FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen sind nach dem kleinen Rücksetzer zu Wochenbeginn letztlich weiter unter Druck geraten. Nach anfänglichen Gewinnen fiel der richtungweisende Euro-Bund-Future am Dienstagabend um 0,20 Prozent auf 125,68 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg im Gegenzug auf 3,00 Prozent.
Für dich zusammengefasst:
Deutsche Staatsanleihen sind weiter unter Druck geraten.
Der Euro-Bund-Future fiel um 0,20 Prozent auf 125,68 Punkte.
Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 3,00 Prozent.
Am Freitag hatten die Anleihenmärkte mit deutlichen Kurssprüngen auf die Öffnung der Straße von Hormus reagiert, da die mit der Blockade dieser wichtigen Handelsroute verbundenen Inflationsängste deutlich nachgelassen hatten. Inzwischen ist die Meerenge aber wieder gesperrt, und ein iranischer Frachter wurde von den USA gewaltsam gestoppt, was die Kurse bereits am Montag etwas gedrückt hatte.
Angesichts der bald auslaufenden Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA stieg nun am Dienstag die Nervosität am Markt. Die Ölpreise machten anfängliche Verluste wett und legten zu, was erneut Inflationsängste schürte und die Renditen entsprechend antrieb.
Eine Fortsetzung der Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten ist derzeit ungewiss. Zwar soll sich US-Vizepräsident JD Vance Medien-Angaben zufolge für eine Reise in die pakistanische Hauptstadt Islamabad bereithalten. Eine offizielle Bestätigung aber gab es zunächst nicht. Auch von iranischer Seite fehlten eindeutige offizielle Signale für eine Dialogbereitschaft. Die 14-tägige Waffenruhe läuft in der Nacht zum Donnerstag mitteleuropäischer Zeit ab.
Konjunkturdaten aus Deutschland bewegten vor diesem Hintergrund kaum. So hat der Iran-Krieg zwar die von dem Forschungsinstitut ZEW erhobenen Konjunkturerwartungen von Analysten sowie institutionellen Anlegern für Deutschland stärker eingetrübt als befürchtet. Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank blickte dennoch recht zuversichtlich in die Zukunft: "Das Infrastruktur- und Rüstungsprogramm der deutschen Bundesregierung wird weiter seine positive Wirkung auf die gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten entfalten."/la/he
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