Devisen: Euro erholt sich etwas nach deutlichen Kursverlusten

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Donnerstag etwas zugelegt. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1490 US?Dollar. Am Morgen hatte sie noch fast einen halben Cent niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1481 (Mittwoch: 1,1537) US-Dollar fest.

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Der Euro erholte sich so teilweise von seinen deutlichen Vortagsverlusten. Am Mittwochabend war der Euro unter Druck geraten, nachdem die US-Notenbank Fed die Leitzinsen erstmals seit dem Sommer 2023 angehoben hatte. Die Notenbank erhöhte den Leitzins wie erwartet um 0,25 Prozentpunkte. An den Finanzmärkten wird bis zum Jahresende eine weitere Leitzinsanhebung erwartet.

Obwohl US-Präsident Donald Trump vehement eine Zinssenkung gefordert hatte, stimmten die Fed-Mitglieder überraschend einstimmig für die Zinsanhebung. "Dass die Leitzinsen erhöht wurden, ist positiv zu sehen, denn so demonstrieren die Währungshüter Entschlossenheit und vor allem Unabhängigkeit gegenüber der US-Administration", kommentierten Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen.

Etwas gestützt wurde der Euro durch die gesunkenen Rohölpreise. Nach dem jüngsten Höhenflug gaben sie den zweiten Tag in Folge nach. Die Weltleitwährung Dollar (Dollarkurs) wurde so weniger gefragt. Die USA sind ein Nettoexporteur von Öl (Rohöl) und die US-Wirtschaft wird tendenziell weniger belastet. Rohöl wird zudem in Dollar gehandelt. Höhere Preise erhöhen also die Nachfrage nach Dollar.

Die britische Notenbank ist der US-Notenbank nicht gefolgt und hat ihren Leitzins nicht verändert. Allerdings ließ sie angesichts der Energiepreisentwicklung die Tür für künftige Zinserhöhungen offen. "Bereits die zurückliegende Zuspitzung an der Straße von Hormus dürfte dafür sorgen, dass die britische Inflation im Herbst merklich anzieht", kommentiert LBBW-Volkswirt Elmar Völker.

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Er sieht daher einen wachsenden Handlungsdruck für die Notenbank. "Dies gilt umso mehr, als eine überraschend robuste Konjunktur in Großbritannien derzeit kaum mehr Ausflüchte erlaubt." Das Pfund gab zu allen wichtigen Währungen nach.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85830 (0,85740) britische Pfund, 178,75 (178,88) japanische Yen und 0,9466 (0,9449) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (Goldkurs) (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.364 Dollar. Das waren rund 100 Dollar mehr als am Vortag./jsl/zb


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