2001 erreichten Pleiten in Japan zweithöchsten Stand seit dem Krieg
Knapp 20.000 Firmen sind im Vorjahr zusammengebrochen. Nur 1984 gab es mehr.
TOKIO (afp). Die Zahl der Pleiten hat in Japan im vergangenen Jahr den zweithöchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg erreicht. In der rezessionsgeplagten Wirtschaft seien 19.441 Firmen in Konkurs gegangenen, berichtete die private Kreditagentur Teikoku Databank Ltd. am Montag in Tokio. Dies waren 1,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 1984 hatten 20.841 Unternehmen das Jahr nicht überlebt.
Die Schulden der Konkursunternehmen summierten sich laut Teikoku Databank im vergangenen Jahr auf 16,2 Bill. Yen (139,1 Mrd. Euro/1914 Mrd. S). Auch dies war neben der Zahl der Pleiten der zweithöchste Wert seit dem Zweiten Weltkrieg. Die japanische Zentralbank rechnete unterdessen mit einer weiteren Verschlechterung der Wirtschaftslage.
Der bisherige Höchststand war 2000 erreicht worden, als durch Pleiten mehrere Großbanken und Finanzinstitute fast 24 Bill. Yen bei bankrotten Firmen aufgelaufen war. Im vergangenen Jahr trugen den Angaben zufolge vor allem Versicherungspleiten zu dem hohen Schuldenaufkommen bei.
Arbeitslosigkeit steigt
Japan wird derzeit zum dritten Mal innerhalb eines Jahrzehnts von einer Rezession heimgesucht. Die Regierung versucht derzeit, mit tiefgreifenden Strukturreformen gegenzusteuern. Zentralbank-Präsident Masaru Haymi ging am Montag davon aus, daß diese die Situation kurzfristig weiter verschärfen werden. Er erwarte einen weiteren Rückgang der Exporte und Investitionen, sagte der Notenbank-Chef in einer Rede vor Bankenvertretern. Gleichzeitig werde der private Konsum schwach bleiben.
Die hohe Insolvenzrate läßt auch die Arbeitslosigkeit auf 5,5 Prozent weiter steigen. Allein im Dezember wurden mehr als 18.000 Menschen infolge einer Pleite gekündigt. Im gesamten abgelaufen Jahr waren es 220.680 Personen, die wegen Konkurs ihres Arbeitgebers ihren Job verloren.
Knapp 20.000 Firmen sind im Vorjahr zusammengebrochen. Nur 1984 gab es mehr.
TOKIO (afp). Die Zahl der Pleiten hat in Japan im vergangenen Jahr den zweithöchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg erreicht. In der rezessionsgeplagten Wirtschaft seien 19.441 Firmen in Konkurs gegangenen, berichtete die private Kreditagentur Teikoku Databank Ltd. am Montag in Tokio. Dies waren 1,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 1984 hatten 20.841 Unternehmen das Jahr nicht überlebt.
Die Schulden der Konkursunternehmen summierten sich laut Teikoku Databank im vergangenen Jahr auf 16,2 Bill. Yen (139,1 Mrd. Euro/1914 Mrd. S). Auch dies war neben der Zahl der Pleiten der zweithöchste Wert seit dem Zweiten Weltkrieg. Die japanische Zentralbank rechnete unterdessen mit einer weiteren Verschlechterung der Wirtschaftslage.
Der bisherige Höchststand war 2000 erreicht worden, als durch Pleiten mehrere Großbanken und Finanzinstitute fast 24 Bill. Yen bei bankrotten Firmen aufgelaufen war. Im vergangenen Jahr trugen den Angaben zufolge vor allem Versicherungspleiten zu dem hohen Schuldenaufkommen bei.
Arbeitslosigkeit steigt
Japan wird derzeit zum dritten Mal innerhalb eines Jahrzehnts von einer Rezession heimgesucht. Die Regierung versucht derzeit, mit tiefgreifenden Strukturreformen gegenzusteuern. Zentralbank-Präsident Masaru Haymi ging am Montag davon aus, daß diese die Situation kurzfristig weiter verschärfen werden. Er erwarte einen weiteren Rückgang der Exporte und Investitionen, sagte der Notenbank-Chef in einer Rede vor Bankenvertretern. Gleichzeitig werde der private Konsum schwach bleiben.
Die hohe Insolvenzrate läßt auch die Arbeitslosigkeit auf 5,5 Prozent weiter steigen. Allein im Dezember wurden mehr als 18.000 Menschen infolge einer Pleite gekündigt. Im gesamten abgelaufen Jahr waren es 220.680 Personen, die wegen Konkurs ihres Arbeitgebers ihren Job verloren.