die japanische Notenbank weitere geldpolitische Maßnahmen bekannt geben wird bzw. die Fed in den USA die Zinsen anheben wird.
Folgende Punkte sind mir bei der Chartbeschau aufgefallen:
- Der Abwärtstrend im DAX seit April 2015 ist nach langer Zeit signifikant überwunden worden.
- Der DAX hat das Januargap geschlossen und damit eines unserer wichtigsten Aufwärtsziele abgearbeitet.
- Inzwischen ist der DAX wieder am überschrittenen Abwärtstrend angekommen (Pullback).
- In die Wochenwolke ist der Index deutlich zurückgefallen.
- Die Ichimoku-Tageswolke ist nahezu erreicht.
- Das Abwärtsziel bei 10.365 Punkten wurde abgearbeitet, das Ziel bei 10.200 Punkten ist noch offen.
- Der Rückfall unter 10.365 Punkte wurde bislang noch nicht bullisch gekontert. Erste Versuche sind heute zu sehen.
- Unter 10.365 Punkten deuten mehrere Fibonacci-Extensionen und -projektionen auf eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung bis zum EMA200 bei 10.200 Punkten hin.
- Auf der Oberseite sind um 10.440 und 10.500 Punkte massive Widerstände im Chart zu erkennen.
- Unter dem Tief bei 10.092 Punkten wäre die Aufwärtsbewegung nach Elliott-Wellen stark gefährdet.
- Dann sollte man mittelfristige Long-Engagements zumindest überdenken.
- Für die Supertrend-Fans: Die Ausgangslage ist unverändert. Der Index muss einen Wochenschlusskurs über 10.743 Punkten hinbekommen. Erst dann wechselt der Trend auf long.
Fazit: Es besteht noch eine kleine Restchance für die Käufer, da der Index zu Wochenbeginn wieder über dem Abwärtstrend bei rund 10.350 Punkten notiert. Auf der anderen Seite wurden wichtige Widerstände auf der Oberseite noch nicht überwunden, weshalb das Ziel bei 10.200 Punkten aktuell bleibt. Sollten im Laufe der Woche gar 10.092 Punkte fallen, dürfte ein stürmischer Herbst im DAX beginnen. Für ein starkes Longsignal benötigt der DAX Kurse über 10.800 Punkte. Aktuell stehen die Chancen in etwa 50:50. Für größere Manöver in dieser Woche auch mit Blick auf Mittwoch gibt es keinen Anlass.
Die Auswertung wird durch eine unklare Ausgangslage in den US Indizes erschwert. So sieht der Nasdaq 100 extem bullisch aus, der Dow Jones dagegen verweilt in einer neutralen Range.
Quelle: www.godmode-trader.de