dauert halt etwas länger bei manch einem... hier habens ja auch die wenigsten kapiert.
muss wohl so sein.
ich hab auf jeden fall meinen spass. und kaufe ständig nach sobald geld aufs konto kommt :-)
DEWB: Spekulationen um Aktienrückkauf (30.03.2005)
Wenn's ums Geld geht, vergessen viele ihr gute Erziehung. Schön zu beobachten ist das derzeit bei der Jenoptik, genauer gesagt bei der Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft, die zu etwa zwei Drittel der Jenoptik gehört. Um zu verstehen, was heute die Kurse treibt, muss man ein wenig in der Firmengeschichte zurück blättern. Im Sommer 1997 kaufte die damals noch nicht börsennotierte Jenoptik die Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft, kurz DEWB. Von dem Vorbesitzer, der Unternehmerfamilie Voith übernahm sie jedoch nicht alle Anteile sondern nur rund 99 Prozent. Die restlichen Aktien verteilten sich auf einige Kleinanleger. Aber schon damals gab es zwischen denen und Voith eine offene Rechnung. Es ging um ein altes Übernahmeangebot. Voith hatte den Aktionären umgerechnet 26,51 Euro pro Anteil geboten, was einigen zu wenig war, sie klagten. Dem Ganzen wurde nicht viel Beachtung geschenkt, schließlich stieg der Kurs der DEWB in den folgenden Jahren rasant an. Per Kapitalerhöhung brachte Jenoptik über fünf Millionen neue DEWB-Aktien an die Börse. Nur leider machte man dabei einen folgenreichen Fehler. Statt die neuen Aktien auch mit einer neuen Wertpapierkennnummer auszugeben, behielt man die alte WKN bei. Alle DEWB Aktien haben daher heute das Kürzel 804100. Da der Kurs seit Jahren weit unter fünf Euro notierte, erinnerte sich ein Anleger an das alte Übernahmeangebot zu 26,51 Euro. Im vergangen Dezember bekam er vor dem Oberlandesgericht Thüringen Recht. Jenoptik muss zahlen. Doch das ist noch nicht alles. Aufgrund der identischen Kennummer ist heute nicht mehr feststellbar, wer Besitzer einer alten Aktie ist und wer eine neue hat. Seit dem Urteil wird spekuliert, ob Jenoptik eventuell allen DEWB-Aktionären 26,51 Euro zahlen muss oder nicht. Des einen Leid, des Spekulanten Freud. Die Aktie steigt seit Wochen an. Angeheizt wird der Kurs von Gerüchten, dass Jenoptik das Problem praktisch lösen und die Aktien über die Börse zurückkaufen möchte.
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