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Auszug:
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Die Bewegung an den Finanzmärkten ist dramatisch....
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Fakt ist, dass Märkte nicht mehr faire Bewertungen im Rahmen einer sachlichen Diskontierung der zukünftigen Cash-Flows bieten.
Das wird auch erkennbar an den Bewertungen:
Anders als 1987, 2001 oder 2008 sind beispielsweise die Aktienmärkte im historischen Kontext nicht über- , sondern unterbewertet. So liegt das KGV des DAX heute bei circa 11,5, das historische Mittel steht bei 14,7, die Dividendenrendite oszilliert jenseits der Marke von 3,2 %.
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Weltwirtschaft:
Indien wächst stärker, China bleibt ein belastbarer Treiber der Weltwirtschaft mit mindestens 6,5 % Wachstum. ... Die Eurozone ist im stabilen Fahrwasser nahe der Potentialwachstumsrate. Die USA waren 2015 die herbe makroökonomische Enttäuschung und werden es auch 2016 sein.
Derzeit ergibt sich ein voraussichtlicher globaler Wachstumspfad zwischen 3,0 % - 3,5 %.
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Fazit:
Eine Kernschmelze kann aus geopolitischen Gesichtspunkten nicht ausgeschlossen werden. Die Weltwirtschaft bietet im jetzigen Zustand keine Grundlage für ein derartiges Fiasko. Die Marktbewegungen finden wesentlichen Teil der Grundlagen in veränderten Marktbedingungen, die Prozyklizität erhöhen. Ergo sind Risiken ernst zunehmen, noch überwiegen Charaktermerkmale der Übertreibung.
Die Bestätigung unserer Thesen zu der Weltwirtschaft liefern die OECD-Frühindikatoren, die gestern für den Monat Dezember 2015 veröffentlicht wurden. Frühindikatoren signalisieren die Konjunkturentwicklung der kommenden 6 - 9 Monate. Der Gesamtindex für die OECD schwächte sich von 99,8 auf 99,7 Punkte ab. 100 Punkte stellen das langjährige Mittel dar. Ergo bewegt sich die Weltwirtschaft leicht unterhalb diesem Wert. Das passt zu einem globalen Wachstumsclip leicht oberhalb der 3 %-Marke.
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