Bitcoin schwankt: Geopolitik und US-Arbeitsmarktdaten entscheiden
Der Kryptomarkt startet leicht positiv in die letzte Märzwoche, doch die geopolitischen Spannungen und US-Arbeitsmarktdaten könnten die Stimmung schnell kippen.
Bitcoin hat sich nach einem deutlichen nächtlichen Rücksetzer stabilisiert und notiert am Montagvormittag bei rund 67.710 US-Dollar, was einem Plus von 1,64 Prozent entspricht. Zuvor war der Kurs infolge geopolitischer Spannungen zeitweise auf 65.112 US-Dollar gefallen und erreichte damit den tiefsten Stand seit dem Einbruch im Februar.
Seit Mitte Februar steckt Bitcoin in einer engen Handelsspanne fest, die sich zwischen 65.000 und 75.000 US-Dollar bewegt und um die Marke von 70.000 US-Dollar zentriert ist.
Nahostkonflikt weitet sich aus
Auslöser der Volatilität ist die zunehmende Eskalation im Nahen Osten. Der Konflikt, inzwischen in seiner fünften Woche, hat eine neue Dimension erreicht. Iranisch unterstützte Huthi-Milizen haben eine zusätzliche Front eröffnet, während zugleich weitere US-Bodentruppen in die Region verlegt wurden.
Donald Trump prüft laut dem Wall Street Journal zudem Optionen für eine militärische Operation zur Sicherung angereicherten Urans im Iran. Eine endgültige Entscheidung steht zwar aus, doch allein die Möglichkeit verschärft die Unsicherheit an den Finanzmärkten erheblich.
Entscheidende Woche steht bevor
Die letzte Märzwoche könnte sich als richtungsweisend erweisen. Gleich mehrere Ereignisse dürften die Märkte beeinflussen: Am Dienstag plant der FTX Recovery Trust Ausschüttungen in Höhe von 2,2 Milliarden US-Dollar an Gläubiger. Diese Mittel könnten kurzfristig zusätzliche Liquidität in den Markt bringen, aber ebenso Verkaufsdruck erzeugen, sollten Gläubiger ihre erhaltenen Beträge realisieren.
Am Freitag werden die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht – ein entscheidender Indikator für die Geldpolitik der US-Notenbank.
Rekord bei Long-Positionen
Ein weiteres potenzielles Risiko kommt aus dem Derivatemarkt. Auf der Kryptobörse Bitfinex ist die Zahl der bullischen Wetten auf Bitcoin, gemessen an den sogenannten Long-Positionen, auf 79.343 gestiegen und hat damit den höchsten Stand seit November 2023 erreicht.
Auf den ersten Blick deutet dies auf wachsenden Optimismus hin. Sollten die Kurse jedoch deutlich nachgeben, droht eine Kettenreaktion: Überhebelte Long-Positionen könnten zwangsweise liquidiert werden, was zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugt und den Preisrückgang beschleunigt.
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.