Aktien Europa Schluss: Ölpreisschub und teils schwache Berichtssaison belasten

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PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Der wieder über 100 US-Dollar gestiegene Ölpreis für die Nordseesorte Brent hat am Donnerstag die Anleger verschreckt. Inflationssorgen und damit die Sorgen über Leitzinsanhebungen beherrschten die Gemüter. Die wie erwartet ausgefallene Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), die Leitzinsen im Euroraum unverändert zu lassen, bewegte indes nicht. Im September könnte aus Sicht von Ökonomen aber eine nächste Zinsanhebung anstehen. Hinzu kamen außerdem zum Teil enttäuschende Quartalsberichte, die zahlreiche Anleger zu Gewinnmitnahmen veranlasste.

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Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss mit minus 1,69 Prozent auf 6.210,17 Punkte nur knapp über seinem kurz zuvor erreichten Tagestief. Außerhalb des Euroraums gab der Schweizer SMI um 0,71 Prozent auf 14.214,95 Punkte nach. Der britische FTSE 100 verlor 0,73 Prozent auf 10.639,17 Punkte.

"Die Anleger navigieren derzeit durch ein schwieriges Fahrwasser", so Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. "Während geopolitische Risiken für Gegenwind sorgen und die Notenbanken den Takt vorgeben, liefert die Berichtssaison bislang ein gemischtes Bild." Mit Blick auf die Eskalation im Iran-Krieg erklärten zuletzt die vom Iran unterstützte Huthi-Milizen, sie hätten zwei saudi-arabische Tanker im Roten Meer angegriffen. Dies verschärft den Nahostkonflikt weiter und könnte zu weiteren Versorgungsunterbrechungen zu führen./ck/jha/

Werte aus dem Artikel:
Euro Stoxx 50 6.207,52 +1,40%
CH 20 14.521,43 +0,14%
CAC 40 Index 7.900,79 +0,64%
UK 100 10.731,69 -0,13%

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