Zur derzeitigen Lage auf dem Goldmarkt.Muss ihn mal hier-reinkopieren da es keinen Link gibt:
G O L D
Das Fieber sinkt
vorübergehend
VON SEBASTIAN WOLFF
Wem der rasante Anstieg des Goldpreises im vergangenen Jahrzehnt immer suspekt war, der sieht in den jüngsten Zahlen des World Gold Council wahrscheinlich den Anfang vom Ende des Goldbooms. Denn nach dessen Analyse ging die weltweite Nachfrage nach dem gelben Edelmetall im dritten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um elf Prozent zurück. Steht der Goldpreis also vor einem dramatischen Absturz?
Zu dieser Auffassung kann man leicht gelangen, wenn man die Preisentwicklung seit Beginn des Jahrtausends betrachtet: Damals stand der Preis pro Unze - das sind 31,1 Gramm - bei rund 250 Dollar. Aktuell notiert er bei über 1700 Dollar. Seit einigen Monaten aber stagniert der Goldpreis. Und nun also der starke Nachfragerückgang im dritten Quartal 2012. Verantwortlich dafür war unter anderem die schwächelnde Wirtschaft in China, welche die Nachfrage um acht Prozent nach unten drückte.
Doch das muss noch nicht viel heißen. Zum einen war die Nachfrage im Vergleichszeitraum, dem dritten Quartal 2011 außerordentlich hoch, weil die Verunsicherung der Anleger seinerzeit wegen der europäischen Staatsschuldenkrise und dem US-amerikanischen Haushaltsdefizit gerade einen Höhepunkt erreicht hatte. Zudem gab es damals einen starken Nachfrageschub aus den Hauptabnehmerländern Indien und China, wo die Hälfte des gesamten Goldes verarbeitet wird. "Dort wird vor allem dann gekauft, wenn der Preis relativ günstig ist", sagt Florian Richardt, Goldexperte beim Edelmetallhänd1er Heraeus. Tatsächlich hatte der Goldpreis im zweiten Quartal 2011 kurzzeitig deutlich nachgegeben. "Und das haben die. Investoren in Indien und China im dritten Quartal genutzt. um sich günstig einzudecken", so Richardt.
Es gibt allerdings noch einen anderen, wichtigeren Grund, der dafür spricht, dass der moderne Goldrausch bei den Investoren aktuell nur eine Pause macht, sich aber schon bald fortsetzen dürfte: Es ist das starke Geldmengenwachstum in der Euro-Zone und den USA: Seit die Zentralbanken dazu übergegangen sind, im großen Stil Geld zu drucken, um die Finanzmärkte zu stabilisieren, steigt die Gefahr von Inflation - sei es real oder auch nur in den Köpfen der Anleger. Die Angst vor Geldentwertung aber war seit jeher ein Preistreiber für das Gold. Denn durch seine natürliche Knappheit gilt Gold als idealer Schutz vor Inflation.
Doch nicht nur die Sorge vor Inflation lässt Anleger immer wieder ins Gold flüchten. Ganz allgemein wird Gold in Krisenzeiten gern als sicherer An1agehafen angesehen. Und Krisen gibt es aktuell auf dem Globus mehr als genug: Das europäische Schuldendrama ist weiter ungelöst. Im Nahen Osten wachsen die Spannungen und in den USA droht der sogenannte fiscal cliff, die fiskalische Klippe: Sollten sich Präsident Obama und der Kongress nicht auf eine Verringerung des Haushaltsdefizits einigen, ist dort eine neue Rezession zu befürchten. All das könnte dem Goldpreis schon bald einen neuen Schub bescheren.
(Berliner Zeitung, 16.11.2012)
Gruss Holzi PS:Guter Mann der ließt hier woll mit,genau meine Rede. Lach
Neues Motto: Weg vom Öl das ist Zukunft !!