Hannes Zipfel
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2h
#Silberpreis: Oszillatoren signalisieren trotz fahnenstangenartigem Anstieg noch keine "Überkauftheit".
Mathematisch-technische u. psychologische Erklärung (Indikatorlogik):
RSI:
Der RSI misst das Verhältnis durchschnittlicher Aufwärts- zu Abwärtsbewegungen über einen Zeitraum (z. B. 14 Perioden).
Wenn es kaum oder gar keine Abwärtskerzen gibt, dann:
fehlen dem RSI die „negativen“ Impulse, der Nenner bleibt sehr klein, der RSI steigt langsamer als erwartet oder bleibt sogar moderat.
Ein starker, gleichmäßiger Trend kann den RSI unter 70 halten, obwohl der Kurs extrem läuft.
STOCHASTIK:
Die Stochastik misst, wo der Schlusskurs innerhalb der jüngsten Handelsspanne liegt.
Wenn der Silber-Kurs jede Periode nahe dem Hoch schließt, aber die Spanne selbst ständig nach oben erweitert wird, dann bleibt die Stochastik unter der klassischen Überkauft-Schwelle (80).
Der Markt ist trendstark, nicht zwingend „überkauft“.
2. Marktpsychologische Interpretation
Das beschriebene Verhalten deutet häufig auf:
Institutionelle Akkumulation
Große Marktteilnehmer kaufen konsequent und aggressiv.
Es gibt keinen Verkaufsdruck, daher keine Korrekturen.
Typisch nach:
Fundamentalen Neubewertungen
Überraschend starken News
Trendwechseln aus langer Basis
In solchen Phasen funktionieren Oszillatoren als Indikatoren suboptimal, weil sie für Seitwärtsmärkte gedacht sind und nicht für derartige SONDERSITUATIONEN (physischer Stress in den Silber-Lieferketten).