velmacrot #9178 Die L.A. Clippers wurden für 2 Mrd. $ verkauft. Es gibt wahrscheinlich 15 andere NBA Teams, die noch teurer sind. Da erscheinen mir 1.25 Mrd. € für einen der top 5 Fussballvereine im Vergleich recht moderat sogar.
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Die Frage ist ja nicht, ob jemand 2 Mrd. zahlt, sondern ob es 2 Mrd. wert ist. Und da war unisono zu lesen der Preis ist aus ökonomischer Sicht viel zu hoch. Wenn alternde Einzelpersonen die zuviel Milliarden haben so verrückt sind den Preis zu zahlen ist es deren Angelegenheiten Geld zu verschleudern. Wenn börsennotierte Unternehmen sich an anderen börsennotierten Unternehmen beteiligen ist es was anderes. Kann man so als nicht miteinander vergleichen. NBA Teams sind halt in erster Linie reine Spielzeuge und Befriedigung von Eitelkeiten von Privatpersonen/Multimilliardären. Das sind keine Investoren, sondern tendenziell Mäzene mit zuviel Geld. Mark Cuban von den Dallas Mavericks ist auch z.B. so ein Heini. Ist im griechischen Basketball z.B. auch nicht anders, wo Baulöwen und Reeder als Milliardäre das ähnlich handhaben. In der BBL deutlich kleiner auch mit Schweitzer bei ALBA, Stoschek bei Bamberg oder Wurst-Ulis Spielzeug in München. Denen ist der wahre Wert relativ egal beim bezahlen. Und die Chance überhaupt ein ganzes Team zu übernehmen in der NBA kommt nur sehr selten vor. In dem Fall wurde ja nun zwangsweise der Verkauf durchgeführt, da der alte Besitzer durch seine verbalen Entgleisungen unter Druck war. Ballmer war halt langweilig. Der hätte wohl auch 3 Mrd. mit einem müden Gähner bezahlt. ( www.welt.de/wirtschaft/article128609459/...igen-NBA-Drama.html , www.sueddeutsche.de/sport/...-milliarden-dollar-baby-1.1979298 ). Ist für den "Rentner" ;) nur Klimpergeld und er muß sich bei keinem dafür rechtfertigen. Ist also was völlig anderes in den USA als um was es hier in der BL geht. Vorausgesetzt man agiert seriös und holt nicht irgendwelche Ölscheichs oder Oligarchen, die im überflüssigen Geld ersticken, als alles dominierenden Großaktionär ins Boot, um von deren Launen ab da völlig abhängig zu sein. Wenn man sich hier als börsennotiertes Unternehmen und nicht als Privatperson beteiligt an einem Fußballverein, dann ist der Vorstand unter Rechtfertigungsdruck, wenn jeder sehen kann man zahlt nicht marktgerechte Preise. Wenn dann der Kurs des Fußballvereins täglich einsehbar ist (wie beim BVB), dann ist der Spielraum klein. Glaubt aber doch kein objektiver Beobachter ernsthaft bei einer Börsenlistung der Bayern würden man zu dem Kurs notieren zu dem sich z.B. die Allianz beteiligt hat. Da genügt ein Gefälligkeitsgutachten und schon kann man fröhlich irgendwelche überhöhte Werte ansetzen, wenn exklusive Investoren ins Boot kommen. Und da keine Börsennotierung bzw. Börsenhandel stattfindet, kann keiner einem so schnell das Gegenteil beweisen. Da hätte der BVB jetzt schon ein Delisting machen müssen, um dann so durch die Hintertür auch überhöhte KEs an exklusive Großinvestoren weiterreichen zu können.
BVB: Watzke sucht den Super-Sponsor - www.finance-magazin.de/meinungen/...e-sucht-den-super-sponsor/
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke neidet den Bayern ihren Sponsoren-Coup mit der Allianz. Dass Borussia Dortmund da nicht nachziehen kann, liegt vor allem an der Börsennotiz des Klubs. Um das zu ändern, müsste Watzke einen irren Doppelpass spielen....Wenn Watzke der Wettbewerb aber tatsächlich so am Herzen liegt, dann könnte er ruhig auch mal BVB-Großsponsoren wie Evonik und Signal Iduna fragen. Watzkes Problem ist die Börse. Die Ironie der Geschichte: Genau dabei wird der Aktienkurs tatsächlich zum Problem für ihn. Borussia Dortmund bringt aktuell einen Börsenwert von rund 240 Millionen Euro auf die Waage. Will Watzke – wie Rummenigge – über eine Kapitalerhöhung von 10 Prozent einen strategischen Sponsor an Bord holen, kämen nur einmalig 24 Millionen Euro zusammen. Auf dem Niveau, auf dem der BVB inzwischen kickt, reicht das gerade mal für einen neuen Spieler. „Strategisch“ wäre das nicht, nachhaltig schon gar nicht. Watzkes Problem sind also nicht die Konzerne, die ja alle nur zu den Bayern wollen, sondern die Börsennotiz der Borussia. Natürlich könnte ein Sponsor theoretisch auch weit mehr als den Börsenkurs für eine Beteiligung bezahlen. Aber wieso sollte er das tun? Und vor allem: Wenn der Sponsor selbst börsennotiert ist, wie will er seinen eigenen Aktionären stichhaltig erklären, dass er nicht zu viel bezahlt, sich der Untreue schuldig gemacht hat? ....So solide die Zahlen nach wie vor sind, zeigen sie an, dass auch beim BVB die Gesetze des Profifußballs gelten: Die Erfolge von heute sind die Risiken von morgen. Es braucht nur leicht weiter steigende Spielergehälter und ein Ausscheiden in der Champions-League-Vorrunde, damit der Gewinn empfindlich schrumpft. Das wissen auch die Investoren an der Börse, und deshalb bezahlen sie auch nicht den vollen Preis auf den Gewinn der beiden Ausnahmejahre, die der BVB gerade hatte. Einen zugegeben krassen Doppelpass könnte Watzke aber noch auf den Rasen zaubern: Sich mit einem Finanzinvestor zusammentun und den BVB im Zuge eines Leveraged Buy-outs von der Börse nehmen. Aber auch Borussia Dortmund müsste sich an die 50+1-Regel halten und ausschließen, dass ein Investor die Mehrheit übernimmt. Eine BVB-Hauptversammlung, die über einen Buy-out abstimmt, stellen wir uns lustig vor – und auch das, was Watzkes umsichtiger Finanzchef Thomas Treß seinem Chef zu einem solchen Coup zu sagen hätte....