Devisen: Euro wenig bewegt mit hohen Ölpreisen und vor US-Zinsentscheid

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NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat sich nach den jüngsten Verlusten am Dienstag nur wenig von der Stelle bewegt. In New York kostete die Gemeinschaftswährung mit zuletzt 1,1541 US-Dollar minimal weniger als im späten europäischen Nachmittagsgeschäft. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1539 (Montag: 1,1551) Dollar (Dollarkurs) festgelegt.

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Dass sich die deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen im September nur geringfügig verbessert haben, bewegte den Devisenmarkt kaum. Volkswirte hatten im Schnitt einen deutlicheren Anstieg erwartet. "Allerdings dürften sich die jüngsten Anstiege der Öl- und Gaspreise noch nicht vollständig in den Umfrageergebnissen widerspiegeln", schrieb Deutsche-Bank-Volkswirt Marc Schattenberg. "Nachdem sich die deutsche Konjunktur in der ersten Jahreshälfte überraschend robust zeigte, könnten diese Gegenwinde die Erholung im dritten Quartal zunächst ausbremsen."

Im Fokus der Anleger stehen die wieder deutlich anziehenden Ölpreise sowie der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Am Markt ist eine Leitzins-Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte inzwischen zu mehr als 90 Prozent eingepreist. Die zuletzt deutlich gestiegenen Energiepreise dürften eine Anhebung noch wahrscheinlicher gemacht haben, da so die Inflationserwartungen immer weiter steigen.

Die Debatte habe sich von der Frage, ob die Fed die Zinsen anheben werde, "hin zu der Frage verlagert, in welchem Umfang eine (geldpolitische) Straffung in diesem Zyklus erforderlich sein wird, um die Preisstabilität wiederherzustellen", sagte Seema Shah von Principal Asset Management. Ein nur einmaliger Zinserhöhungsschritt sei unwahrscheinlich.

Derweil betonte Brock Weimer vom Finanzdienstleister Edward Jones, dass sich die Inflation gegenüber ihrem Höchststand von 2022 deutlich abgeschwächt habe. "Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass eine erneute Straffung durch die Fed in Umfang und Dauer begrenzt sein wird", fügte er hinzu. Er gehe nicht davon aus, "dass eine moderate weitere Zinserhöhung den allgemeinen Wirtschaftsaufschwung oder den Bullenmarkt an den Aktienmärkten zum Scheitern bringen wird"./jsl/gl/nas

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