As much as $470 billion of Bitcoin could be at risk if quantum computing becomes more advanced. Here's why https://t.co/InWRbkjzNF
Besonders betroffen könnten ältere Bitcoin-Adressen sein. Dort lassen sich öffentliche Schlüssel leichter auslesen als bei modernen Adressformaten. Nach einer Analyse von Galaxy Digital wären langfristig Bitcoin im Wert von bis zu 470 Milliarden US-Dollar beziehungsweise rund 34 Prozent des Umlaufs potenziell anfällig, falls Quantencomputer die notwendige Leistungsfähigkeit erreichen. Dennoch betonen Experten, dass dieses Szenario derzeit noch theoretischer Natur ist.
Quantencomputer unterscheiden sich grundlegend von klassischen Computern. Statt Bits nutzen sie Qubits, die mehrere Zustände gleichzeitig annehmen können. Dadurch könnten bestimmte mathematische Probleme deutlich schneller gelöst werden. Diese Fähigkeit könnte die heute verwendeten Verschlüsselungsverfahren langfristig vor neue Herausforderungen stellen.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt das Thema durch eine im März veröffentlichte Studie von Google. Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass für bestimmte Angriffe auf kryptografische Verfahren möglicherweise weniger Quantenrechenleistung benötigt wird als bislang angenommen. Daraus folgt jedoch nicht, dass Bitcoin mit heutiger Technik geknackt werden kann. Bislang existiert kein Nachweis für einen erfolgreichen Angriff mit einem Quantencomputer.
Die Bitcoin-Community arbeitet bereits an möglichen Gegenmaßnahmen. Entwickler diskutieren seit Längerem über den Einsatz quantensicherer Signaturverfahren, die bestehende kryptografische Verfahren langfristig ersetzen könnten. Solche Änderungen müssten allerdings von der Community beschlossen und anschließend in das Netzwerk integriert werden.
Wann leistungsfähige Quantencomputer tatsächlich verfügbar sein werden, ist weiterhin offen. Klar ist jedoch, dass das Thema für Bitcoin und den gesamten Krypto-Sektor an Bedeutung gewinnt. Die Entwicklung der Technologie dürfte deshalb in den kommenden Jahren genau beobachtet werden.
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