Über 100 Krypto-Firmen fordern Clarity Act – Bitcoin vor 100.000 US-Dollar?
Mehr als hundert Kryptoakteure drängen auf klare US-Regeln für den Markt, während Analysten bei politischem Rückenwind einen Bitcoin-Höhenflug erwarten.
Eine breite Koalition aus mehr als 100 Krypto-Unternehmen und Branchenverbänden hat den US-Senat aufgefordert, den Gesetzgebungsprozess für den sogenannten Clarity Act voranzutreiben. In einem Schreiben an den Vorsitzenden des Bankenausschusses, Tim Scott, sowie an die Senatoren Elizabeth Warren, Cynthia Lummis und Ruben Gallego warnte die Branche vor anhaltender Unsicherheit.
Zu den Unterzeichnern zählen Schwergewichte wie Coinbase, Kraken, Ripple, Andreessen Horowitz und Galaxy Digital.
Im Zentrum der Kritik steht die bisherige Praxis der US-Aufsichtsbehörden, insbesondere der Securities and Exchange Commission und der Commodity Futures Trading Commission, regulatorische Leitlinien über Gerichtsverfahren zu definieren. Die Branche spricht von einer Rückkehr zur "Regulierung durch Durchsetzung" und fordert stattdessen klare gesetzliche Rahmenbedingungen.
Der Tenor: Ohne gesetzliche Klarheit drohe den USA ein Wettbewerbsnachteil gegenüber Regionen wie der Europäischen Union, die bereits umfassende Krypto-Regulierungen implementiert hat.
Bitcoin vor nächstem Kursschub?
Gleichzeitig richtet sich im Zuge des Clarity Acts der Blick auf die weitere Kursentwicklung von Bitcoin. Die Kryptowährung notiert aktuell bei rund 77.700 US-Dollar und hat in den vergangenen zwei Wochen etwa 10 Prozent zugelegt. Trotz der Erholung liegt der Kurs noch deutlich unter seinem Hoch vom Oktober.
Analysten sehen die Marke von 100.000 US-Dollar erneut als mögliches Ziel – allerdings unter den Bedingungen eines verbesserten Zugangs zum Bankensystems, regulatorischer Klarheit und einer kryptoaffineren Führung der US-Notenbank.
Im Fokus steht dabei auch die mögliche Ernennung von Kevin Warsh zum neuen Vorsitzenden der US-Notenbank. Warsh gilt als vergleichsweise krypto-freundlich und könnte Bitcoin stärker in das etablierte Finanzsystem integrieren.
Widerstand im Senat hat die Wahrscheinlichkeit einer schnellen Bestätigung Warshs jedoch deutlich sinken lassen. Prognosemärkte sehen aktuell nur noch rund 28 Prozent Chance für eine Ernennung bis Mitte Mai.
Zeitfenster für Clarity Act schließt sich
Auch beim Clarity Act drängt die Zeit. Branchenexperten warnen, dass sich die Chancen auf eine Verabschiedung drastisch verringern könnten, sollte der Gesetzgebungsprozess nicht bis Mitte Mai entscheidend vorankommen.
Marktbeobachter beziffern die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung im Jahr 2026 aktuell nur noch auf etwa 40 bis 50 Prozent – deutlich weniger als noch zu Jahresbeginn.
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